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Einstufung entscheidet über Spielbetrieb | 30.10.2020 | 06:00 Uhr

Profis oder nicht? Eine Woche vor Saisonstart hängt die Eishockey-Oberliga noch immer in der Luft

von Alexander Augustin

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An dieses Bild werden sich Eishockey-Vereine gewöhnen müssen: Nach dem beschlossenen "Lockdown light" dürfen die Eishockey-Oberligisten (hier der Deggendorfer SC) wahrscheinlich weiterspielen. Eine offizielle Einstufung als Profiliga steht aber noch aus. −Foto: Roland Rappel

An dieses Bild werden sich Eishockey-Vereine gewöhnen müssen: Nach dem beschlossenen "Lockdown light" dürfen die Eishockey-Oberligisten (hier der Deggendorfer SC) wahrscheinlich weiterspielen. Eine offizielle Einstufung als Profiliga steht aber noch aus. −Foto: Roland Rappel

An dieses Bild werden sich Eishockey-Vereine gewöhnen müssen: Nach dem beschlossenen "Lockdown light" dürfen die Eishockey-Oberligisten (hier der Deggendorfer SC) wahrscheinlich weiterspielen. Eine offizielle Einstufung als Profiliga steht aber noch aus. −Foto: Roland Rappel


Darf sie starten oder nicht, die Eishockey-Oberliga? Das weiß derzeit nicht einmal der Deutsche Eishockey-Bund (DEB). Eigentlich war klar: Die dritthöchste Liga fällt unter die Kategorie Profisport, ist damit vom "Lockdown light" in ihrem Spielbetrieb nicht beeinflusst und darf vor leeren Rängen spielen. Schriftlich fixiert ist das allerdings noch nicht, wie DEB-Pressesprecher Ruben Stark auf Anfrage der Heimatzeitung bestätigt.

"Wir halten am Saisonstart am 6. November fest und gehen davon aus, dass wir als Profiliga eingestuft werden, aber es fehlt eben die formelle Bestätigung." Um einen reibungslosen Start in die Saison zu gewährleisten, sei eine Rückmeldung aus der Politik noch vor dem Wochenende wünschenswert, betonte Stark. Immerhin: Die Beteiligung am staatlichen Fördertopf wurde den Oberliga-Klubs schon vor Wochen zugesichert. Finanziell wäre der Saisonstart also gesichert.

Beim Deggendorfer SC, der als einer der Favoriten in die Saison gehen dürfte, blickt man deshalb optimistisch in die Zukunft – und geht auch davon aus, dass der Saisonstart nicht gefährdet ist: "Wir sind in erster Linie erleichtert und dankbar, dass wir spielen dürfen", sagte Geschäftsstellenleiter Stefan Liebergesell nach der Entscheidung des Ministerrates. Klar, das Eishockey lebe auch von der Dynamik, die durch die Fans entstehe, aber man akzeptiere die Lage. Der Spielbetrieb an der Trat sei für die nahe Zukunft auch bei Geisterspielen gesichert.

Jeder Oberligist erhält durch die Beteiligung am staatlichen Fördertopf für Profivereine 80 Prozent seiner ausgefallenen Zuschauereinnahmen ersetzt – wenn der Spielbetrieb startet. Dann werden rückwirkend bis April die Umsätze der Vorjahresmonate angesetzt. Der DSC profitiert dabei davon, dass die Saison 2018/19 – Deggendorf stieg an deren Ende aus der DEL2 ab – sehr lang war. "Wir hatten damals im April noch die Playdown-Spiele gegen Freiburg, entsprechend war das Zuschaueraufkommen auch hoch." Das spielt dem DSC bei der Förderung nun in die Karten und bringt ihn in eine etwas komfortablere Lage als andere Klubs.

Vorfreude trotz Geisterspielen

Für die Planung sei es ihm sogar lieber, sagt Liebergesell, dass gar keine Zuschauer zugelassen sind, als 100 oder 200: "Wir haben rund 800 Dauerkarten verkauft. Da blieben so viele Fans auf der Strecke, das wäre unfair." Dennoch ist er davon überzeugt: "Mit unserem Hygienekonzept hätten wir ohne Probleme 1000 Zuschauer zulassen können." Aber auch ohne Stimmung von den Rängen sei die Vorfreude da auf die Oberliga-Saison – wenn sie denn startet. Der DSC hätte am ersten Spieltag frei und würde am Sonntag, 8. November, mit einem Heimspiel gegen die Blue Devils Weiden ins Geschehen einsteigen.

Zwei Tage früher würde es für die Passau Black Hawks losgehen. Der Bayernliga-Aufsteiger wäre zum Auftakt beim SC Riessersee zu Gast. "Es hat sich jetzt auf jeden Fall schon ausgezahlt, dass wir den Schritt in die Oberliga gewagt haben", sagt der Sportliche Leiter Christian Zessack. Während die Klassen ab der Bayernliga abwärts ihren Betrieb nach dem Wochenende vorerst einstellen müssen, darf die Oberliga zumindest darauf hoffen, spielen zu dürfen.

In Passau war lange unklar, ob die Black Hawks überhaupt antreten würden. Ohne gesicherte Einnahmen für 860 Zuschauer (etwa der Schnitt der vergangenen Saison) wolle man nicht antreten, hieß es wiederholt. Durch die Beteiligung am Fördertopf haben sich die Aussichten gebessert. "Wir würden auf jeden Fall spielen, wenn es losgeht", sagt Zessack heute. Der Verband habe eine gute Lösung gefunden, auch in Sachen Vermarktung. Über Sprade TV können Eishockey-Fans die Oberliga-Spiele für einen kleinen Betrag im Livestream verfolgen. Die Vereine werden an den Einnahmen beteiligt.

Die sportlichen Zielsetzungen dürften in Passau und Deggendorf indes durchaus unterschiedlich sein. Während die Black Hawks in der Liga ankommen wollen, wird der DSC von Mitkonkurrenten als einer der Favoriten auf den Aufstieg gesehen. Sind die Kräfteverhältnisse zwischen den beiden niederbayerischen Teams in der Oberliga also schon geklärt? Den ersten Hinweis darauf gibt‘s am Freitagabend um 20 Uhr: Der DSC empfängt die Black Hawks zum Testspiel. Die Passauer testen am Sonntag noch gegen die Blue Devils Weiden, für die Deggendorfer ist das Spiel bereits die Generalprobe – für einen Saisonstart, der noch gar nicht gesichert ist.












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