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PNP-Interview zur Lage in der DEL | 28.09.2020 | 06:00 Uhr

Tigers-Chefin Sennebogen: "Wirtschaftlichkeit steht über allem" – Minimum 40 Prozent der Fans nötig

von Michael Duschl

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Seit 2008 Geschäftsführerin der Straubing Tigers: Gaby Sennebogen will kein finanzielles Risiko eingehen. "Da muss der Sport hinten anstehen", betont die 59-Jährige. −Foto: Harald Schindler

Seit 2008 Geschäftsführerin der Straubing Tigers: Gaby Sennebogen will kein finanzielles Risiko eingehen. "Da muss der Sport hinten anstehen", betont die 59-Jährige. −Foto: Harald Schindler

Seit 2008 Geschäftsführerin der Straubing Tigers: Gaby Sennebogen will kein finanzielles Risiko eingehen. "Da muss der Sport hinten anstehen", betont die 59-Jährige. −Foto: Harald Schindler


Eine Herzensangelegenheit sind für die Gaby Sennebogen (59) die Straubing Tigers. Darum wird die Geschäftsführerin des niederbayerischen DEL-Klubs auch keine finanziell riskante Saison 20/21 in der höchsten deutschen Eishockey-Liga mitmachen. Im Interview mit der PNP erklärt die 59-Jährige, unter welchen Voraussetzungen während der Pandemie eine "Eiszeit" am Pulverturm realistisch – und zu stemmen ist.

Wie hoch in Prozent ist die Chance, dass es heuer noch DEL-Hockey zu sehen gibt?
Sennebogen: Das will ich nicht abschätzen, weil ich meine Kollegen nicht in die Pfanne hauen will. Wir sind 14 Klubs und versuchen irgendwie, eine gemeinsame Lösung zu finden. Einige wollen spielen, egal wie. Die Mehrzahl ist anderer Meinung. Wir können unter den aktuellen Umständen gar nichts planen und deshalb wäre es kaufmännisch nicht vertretbar, in eine Saison zu gehen. Wir müssen mit dem worst case planen und würden sehenden Auges unsere Gesellschaft an die Wand fahren.

Nach aktuellem Stand wäre eine Stadionauslastung von 20 Prozent, sprich 1150 Zuschauer am Pulverturm, aus politischer Sicht erlaubt. Sie haben gesagt, diese Zahl ist "nicht darstellbar".
Sennebogen: Diese Zahl ist sowohl finanziell als auch praktisch nicht darstellbar. Pirmin Ostermeier (Assistent der Geschäftsleitung, Anm.d.Red.) hat sich viele Stunden Arbeit gemacht und Pläne ausgearbeitet: Mit der Vorgabe, dass jeder Zuschauer eineinhalb Meter Abstand nach links, rechts, oben und unten hat, bringen wir nicht mal 20 Prozent ins Stadion.

Wie viele Zuschauer bräuchten Sie denn mindestens, um eine Saison spielen zu können?
Sennebogen:
40 bis 45 Prozent. Dann wären auch unsere Dauerkartenbesitzer untergebracht. Dazu bräuchten wir aber die Zahlung aus dem Konjunkturpaket Profisport. Da hat sich allerdings rausgestellt, dass der Großteil der DEL-Klubs die Kriterien, die erst vor ein paar Tagen öffentlich wurden, nicht erfüllt. Wir würden wohl gar nichts bekommen.

Am Dienstag gab es ein Treffen mit Fanclubvertretern. Wie war die Stimmung?
Sennebogen: Es waren 100 Vertreter dabei. Der Termin war schon länger geplant. Es hat perfekt gepasst, einen Tag nach der Gesellschaftersitzung konnten wir den aktuellsten Stand berichten. Die Leute waren unglaublich vernünftig. Ich habe versucht, klarzumachen, dass die Wirtschaftlichkeit über allem anderen steht. Der Sport muss hinten anstehen, erst muss es wirtschaftlich passen, ansonsten spielen wir nur mehr diese Saison und dann keine mehr. Und das will keiner.

In den sozialen Kanälen des Vereins sieht man die Mannschaft trainieren. Eine gezielte Vorbereitung dürfte aber noch keinen Sinn machen, oder?
Sennebogen: Die Spieler halten sich im Prinzip fit. Solange wir keinen definitiven Starttermin vor Augen haben, macht eine Vollgas-Vorbereitung keinen Sinn. Die Spieler sind jeden Tag eine Stunde auf dem Eis und zu 85 Prozent in Kurzarbeit. 100 Prozent Kurzarbeit, wie es andere Klubs praktizieren, wollen wir nicht, damit die Spieler auch in dieser Zeit versichert sind.

Stichwort Personalplanungen. Mindestens einen weiteren Torwart brauchen die Tigers noch. Laufen im Moment überhaupt Gespräche?
Sennebogen: Solange wir nicht wissen, was passiert, werden wir keine Spieler verpflichten.

Frau Sennebogen, zum Abschluss eine rein sportliche Frage. Was würden Sie sich für die neue Saison wünschen?
Sennebogen: Wir haben uns gemüht, unsere erfolgreiche Mannschaft aus dem letzten Jahr in Straubing zu behalten und das ist uns im Großen und Ganzen gelungen. Mit den vier Neuen haben wir uns auf keinen Fall verschlechtert und darum glaube ich: Wir hätten die beste Mannschaft, die wir je hatten.

Das komplette Interview lesen Sie am Samstag, 26. September, im Sportteil der PNP (Online-Kiosk) – oder hier als registrierter Abonnent.












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