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Derbysieg gegen Nürnberg | 21.02.2020 | 21:49 Uhr

Party am Pulverturm: Champions League zum Greifen nah für Straubing Tigers

von Michael Duschl

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Tigers-Torjubel am Pulverturm (von links): Maximilian Gläßl, Marcel Brandt, der Torschütze zum 1:0, Felix Schütz, Tim Brunnhuber. −Foto: Schindler

Tigers-Torjubel am Pulverturm (von links): Maximilian Gläßl, Marcel Brandt, der Torschütze zum 1:0, Felix Schütz, Tim Brunnhuber. −Foto: Schindler

Tigers-Torjubel am Pulverturm (von links): Maximilian Gläßl, Marcel Brandt, der Torschütze zum 1:0, Felix Schütz, Tim Brunnhuber. −Foto: Schindler


Nägel mit Köpfen haben die Straubing Tigers am Freitagabend mit ihrem Heimsieg gegen die Nürnberg Ice Tigers gemacht. Durch den 2:1-Erfolg (1:0, 1:0, 0:1) vor 5112 Zuschauern sicherte sich das Überraschungsteam in der Deutschen Eishockey-Liga endgültig und vorzeitig das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale (ab 17. März) und bewegt sich zudem auf einen Champions League-Startplatz zu. Der Meister und die besten drei Mannschaften der Hauptrunde qualifizieren sich fürs internationale Geschäft.

Durch die gleichzeitige Niederlage der Adler Mannheim gegen die Düsseldorfer EG (2:6) klettern die Straubinger sogar wieder am amtierenden deutschen Meister vorbei auf Platz 2 der DEL.

Gegen den Tabellenneunten Nürnberg zeigte die Mannschaft von Trainer Tom Pokel, dass es auch weniger dramatisch als zuletzt beim Last-Second-Sieg gegen Ingolstadt (7:6) geht. Die Fans bekamen zwar nicht das gewohnte Offensivfeuerwerk zu sehen, dafür durften sie eine über weite Strecken sehr konzentrierte Defensivleistung feiern. Offensiv reichten die wenigen glanzvollen Momente: Ein präziser Rückhandschuss des Dingolfingers Marcel Brandt (7./ 100. Heimtor der Saison) und ein klasse Pass von Stephan Daschner auf Torschütze Chasen Balisy zum 2:0 (36./ Vereinsrekord 162. Hauptrundentor). Den Gästen gelang in einem fairen Duell (insgesamt acht Strafminuten) lediglich der Anschlusstreffer durch Jack Skille (51.).

Fans fordern und feiern Coach Tom Pokel

Standing Ovations gab es nach dem 47. Saisonspiel für Tigers-Trainer Tom Pokel, der von den Fans im Eisstadion am Pulverturm lautstark gefordert wurde und mit Co-Trainer Rob Leask (48) nochmal aus der Kabine aufs Eis kam und sich zur Laola mit den Anhängern "zwingen" ließ. Hinterher stellte der 52-Jährige fest: "Das war eine solide Teamleistung, man sieht den Willen der Mannschaft und darauf sind wir sehr stolz. Mit dem ersten Drittel war ich sehr zufrieden, danach waren wir etwas fahrlässig, Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns, die Saison ist noch nicht zu Ende. Gemeinsam mit den Fans sind wir sehr stark", kommentierte Pokel.

Video der Pressekonferenz

Im ersten, strafminutenfreien Drittel schossen die Nürnberger im Derby am Freitagabend öfter aufs gegnerische Tor als die Gastgeber. Aber die heimischen Tigers, die nicht mit letzter Konsequenz agierten, hatten mit Goalie Jeffrey Zatkoff einen sicheren Rückhalt, der alle zehn Torschüsse souverän parierte. In die erste Drangphase des Spiels der Straubinger holte Marcel Brandt zum sehenswerten Schuss aus, den Torwart Niklas Treutle nicht entscheidend ablenken konnte – 1:0 (7.). Die Anhänger der Straubing Tigers konnten im drittletzten Heimspiel der Hauptrunde früh das 100. Heimtor der Saison bejubeln.

Nach Videobeweis: 2:0 zurückgenommen

Der Mittelabschnitt war so ausgeglichen wie die ersten 20 Minuten. Das ein oder andere Mal kullerte der Puck gefährlich rund um das Tor von Tigers-Keeper Zatkoff, doch in Summe hatte die Pokel-Truppe den Tabellenneunten im Griff. Ohne Probleme überstand Straubing die erste Zwei-Minuten-Strafe des Spiels (24.). Offensiv hielten sich die Gastgeber aber ebenfalls zurück. Darum fiel das vermeintliche 2:0 aus dem Nichts: Kael Mouillerat brachte die Scheibe auf das Tor und die Tigers jubelten, als Goalie Treutle sie nicht festhalten konnte. Doch nach Videobeweis wurde der Treffer kassiert (32.). Vier Minuten später dann das tatsächliche 2:0. Herrlich vorbereitet von Stephan Daschner, der den Puck auf Torschütze Chasen Balisy durchsteckte; der 28-Jährige fälschte ab und diesmal war Treutle machtlos (36.).

Im Schlussdrittel musste Torwart Zatkoff nach einem unnötigen Scheibenverlust von Brandt dann doch einen präzisen Schuss von Jack Skille zum 2:1 passieren lassen (51.). Doch wirklich in Gefahr geriet der 32. Saisonsieg der Straubing Tigers in den Schlussminuten nicht mehr. Am Sonntag sind die Tigers nun bei den Krefeld Pinguins zu Gast (Bully 16.30 Uhr). Dort wollen die Tigers die ersten drei von maximal noch elf benötigten Punkten für den endgültigen Schritt nach Europa und in die Champions League abholen.


Warum die Teilnahme der Straubing Tigers an der Champions Hockey League sehr, sehr wahrscheinlich, aber noch nicht zu 100 Prozent perfekt ist: Erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs dürfen nächste Saison (2020/2021) vier deutsche DEL-Teams an der CHL teilnehmen. Der Deutsche Meister und die besten drei Hauptrundenteams. Sollte der spätere Titelgewinner einer der besten drei Hauptrundenteams sein, erhält auch der Tabellenvierte ein Startrecht für die Champions League.













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