Eisbären halten Leistungsträger
Angreifer Corey Trivino bleibt in Regensburg und wird seinen bis 2025 laufenden Vertrag erfüllen

03.06.2024 | Stand 04.06.2024, 9:57 Uhr |

Corey Trivino wird weiterhin für die Eisbären auf Torejagd gehen. Foto: Archiv/Andreas Nickl

Nach Constantin Ontl halten die Eisbären Regensburg einen weiteren Angreifer der Meistermannschaft: Wie der Verein am Montag mitteilte, bleibt mit Corey Trivino ein absoluter Leistungsträger beim Eishockey-Zweitligisten.

Der 34-jährige kanadische Angreifer unterschrieb bereits im Dezember 2022 eine Verlängerung bis 2025 und hat somit einen laufenden Vertrag. Er geht in seine dritte Saison mit den Domstädtern. Aktuell kommt er auf 141 Scorerpunkte (68 Tore und 73 Vorlagen) in nur 119 Zweitliga-Spielen für die Eisbären Regensburg.

Von Nachverpflichtung zum Publikumsliebling



Nach dem Aufstieg in die DEL 2 hatten die EBR Trivino im September 2022 kurz nach Beginn der ersten Regensburger Zweitliga-Saison seit 14 Jahren nachverpflichtet, weil sich der damalige Kontingentstürmer Kyle Osterberg gegen Ende der Vorbereitung schwer verletzt hatte. Der spielstarke Center schlug bei den Donaustädtern sofort voll ein und hielt in den ersten Wochen kontinuierlich einen Schnitt von fast zwei Scorerpunkten pro Spiel. Schon im Dezember verlängerten die Oberpfälzer daher mit dem neuen Publikumsliebling für zwei weitere Spielzeiten. Am Ende seines ersten Jahres in der Domstadt standen 51 Zähler in 49 Einsätzen zu Buche.

90 Torbeteiligungen in der Meistersaison



Doch diesen Wert sollte Trivino im zweiten Jahr regelrecht pulverisieren: Er blühte in der jüngst beendeten, sensationellen Meistersaison an der Seite von Topscorer Andrew Yogan und Abbott Girduckis noch mehr auf und kam auf satte 90 Torbeteiligungen (43 Treffer und 47 Assists) in nur 70 Begegnungen. Damit belegte er ligaweit Platz zwei der Scorerlisten – gleichauf mit Girduckis und nur geschlagen von Yogan. Trivino erinnert sich gerne an die unglaubliche Saison zurück: „Meine Familie und ich sind sehr glücklich, dass wir für die nächste Saison wieder nach Regensburg zurückkommen. Wir sind hier umgeben von tollen Mannschaftskollegen, Trainern und einem super Management. Letztes Jahr war etwas ganz Besonderes und wir haben viele schöne, unvergessliche Erinnerungen gesammelt. Ich freue mich sehr, dass ich dann wieder vor unseren tollen Fans spielen kann.“

Kanadier sammelte Erfahrung in vielen Top-Ligen



Der Angreifer kommt auf viel Erfahrung aus unterschiedlichsten Top-Ligen. In seiner kanadischen Heimat durchlief der in Toronto geborene Angreifer seine Eishockey-Ausbildung. Mit der Junioren-Nationalmannschaft Kanadas gewann er 2008 Gold bei der U-18-Weltmeisterschaft, wobei er sieben Punkte in sieben Spielen zum Erfolg beisteuerte. Im gleichen Jahr wurde Trivino dann auch vom NHL-Team New York Islanders in der Zweiten Runde an Position 36 gedraftet und wechselte daraufhin in die USA, wo er zunächst in der dortigen College-Liga NCAA stark aufspielte, ehe er für drei Spielzeiten in die dritthöchste nordamerikanische Profiliga ECHL wechselte In dieser Zeit lief Trivino auch 50 Mal für die Portland Pirates in der dortigen Zweiten Liga, der AHL, auf. Es folgte zur Saison 2015/2016 der Sprung in europäische Topligen: Nach starken Leistungen in KHL und VHL (erste und zweite Liga Russlands) sowie EBEL (heute „International Central European Hockey League“, kurz ICEHL) führte sein Weg während der Saison 2018/2019 nach Kassel in die DEL 2. Für die Hessen schnürte Trivino insgesamt vier Spielzeiten die Schlittschuhe.

Ein unvergesslicher Schlenzer



In seiner zweiten Spielzeit mit Regensburg sollte es ausgerechnet der ECK sein, den Trivino mit den EBR im Play-off-Finale niederrang und so den ersten Zweitliga-Titel der Regensburger Eishockey-Geschichte perfekt machte. In den sechs Begegnungen der Serie gegen seinen Ex-Klub steuerte Trivino dabei sieben Torbeteiligungen bei (drei Treffer und vier Vorlagen). In die Geschichtsbücher dürfte es dabei vor allem sein Schlenzer zum 4:2-Endstand ins leere Kasseler Tor kurz vor Ende des sechsten Aufeinandertreffens schaffen, der die Meisterschaft besiegelte und grenzenlosen Jubel in der Donau-Arena lostrat.