Sprade TV verliert Übertragungsrechte
Entspannt zum Wintergame für Nostalgiker: Wo endet die Eisbären-Reise?

12.02.2024 | Stand 12.02.2024, 20:00 Uhr

Positive Signale auf der Bank: Max Kaltenhauser und sein Team haben viel erreicht, aber noch nicht genug. Foto: Nickl

Wer darauf gewettet hätte, hätte viel Geld gewonnen: Dass die Eisbären Regensburg nach 46 von 52 Hauptrundenspielen auf Rang zwei der zweiten Eishockey-Liga stehen und die Heimtabelle nach 24 von 26 Spielen sogar vor Kassel anführen, hatte kein Experte auf dem Zettel.

So dürfen die Oberpfälzer entspannt nach Klingenthal fahren, wo es im Stadion an der Skisprungschanze am Sonntag (14Uhr) gegen die Lausitzer Füchse unter freiem Himmel ein Spiel für Nostalgiker gibt, das Erinnerungen an die Zeiten bis 1999 im Freiluft-Stadion an der Nibelungenbrücke weckt. Auf diesen Höhepunkt freut sich auch Trainer Max Kaltenhauser, der dem Team drei Tage frei gab und sagte: „So ein Spiel wird kaum einer ein zweites Mal in seiner Karriere erleben.“

Nur noch zu gewinnen

Wobei das Wort Entspannung im Kaltenhauserschen Vokabular eigentlich gestrichen ist. Noch am Sonntag erklärte er ein weiteres Mal, dass das Ziel, sich Spiel für Spiel auf den nächsten Sieg zu konzentrieren, ja eben genau beinhalte, dass nicht konkrete Plätze oder Spielrunden als Ziel ausgelobt würden. Ab sofort haben die Eisbären ja mit dem erreichten und einzigen Saisonziel Klassenerhalt nichts mehr zu verlieren, sondern nur noch zu gewinnen.

Obwohl auch nur noch ein Sieg zum direkten Erreichen der Playoffs ohne die Qualifikationsrunde fehlt und bei acht Punkten Vorsprung sogar die Top vier und damit das Playoff-Heimrecht in greifbare Nähe rücken, wollte Max Kaltenhauser nicht Lobesreden schwingen. „Das tut man nicht. Vielleicht am Ende der Saison.“

Die spannende Frage wird sein, ob bis zum Start der K.-o.-Runde noch personelle Erfolgsmeldungen kommen. „Jetzt können wir planen“, sagte Max Kaltenhauser auch. Angesichts der Art und Weise, wie der 206 Punkte-Sturm mit Andrew Yogan (73), Abbott Girduckis (67) und Corey Trivino (66) die DEL2 dominiert, wird das kein leichtes Unterfangen. Und es wecken sicher noch einige Eisbären mehr Begehrlichkeiten.

Ab 24/25 bei Sportdeutschland.TV

Derweil gibt es für die Eishockey-Fans wichtige, aber wenig überraschende Nachrichten, was die Übertragungsrechte angeht: Nach langen Jahren verkündete die DEL2 das Ende der Zusammenarbeit mit Sprade TV und den Wechsel der Exklusivrechte zu Sportdeutschland.TV zur neuen Saison 2024/25. „Nach einer intensiven Medienrechtsausschreibung setzte sich bei den Gesellschaftern der zweiten Liga Sportdeutschland.TV mit einem umfangreichen Angebot durch“, heißt es in der DEL-2-Erklärung. „Neben einer Qualitätssteigerung bei den Liveübertragungen ist auch eine umfangreiche Berichterstattung geplant.“ Weitere Details und Preise werden aber erst noch bekanntgegeben.