DEL2-Start am Freitag
EV Landshut: Neue Spieler, harte Tests – und jetzt beginnt die Jagd

14.09.2022 | Stand 22.09.2023, 5:43 Uhr |

Der EV Landshut 2022/23: Für Cheftrainer Heiko Vogler (5. von rechts) haben sie beim Eishockey-Traditionsklub einen Kader für große Ziele zusammengestellt. −Foto: Gerleigner

Geht es nach der Anzahl der DEL-Spieler im Team, ist der EV Landshut schon erstligareif. Kein anderes DEL2-Team hat mehr Akteure mit Erfahrung aus der Deutschen Eishockey-Liga in seinen Reihen als die Mannschaft von Trainer Heiko Vogler. Klar, dass die Landshuter als einer der Favoriten für den Kampf um die Playoffs in die am Freitag beginnende Saison im deutschen Eishockey-Unterhaus gehen. Doch so einfach ist es nicht.

Die eigene Erwartungshaltung hätten sie beim Traditionsklub schon mit der Wahl ihrer Vorbereitungsgegner nicht deutlicher machen können. Ausschließlich mit Teams aus DEL und DEL2 wurden die Schläger gekreuzt. Dass von den acht Test-Matches nur drei gewonnen wurden, hat deshalb nicht unbedingt für schlaflose Nächte gesorgt beim EVL. Denn Teams wie die Tigers aus Bayreuth, denen Thomas Brandl und Co. bei der Generalprobe 2:4 unterlagen, oder die Ravensburg Towerstars (3:4) gelten auch in der kommenden Spielzeit als Hauptrivalen im Kampf um die großen Ziele, und deshalb als die relevanten Messgrößen, an denen man sich zu orientieren hat. Auch den Vergleich mit dem großen Nachbarn aus der DEL, den Straubing Tigers, scheute man nicht (3:5).

Sie wollen eben von Anfang an da sein, die Landshuter. Schließlich ist die vergangene Saison noch in unguter Erinnerung, als nach missratenem Start im Dezember Heiko Vogler geholt wurde, um wenigstens noch den Preplayoff-Platz zu retten. Nun geht Vogler in seine erste vollständige Saison mit dem EVL und kann dabei auf eine Mannschaft zählen, die alles hat, um vorn mitzumischen. Mit Brett Cameron (32) von den Kassel Huskies und dem schnellen Tyson McLellan (26) vom EHC Freiburg wurden gestandene DEL2-Stürmer verpflichtet, viel Verteidigungserfahrung bringen Nick Pageau (34), ebenfalls aus Freiburg, und Jakob Mayenschein (25) mit. Mayenschein, ein echtes Eigengewächs des EVL, ist nach langer Profi-Reise (München, Düsseldorf) ins heimische Nest zurückgekehrt. Und dann ist da ja auch noch Sebastian Vogl (36). Ebenfalls aus dem eigenen Nachwuchs stammend, hat sich der Goalie nach 17 DEL-Jahren in Ingolstadt, Wolfsburg und Straubing wieder nach Hause orientiert. Derart verstärkt, wollen sie in Landshut wieder ran an die großen Ziele, hinter denen auch die Unterstützer stehen: Erst vergangene Woche wurde die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Hauptsponsor, Motoren- und Ventilatorenhersteller ebm-papst, verlängert. Am Freitag geht’s los mit einem Heimspiel gegen den EHC Freiburg (19.30 Uhr).

− mjf