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Deggendorfer macht Schluss mit Eishockey | 22.07.2020 | 07:00 Uhr

Christoph Gawlik (32) beendet Karriere: "Wir haben hart trainiert und hart gefeiert"

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Ein Bild für die Eishockey-Geschichtsbücher: Stürmer Christoph Gawlik (rechts) herzt Torwart Timo Pielmeier nach dem gewonnenen Finale um die Deutsche Meisterschaft. Die beiden stammen aus der Talentschmiede des DSC. −Foto: dpa

Ein Bild für die Eishockey-Geschichtsbücher: Stürmer Christoph Gawlik (rechts) herzt Torwart Timo Pielmeier nach dem gewonnenen Finale um die Deutsche Meisterschaft. Die beiden stammen aus der Talentschmiede des DSC. −Foto: dpa

Ein Bild für die Eishockey-Geschichtsbücher: Stürmer Christoph Gawlik (rechts) herzt Torwart Timo Pielmeier nach dem gewonnenen Finale um die Deutsche Meisterschaft. Die beiden stammen aus der Talentschmiede des DSC. −Foto: dpa


Christoph Gawlik (32) macht Schluss. Der langjährige Eishockey-Profi aus Deggendorf beendet kurz vor seinem 33. Geburtstag seine Eishockey-Karriere

Gawlik absolvierte für die Adler Mannheim, Eisbären Berlin, Frankfurt Lions, den ERC Ingolstadt, die Düsseldorfer EG und Krefeld Pinguine insgesamt 567 Spiele in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Mit den Eisbären wurde er 2005, 2006 und 2008 Deutscher Meister, 2014 mit den Panthern. 2017 feierte er zudem den Zweitliga-Titel mit den Löwen Frankfurt. Die Karriere ließ Gawlik zuletzt in Deggendorf und Passau ausklingen.

Zuletzt lief Christoph Gawlik für die Passau Black Hawks auf. −Foto: Fischer/stock4press

Zuletzt lief Christoph Gawlik für die Passau Black Hawks auf. −Foto: Fischer/stock4press

Zuletzt lief Christoph Gawlik für die Passau Black Hawks auf. −Foto: Fischer/stock4press


Christoph Gawlik, Sie haben Ihre Karriere nach mehr als 15 Jahren in den Eishallen der Republik beendet. Was hat Sie nun zu dieser Entscheidung bewogen?
Christoph Gawlik: Jahrelang war beim Eishockey mein Körper mein Kapital. Nur, wenn dieser Teil von mir aufgrund von Verletzungen nicht mehr so funktioniert, wie es der Profisport fordert, dann macht es für mich keinen Sinn, auf Biegen und Brechen weiterzumachen. Weil ich immer 100 Prozent gebe, es aber beim Sport körperlich nicht mehr konnte, habe ich mich dafür entschieden, nun 100 Prozent mit meinem Kopf zu geben. Der funktioniert nämlich noch ganz gut (lacht). Deswegen habe ich entschieden, das Angebot der Allianz anzunehmen und dort meine Selbstständigkeit aufgebaut.

Warum haben Sie den Beruf des Versicherungskaufmanns gewählt? Hatten Sie keine Lust, im Eishockeygeschäft zu bleiben – als Trainer oder Sportdirektor?
Gawlik: Ich bin mit meiner Heimat sehr verwurzelt, denn hier lebt auch mein Sohn. Als Versicherungskaufmann habe ich ein beständigeres Berufsleben als als Trainer oder Sportdirektor. Klar hatte ich auch mit diesem Gedanken gespielt und während meiner Karriere Sportmanagement studiert. Aber meine Entscheidung fiel zugunsten meiner Familie und Heimat aus. So kann ich mich mit den Menschen aus meiner Region austauschen, der persönliche Kontakt ist mir nämlich sehr wichtig.

Sie sind gemeinsam mit Marcel Goc und Marco Sturm einer der jüngsten Debütanten der DEL-Geschichte. Das war in der Saison 2003/04 für die Adler Mannheim – da war Gerhard Schröder noch Bundeskanzler. Welche Erinnerungen haben Sie daran?
Gawlik: Jetzt fühle ich mich alt (lacht). 2003, da war ich 16 Jahre alt. Generell ein aufregendes Alter für einen jungen Mann. Als Profisportler waren das wirklich mit die schönsten Momente in meinem Leben. Wenn man in jungen Jahren ein Ziel erreicht – und der Sprung in die DEL war für mich so ein Ziel – dann fühlt sich das so an, als wenn ein Traum in Erfüllung geht. Wohlwissend, welche Verantwortung das auch mit sich bringt.

2005 und 2006 gewannen Sie schon Ihre ersten Meisterschaften mit den Eisbären Berlin. Bestand mal die Gefahr abzuheben?
Gawlik: Mir ist ein fester Boden unter den Füßen schon lieber (lacht). Ich glaube, das habe ich einfach so von meinen Eltern übernommen. Bei uns war es schon immer so, dass man hart für etwas arbeiten musste, so wurde ich erzogen. Klar hat sich meine Familie für mich gefreut, mich unterstützt und mit mir gefeiert, wofür ich sehr dankbar bin. Aber mein Beruf war nicht das Hauptthema unserer Gespräche am Essenstisch, und das ist denke ich auch gut so.

Gibt es ein kurioses Erlebnis aus dem Eishockey, das Sie jetzt endlich erzählen können?
Gawlik: (schmunzelt) Man kommt schon viel rum und sieht viele Sachen. Im Endeffekt haben wir hart trainiert und ab und zu auch hart gefeiert.

Würden Sie aus heutiger Sicht irgendeine Entscheidung anders treffen? Oder alles genauso machen?
Gawlik: Ich bin für jede Entscheidung in meinem Leben dankbar, denn diese haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Ich sehe Ereignisse gerne als Lernerfahrung an. Ein kluger Mann hat einmal gesagt: Ich blicke lieber in die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben. So ähnlich sehe ich das auch.

Worauf freuen Sie sich am meisten in der Zeit ohne Eishockey?
Gawlik: Auf leckeres Essen ohne schlechtes Gewissen (lacht und klopft sich auf den Bauch).

Das Gespräch führte Alexander Petri. Das ganze Interview lesen im Sportteil der PNP (Online-Kiosk) – oder hier bei PNP Plus.












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