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Laufen, kratzen, eklig sein | 17.11.2021 | 10:00 Uhr

"Es gibt viel, was ich verändern will": Neuer DSC-Coach Ehrenberger gibt gleich Vollgas

von Sebastian Lippert

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Lautstarke Anweisungen: "Ich will die Mannschaft in Bewegung bringen", sagte Trainer Jiri Ehrenberger, −Foto: Roland Rappel

Lautstarke Anweisungen: "Ich will die Mannschaft in Bewegung bringen", sagte Trainer Jiri Ehrenberger, −Foto: Roland Rappel

Lautstarke Anweisungen: "Ich will die Mannschaft in Bewegung bringen", sagte Trainer Jiri Ehrenberger, −Foto: Roland Rappel


"Ich glaub’, das ist das erste Mal, dass wir alle zusammen in den Kraftraum gehen ...", sagt ein Profi des Deggendorfer SC, als sich der Spielertross am frühen Montagabend durchs Eisstadion und die Treppen hinauf zum Fitnessstudio schlängelt. Spätestens da ist klar: Mit dem neuen Trainer weht frischer Wind an der Trat. "Es gibt viel, was ich verändern will", sagt Jiri Ehrenberger.

Der 66-Jährige aus dem ehemals tschechoslowakischen Brno (Brünn) war vor genau einer Woche als Nachfolger von Chris Heid (37) vorgestellt worden. Die Trainertypen trennen fast 30 Lebensjahre – und ihre Auffassung vom Führungsstil: Ex-DEL-Profi Heid ist ein Kumpeltyp, sympathisch und smart, zurückhaltend und betont positiv in der Menschenführung. Der knorrige Ehrenberger, ein hemdsärmeliger Typ mit rauer Stimme und tiefen blauen Augen, ist ein Gegenentwurf: direkt, effizient und kein Freund flacher Hierarchien. Ob das besser zum Eishockey-Oberligisten und den vielen starken Charakteren – Deutsche Meister hier, DEL-erfahrene Cracks da – passt, wird man sehen. Sicher ist: Hätte Heid die Mannschaft hinter sich gebracht, wär’ Ehrenberger nicht da.

Es ist Montagabend, der Tscheche lernt die ihm Anvertrauten erstmals kennen. Ansprache ab 16.54 Uhr, Ende der Durchsage um 17.26 Uhr, erstes Eistraining ab Punkt 18.30 Uhr. Eine Hälfte der Spieler trägt ein weißes, die andere ein schwarzes Trikot. Normalerweise trennen vier Farben die verschiedenen Reihen, zum Start aber ist Taktik Nebensache. Es dauert eineinhalb Minuten, bis der Erste sprintet und am Ende einer Passabfolge den Torabschluss sucht. Die Übungen einer Trainingseinheit zeichnet Ehrenberger in der Kabine an, auf dem Eis wird nichts mehr erklärt. "Für ihn ist das bloß Zeitverschwendung", sagt ein DSC-Verantwortlicher und macht dabei ein Gesicht, als würde ihm das gefallen.

Im Sekundentakt geht’s so dahin. Sprint, Schuss, Sprint, Schuss, Bumm, Rumms, Bumm, Rumms. Mit dem ersten Tag deutet Ehrenberger an, wie ab sofort trainiert wird: unter Volllast. "Ich will die Mannschaft in Bewegung bringen", sagte Ehrenberger, der einen laufintensiven Stil bevorzugt, gut zwei Stunden vor Trainingsbeginn im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse. Laufen, kratzen, eklig sein: Beim kritischen Publikum im Eisstadion an der Trat wird das gut ankommen.

Im Ehrenbergerschen Block-System sind alle eins: alle vorn, alle hinten, keiner läuft allein herum und schon gar nicht planlos. "Es ist wichtig, dass jeder seine Rolle kennt", betont der Mann, der seit bald 40 Jahren drei Minuten vom Stadion entfernt wohnt und trotzdem drei Jahrzehnte lang kein Teil des Deggendorfer Eishockeys mehr war (siehe Info). Ehrenberger machte sich ab 1996 aus Deggendorf auf in eine ruhmreiche Reise durchs deutsche Eishockey. In seinem ersten DEL-Jahr als Head Coach (2006/07) wurde der Tscheche Trainer des Jahres. 2012 führte er die Landshut Cannibals zur Zweitliga-Meisterschaft, holte den DEL-Titel 2013/14 mit dem ERC Ingolstadt und im Jahr darauf die Vizemeisterschaft.

den ganzen Text lesen Sie in der Printausgabe (Online-Kiosk).












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