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19.11.2020  |  09:40 Uhr

Bei Comeback von Nationalspieler Wiederer: DSC verliert in Overtime – Riesen Schiri-Ärger

von Sebastian Lippert

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Manuel Wiederer gab sein Comeback für den Deggendorfer SC.

Manuel Wiederer gab sein Comeback für den Deggendorfer SC. | Roland Rappel

Manuel Wiederer gab sein Comeback für den Deggendorfer SC. - Roland Rappel


Drittes Spiel, zweite Niederlage: Der Deggendorfer SC unterlag am Mittwochabend den Selber Wölfen nach Verlängerung mit 4:5. Der Siegtreffer der Gäste wurde dabei von enormen Protesten des DSC begleitet, der Ärger über den Schiedsrichter ist riesig. Manuel Wiederer gab sein Comeback für seinen Ausbildungsverein, den er 2013 verlassen hatte. Vorab: Der deutsche Nationalspieler hat - das konnte man zwar hoffen, aber nicht verlangen - dem DSC-Spiel seinen Stempel noch nicht aufgedrückt, zeigte aber in Ansätzen seine Klasse.

Deggendorf kommt aus einer einwöchigen Pause nach der Absage des Duells mit Passau, Selb mit dem Rückenwind eines 4:2-Derbysiegs gegen Weiden. Nicht dabei sein können beim DSC Thomas Greilinger, Sascha Maul und Tadas Kumeliauskas. Dennoch gibt's schon vor dem Bully ein bisschen was zu feiern: Der Eismeister hat Geburtstag, René Röthke wurde von den Fans zum Spieler des Monats Oktober gewählt und, natürlich, das Comeback von US-Export Wiederer.


Lesen Sie dazu auch:Wechsel-Knaller: Deggendorfer SC holt Manuel Wiederer aus Amerika zurück


Wer glaubte, dass der DSC nach der Auszeit Zeit brauchen würde um warmzulaufen, der lag richtig und falsch zugleich. Richtig, weil Nicholas Miglio nach nur einer Minute und 20 Sekunden einen Abpraller zum 1:0 für die Gäste nutzt. Falsch, weil der Deggendorfer SC umgehend mit beeindruckender Power, guter Offensivbewegung und viel Laufarbeit zurückkommt. Erst spielt Verteidiger Marcel Pfänder einen genialen Diagonalpass durchs Angriffsdrittel und findet in Sergej Janzen einen dankbaren Abnehmer - nur 24 Sekunden nach dem 0:1 steht es 1:1. Wieder nur eine halbe Minute später (31 Sekunden) legt Chase Schaber nach, als er antritt und die Scheibe rechts versenkt zum 2:1. Nach Doppelpass mit Sergej Janzen trifft Erik Gollenbeck mit etwas Dusel zum 3:1 (4.). Drei der ersten vier Chancen sitzen und die Oberfranken wissen nicht, wie ihnen geschieht. Selbs Coach Herbert Hohenberger reagiert und nimmt den glücklosen Goalie Michel Weidekamp nach nur 4:30 Minuten vom Eis, Florian Mnich kommt in den Kasten – und lässt bis Ende des ersten Drittels nichts mehr zu.

Kaum fängt das zweite Drittel an, dasselbe Bild wie zum Start: Selb, Miglio, Tor. Der Stürmer schließt einen Überfallkonter durch die Mitte – heute die DSC-Schwachstelle – eiskalt ab (23.). Aber auch das bleibt gleich: Die Deggendorfer warten nicht lange, ehe sie zurückschlagen. Auf Assist von Andrew Schembri stellt René Röthke wieder den 2-Tore-Abstand her (24.), der nicht lange Bestand hat. Felix Linden zieht von der blauen Linie ab, der Schuss ist für DSC-Goalie und Ex-Wolf Niklas Deske zu spät zu sehen (25.). In der Folge wird der DSC zunehmend dominant, schnürt fünf Selber teils über Minuten im Angriffsdrittel ein, schießt aber kaum aufs Tor. So kommt es, wie es eben kommt: Selb sticht: wieder langer Pass, wieder durch die Mitte, wieder schneller Konter, wieder Tor; diesmal durch Jan Hammerbauer (39.).

Das 4:4 hat auch über das gesamte letzte Drittel Bestand, sodass die Partie in die Overtime geht. Beim Drei-gegen-Drei fällt kein Tor, weil die Goalies Deske und Mnich ganz einfach einen tollen Job machen.

Einen guten Job gemacht hat auch Hauptschiedsrichter Florian Feistl. Allerdings nicht über die gesamte Spielzeit, und das war am Ende spielentscheidend: Ein Selber Spieler fährt offensichtlich in Niklas Deske, der Goalie gleitet daraufhin natürlich weit aus seinem Tor. Marius Möchel nutzt den unfairen Vorteil, umkurvt das Tor von hinten und schießt gegen den machtlosen Deske ein (65.). Sofort werden Proteste laut, Schimpfwörter prasseln ein auf das Unparteiischen-Gespann. Deske rauscht heran, schlägt mehrfach mit dem Schläger aufs Eis und fordert Hauptschiedsrichter Feistl auf, den Treffer zurückzunehmen. Auch andere Spieler des DSC kommen hinzu. Feistl weigert sich, und der DSC verliert auf ganz merkwürdige Art und Weise. Dieses Spiel dürfte in eine zweite Overtime gehen – abseits vom Eis.

Gute Nachrichten gibt es dagegen vom DSC-Ligakonkurrenten, den Passau Black Hawks. Nach PNP-Informationen sind die Corona-Tests allesamt negativ ausgefallen. Dem Heimspiel am Freitag (20 Uhr) gegen Selb steht demnach nichts entgegen.












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