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"Talk am Pulverturm"  |  21.11.2020  |  08:15 Uhr

Etat, Gehalt, Personal, Hygiene: So planen die Straubing Tigers die Corona-Saison – Kampfansage von Goalie Vogl

von Michael Duschl

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Ehrlicher Talk mit (von links) Sandro Schönberger, Gaby Sennebogen, Moderator Tobias Welck und Sebastian Vogl.

Ehrlicher Talk mit (von links) Sandro Schönberger, Gaby Sennebogen, Moderator Tobias Welck und Sebastian Vogl. | Screenshot: PNP

Ehrlicher Talk mit (von links) Sandro Schönberger, Gaby Sennebogen, Moderator Tobias Welck und Sebastian Vogl. - Screenshot: PNP


Der Plan steht – aber wie geht es für die Straubing Tigers vor dem Saisonstart in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) weiter? Diese und viele weitere Fragen beantwortete der Eishockey-Erstligist aus der Gäubodenstadt am Freitagabend in seinem vereinseigenen "Talk am Pulverturm".

Zu Gast bei Moderator Tobias Welck waren neben Geschäftsführerin Gaby Sennebogen die Spieler Sandro Schönberger (Kapitän) und Sebastian Vogl (Torwart) sowie der Fanbeauftragte Florian Mittermeier. Die PNP hat die wichtigsten Themen zusammengefasst.

Reduzierter Etat: Um rund 30 Prozent runtergeschraubt wurde der Etat der Corona-Saison im Vergleich zum Vorjahr, wie Geschäftsführerin Gaby Sennebogen vorrechnete. Statt mit 6,5 Millionen Euro kalkulieren die Tigers heuer mit 4,5 Millionen Euro. Dieser Betrag ist "voraussichtlich gedeckt mit Hilfe der Dauerkartenbesitzer", hofft Sennebogen. Auf dem Konto ist inzwischen auch die staatliche Hilfszahlung. Darum müssen sich die Straubinger Eishockey-Fans keine Sorgen um die DEL-Saison 21/22 machen – "daran gibt es keinen Zweifel", so die Geschäftsführerin.

Hungrige Tiger: Am Donnerstag hat die Mannschaft offiziell die Vorbereitung für die Saison aufgenommen. Seither sind die Spieler nicht mehr in Kurzarbeit (Schönberger: "endlich dürfen wir wieder richtig arbeiten"). Die Zeit bis zum ersten Meisterschaftsspiel sei "völlig ausreichend", meinte Kapitän Schönberger. Es werde Vorbereitungsspiele geben, voraussichtlich gegen andere bayerische DEL-Teams, die nicht am "MagentaSport Cup" teilnehmen (Augsburg, Ingolstadt und Nürnberg). Man werde zu Beginn nach neun Monaten ohne Eishockey nicht bei 100 Prozent sein, aber einen großen Nachteil gegenüber den Teams, die das Vorbereitungsturnier spielen, sieht der 33-Jährige nicht. Wenngleich die Süd-Gruppe mit unter anderem München und Mannheim stärker einzuschätzen ist als die "Nord", das Viertelfinale ist das Mindestziel der Tigers: "Wir wollen oben mitspielen", betont Goalie Sebastian Vogl, und meint damit die Meisterschaft. Dazu müssen Williams & Co. zunächst in der Vorrunde (38 Spiele) drei Klubs hinter sich lassen, um ins Viertelfinale einzuziehen. Der Fanbeauftragte Florian Mittermeier hofft, dass die Mannschaft "da weitermacht, wo sie in der abgebrochenen Saison schmerzlich hat aufhören müssen". Der Spielplan soll im Laufe der nächsten Woche veröffentlicht werden.

Imaginäre Tagestickets: Wie andere DEL-Klubs werden die Straubing Tigers für jedes Geister-Heimspiel Tagestickets im Online-Shop anbieten. "Viele Fans, die keine Dauerkarte haben, wollen den Verein unterstützen", betont der Fanbeauftragte Mittermeier. Jeder könnte sich demnach je ein Ticket pro Heimspiel kaufen (Stehplatz 9 Euro; Sitzplatz 19). "Vielleicht wird das ein oder andere Heim-Derby imaginär ausverkauft sein", wünscht sich Mittermeier. Rund 5800 Plätze gibt es im Eisstadion am Pulverturm. Die verkauften Dauerkarten werden dieser Tage rückabgewickelt, erklärte Gaby Sennebogen. Die Fans können den Betrag (teilweise) spenden. Ein Großteil sei bereit, mindestens 50 Prozent der gezahlten Summe nicht zurückzuverlangen, berichtet Mittermeier. Auf die Trikots und die Dauerkarten wird übrigens der Vermerk "Corona-Saison 20/21" gedruckt, auf Geheiß von Gaby Sennebogen hin. Mit der Rückabwicklung verlieren die Dauerkarten ihre Gültigkeit. Sollten im Laufe der Spielzeit doch noch Zuschauer ins Stadion dürfen, werden nur tagesabhängige Online-Tickets verkauft.

Kooperative Spieler: Auf einen nicht unerheblichen Teil ihres Gehalts verzichten (müssen) die Spieler am kleinsten DEL-Standort Deutschlands. Bis zu 40 Prozent stehen im Raum. Zahlen bestätigen wollten am Freitagabend weder Sennebogen noch Schönberger. "Wir haben eine gute Lösung gefunden für uns als Mannschaft und für jeden Spieler", betonte der Teamkapitän. Beim Verzicht wird jeder Profi gleich behandelt. Lediglich die jüngeren Spieler, die von Haus aus weniger verdienen, müssen weniger Abschläge in Kauf nehmen. "Es waren nicht alle Spieler sofort dafür, aber wir konnten uns mit allen einigen", berichtete Sebastian Vogl, der den Verein und insbesondere Sennebogen und Manager Jason Dunham lobte: "Es wurde immer offen kommuniziert und wir wurden immer fair behandelt, es gibt keine Ungerechtigkeiten und das ist wichtig für die Mannschaft." Aussichten auf eine Gehaltsaufbesserung gibt es. Sollten vom Staat weitere Hilfsmittel fließen, "haben wir festgelegt, das Team daran zu beteiligen", sagte Sennebogen.

Entscheidender Impuls: Der neue Spielmodus (Nord- und Südgruppe) ist eine Straubinger Idee. "Jason hat dieses Modell vorgeschlagen und die Liga hat es aufgegriffen und zugestimmt", berichtete Gaby Sennebogen. Bereits im letzten Talk am Pulverturm schilderte Manager Dunham seine Pläne, wodurch Reisen und Geld gespart werden könne. "Eigentlich wollten wir eine komplette Nord-Süd-Trennung", verriet Sennebogen. Letztlich entschied sich die DEL für vier Runden innerhalb der jeweiligen Gruppe und zwei Runden über Kreuz. Zu den Auswärtsspielen in der Süd-Gruppe werden die Tigers voraussichtlich keine Zwei-Tages-Fahrten unternehmen. "Da heißt es dann: Bus, Umziehen, Spielen, Umziehen, Bus", zählte Sennebogen auf. Darüber hinaus befolgen die Spieler strenge Hygieneregeln: Zum Training werden sie stets in den gleichen vier Kabinengruppen aufgeteilt, so dass im Falle eines positiven Coronatests nur eine Einheit in Quarantäne müsse und der Verein auch dann noch eine Mannschaft für den Spielbetrieb stellen könne.












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