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Vilshofen siegt dank später Tore | 19.01.2020 | 21:27 Uhr

Stille Nacht, komische Nacht: Fanklubs boykottieren Derby zwischen Crocodiles und Wölfen

von Sebastian Lippert

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Keine Banner, kein Gesang: Dem sportlich spannenden Derby zwischen Waldkirchen (in gelb) und Vilshofen fehlte das Knistern in der Eissporthalle. Die Fanklubs beider Vereine waren dem Spiel ferngeblieben. −Fotos: Sven Kaiser / Rainer Schüll

Keine Banner, kein Gesang: Dem sportlich spannenden Derby zwischen Waldkirchen (in gelb) und Vilshofen fehlte das Knistern in der Eissporthalle. Die Fanklubs beider Vereine waren dem Spiel ferngeblieben. −Fotos: Sven Kaiser / Rainer Schüll

Keine Banner, kein Gesang: Dem sportlich spannenden Derby zwischen Waldkirchen (in gelb) und Vilshofen fehlte das Knistern in der Eissporthalle. Die Fanklubs beider Vereine waren dem Spiel ferngeblieben. −Fotos: Sven Kaiser / Rainer Schüll


Der ESV Waldkirchen steuert weiter auf den Klassenerhalt in der Eishockey-Landesliga zu. Weil die Mannschaft von Trainer Roman Kondelik bereits am Freitagabend in Freising überzeugend gewann (9:3), wirkt sich die Niederlage vom Sonntagabend gegen Vilshofen (5:7) im Ranking der Abstiegsrunde nicht allzu sehr aus. Wehmütiger registrierten die anwesenden Fans die Tatsache, dass die Stimmung dem Eishockey-Kracher nicht ganz gerecht geworden war.

Immerhin war es das Duell Erster gegen Zweiter im Klassement der Abstiegsrunde, gewürzt mit der Vorgeschichte des Konflikts vor einem Monat und regionaler Rivalität: Das Heim-Derby der Karoli-Crocodiles gegen den ESC Vilshofem am Sonntag war von den Eishockey-Fans sehnsüchtig erwartet worden. Es geriet zum Stimmungs-Flop, während ein Jugendspiel zum großen Hit wurde.

Ja, sie staunten nicht schlecht, die Young Crocodiles – und freuten sich narrisch. Denn eigentlich war die U11-Mannschaft des ESV Waldkirchen ja bloß die Vorband für die große Eishockey-Derby-Show am Abend zwischen ausgewachsenen Krokodilen und Vilshofener Wölfen. Das Drumherum beim Nachwuchs entsprach dann aber deutlich eher einem Derby als das vergleichsweise mucksmäuschenstille Spiel der Landesliga-Abstiegsrunde: Die Fanclubs aus Vilshofen und Waldkirchen ("Viva los Crocos") hatten sich nämlich verbandelt und die Jugend kräftig angefeuert, während sie dem echten Derby am Abend gemeinsam fernblieben.

Zum Haareraufen war der Auftritt der Karoli-Crocodiles eigentlich nicht. Dennoch war Petr Zich enttäuscht. Der Verteidiger hatte Waldkirchen mit seinem Tor zum 4:4 zwischenzeitlich zurück ins Spiel gebracht.

Zum Haareraufen war der Auftritt der Karoli-Crocodiles eigentlich nicht. Dennoch war Petr Zich enttäuscht. Der Verteidiger hatte Waldkirchen mit seinem Tor zum 4:4 zwischenzeitlich zurück ins Spiel gebracht.

Zum Haareraufen war der Auftritt der Karoli-Crocodiles eigentlich nicht. Dennoch war Petr Zich enttäuscht. Der Verteidiger hatte Waldkirchen mit seinem Tor zum 4:4 zwischenzeitlich zurück ins Spiel gebracht.


Dem ESV Waldkirchen waren verschiedene Auflagen gemacht worden, nachdem die Fan-Gruppierungen beim letzten Duell in Vilshofen aneinandergeraten waren. Die Polizei sprach in einer Mitteilung davon, eine "Massenschlägerei" verhindert zu haben. Daher die Auflagen. Die kosten Geld, offenbar war das nicht gleich machbar. Aus Rücksicht auf die Vereine solidarisierten sich dann die ausgerechnet jene Fans, die sich sonst nicht riechen können: Vilshofner würden nicht nach Waldkirchen kommen und umgekehrt. So war es zuerst ausgemacht, ehe dann ein Komplett-Boykott draus wurde. Dadurch war am Sonntag überproportional viel Polizeipräsenz zu sehen.

Zweimal wieder auf die Beine gekommen sind Jakob Sattler (Mitte) und seine Teamkollegen vom ESV Waldkirchen nach zwei Rückständen gegen Vilshofen. Ein drittes Mal war ihnen dieses Kunststück aber nicht möglich.

Zweimal wieder auf die Beine gekommen sind Jakob Sattler (Mitte) und seine Teamkollegen vom ESV Waldkirchen nach zwei Rückständen gegen Vilshofen. Ein drittes Mal war ihnen dieses Kunststück aber nicht möglich.

Zweimal wieder auf die Beine gekommen sind Jakob Sattler (Mitte) und seine Teamkollegen vom ESV Waldkirchen nach zwei Rückständen gegen Vilshofen. Ein drittes Mal war ihnen dieses Kunststück aber nicht möglich.


Obwohl die eingefleischtesten Fans dem Spiel fernblieben, waren am Sonntag 300 Zuschauer vor Ort und sahen eine spannende, aber eben stimmungsarme Partie. Vladimir Skoda schoss den ESV Mitte des ersten Drittels in Führung (11.), ehe Dominik Retzer das Spiel mit drei Treffern in Folge zugunsten der Gäste drehte (16., 19., 26.). Die Waldkirchner waren in dieser Phase nicht viel schlechter, scheiterten aber immer wieder am guten Vilshofener Torhüter Alexander Krenn.

Petr Zich (44.) brachte die Crocodiles auf 2:3 heran, Gegenspieler Andreas Toth stellte den Zwei-Tore-Abstand aber schnell wieder her (46.). Die Heimmannschaft ließ aber nicht ab und stellte auf 4:4 – Niklas Mayerhauser (48.) und Jan Bojer (50.) trafen. Nach einer Disziplinarstrafe gegen Mario Pichler gingen die Gäste erneut in Führung (Maxi Artmann, 53.) und gaben diese bis zum Schluss nich mehr her. Matthias Zollinger erhöhte zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene auf 6:4 für Vilshofen, Vladimir Skoda brachte Waldkirchen nochmals ran (59.). Mit dem 7:5 für die Wölfe machte Joachim Neupert 34 Sekunden vor Schluss endgültig den Deckel drauf, die Crocodiles waren gezähmt.

Mehr dazu lesen Sie in der Montagsausgabe Ihrer Passauer Neuen Presse, Heimatsport Freyung.













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