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Landshut empfängt Kassel | 23.11.2021 | 10:00 Uhr

Volles Haus nur am Dienstag: DSC, Hawks, EVL und Tigers reagieren auf Zuschauer-Limit

von Sebastian Lippert,Andreas Lakota

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Am Dienstagabend erwartet der EV Landshut die Kassel Huskies – mit voller Stadionauslastung. −Foto: Georg Gerleigner

Am Dienstagabend erwartet der EV Landshut die Kassel Huskies – mit voller Stadionauslastung. −Foto: Georg Gerleigner

Am Dienstagabend erwartet der EV Landshut die Kassel Huskies – mit voller Stadionauslastung. −Foto: Georg Gerleigner


Bayern begrenzt ab Mittwoch die Zuschauerzahlen bei großen Sportveranstaltungen, für den Zugang gilt einheitlich die 2Gplus-Regel (geimpft oder genesen mit negativem Schnelltest). In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter 1000 dürfen Stadien nur zu 25 Prozent der Kapazität ausgelastet werden, bei 1000 und mehr steht das öffentliche Leben quasi still. Heißt: Geisterspiele.

"Das sind so geringe Kapazitäten, bei denen man sich überlegen muss, ob man überhaupt aufmacht", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke mit Blick auf den Erstliga-Spielbetrieb: "Die Kosten und der Aufwand, nicht zuletzt für die Kontrollen, sind im Verhältnis zu den wenigen Zuschauern immens."

Die Verordnung soll ab Mittwoch, 0 Uhr, in Kraft treten und bis mindestens 15. Dezember gelten. Hallensportarten sind, anders als der von TV-Geldern verwöhnte Fußball, abhängig vom Umsatz aus dem Ticketverkauf. Heimatsport.de hat sich bei den vier größten Eishockey-Vereinen Niederbayerns umgehört.

Deggendorfer SC
Am Montag lag die Inzidenz im Landkreis Deggendorf bei knapp über 1000. Der Deggendorfer SC rechnet daher mit mindestens einem Geisterspiel, schon am Sonntag gegen den EV Füssen. "Da schlagen zwei Herzen in unserer Brust: Zum einen wollen wir unserem sozialen Auftrag so gerecht werden wie bisher: Bislang hat sich nach unserer Kenntnis kein Fan beim Aufenthalt in unserem Stadion infiziert. Zum anderen ist die Situation finanziell spannend und wirft unsere Planung kurzfristig aus der Bahn", erklärt Geschäftsstellenleiter und Finanzvorstand Stefan Liebergesell im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse. "Wenn sich auf Dauer nichts ändert, bekommt jeder Verein Liquiditätsprobleme", mahnt er.

Angesichts der Zahlen habe er zwar großes Verständnis für die Entscheidung; den Bund fordert er aber auf, die bereits gestellten Anträge zur "Coronahilfe Profisport" nachträglich verändern zu dürfen. Das Programm, welches vor allem Hallensport-Vereinen das Überleben gesichert hatte, soll zum Ende dieses Jahres auslaufen. Viel Geld ist bereits geflossen, allerdings mit anderer Kalkulation: Angenommen einer kapazitiven Auslastung von nur 25 Prozent (667 Plätze) klaffe eine 500 Zuschauer große Lücke im Budgetplan, vom Catering ganz zu schweigen. "Der Staat muss die Anträge korrigierbar machen", fordert Liebergesell. Für gestern Abend war eine Vorstandssitzung anberaumt. Auch ein zu besprechendes Problem: Im Falle der 25-Prozent-Regel gibt es mehr Dauerkarteninhaber als freie Plätze.
Betroffene Heimspiele: Füssen (28. November), Peiting (3. Dezember), Weiden (12.12).

EV Landshut
Den DEL2-Ligisten trifft die neue Verordnung am öftesten: Fünf der nächsten sechs Heimspiele fallen unter die 25-Prozent-Regel, mit Ausnahme des Spiels am Dienstagabend (19.30 Uhr) gegen Kassel. "Wir hoffen auf eine Verlängerung der Coronahilfe Profisport. Das ist eigentlich die Grundvoraussetzung für so eine Beschränkung. 25 Prozent sind ja der Anfang. Ich will gar nicht darüber nachdenken, wo das noch hinführt", sagt EVL-Geschäftsführer Ralf Hantschke.
Betroffene Heimspiele: Freiburg (26. November), Bayreuth (28.), Heilbronn (3.12), Kaufbeuren (7.12), Ravensburg (10.12).

EHF Passau Black Hawks
In der Stadt Passau liegt die Inzidenz noch unter 1000 – dennoch kamen zum Sonntagsspiel gegen Füssen nur 364 Zuschauer. So viele Fans wären auch bei 25-prozentiger Auslastung erlaubt gewesen. "Das Zuschauerinteresse ist derzeit eher gering. 2G, Maske in der Halle, einige sind in Quarantäne, andere vorsichtig", sagt der 1.Vorsitzende der Black Hawks, Christian Eder. Die Stimmung sei gedämpft, fast ein bisschen deprimiert. "Aber wir sind froh, dass wir überhaupt noch Fans begrüßen können", sagt Eder. Vorrang haben demnächst die Dauerkartenbesitzer (rund 170). Auch Sponsorentickets sind im Umlauf. Der Rest werde mit Tageskarten aufgefüllt, so Eder, der bei langfristigen Beschränkungen bzw. Geisterspielen finanzielle Einbußen befürchtet und auf politische Unterstützung hofft.
Betroffene Heimspiele: Memmingen (26. November), Riessersee (5.12), Höchstadt (10.12).

Straubing Tigers
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte die geplanten Maßnahmen gerade erst verkündet, da stoppten die Tigers schon den Verkauf von Einzeltickets. "Wir werden die verschärften Maßnahmen genau analysieren und uns gemeinsam zu einer neuen Vorgehensweise beraten", kündigt Geschäftsführerin Gaby Sennebogen an. Auch die Tigers setzten deutlich mehr Dauerkarten ab als Zuschauer ins Stadion dürften.
Betroffene Heimspiele: Augsburg (26. November), München (5. Dezember), Wolfsburg (10.12).












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