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14.01.2020 | 08:00 Uhr

Defizite bei Kleinigkeiten: Beim Deggendorfer SC greifen noch immer nicht alle Rädchen ineinander

von Roland Rappel

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Alle Hände voll zu tun: Beim Derby zwischen dem Deggendorfer SC und den Eisbären aus Regensburg ging’s im Eisstadion an der Trat hoch her – das Spiel war beste Werbung fürs Eishockey. −Foto: Roland Rappel

Alle Hände voll zu tun: Beim Derby zwischen dem Deggendorfer SC und den Eisbären aus Regensburg ging’s im Eisstadion an der Trat hoch her – das Spiel war beste Werbung fürs Eishockey. −Foto: Roland Rappel

Alle Hände voll zu tun: Beim Derby zwischen dem Deggendorfer SC und den Eisbären aus Regensburg ging’s im Eisstadion an der Trat hoch her – das Spiel war beste Werbung fürs Eishockey. −Foto: Roland Rappel


Fast hätte man sagen können: Der Deggendorfer SC ist zurück in der Erfolgsspur. Doch dann kam die 31. Minute in Memmingen, die Allison-Truppe kassiert einen Doppelschlag und bringt sich nach einer bis dato überzeugenden Leistung plötzlich in Rückstand, statt vorher eine der zahlreichen Chancen zu nutzen und die Führung auszubauen.

Der Unterschied war in diesem Spitzenspiel unter anderem auf der Torhüter-Position auszumachen. Henning Schroth, der zuletzt stark gegen Rosenheim und Regensburg gehalten hatte, sah bei dem ein oder anderen Gegentor, unter anderem dem 3:3-Ausgleich oder dem Treffer zum 5:3 unglücklich aus, während Memmingens Jochen Vollmer sein Team in der Deggendorfer Druckphase im zweiten Abschnitt im Spiel hielt.

Freilich: In so einem Spiel kommen immer mehrere Faktoren zusammen, man darf die Niederlage keinesfalls nur mit der Leistung des Torhüters begründen. Chancen waren für den DSC genug vorhanden, um das Spiel zu gewinnen, insbesondere die erste Reihe um Thomas Greilinger, Kyle Osterberg und Curtis Leinweber war kaum zu stoppen. Oft werden solche Spitzenspiele durch Kleinigkeiten entschieden, ganz besonders in den Playoffs. Und genau das war am Sonntag der Fall, denn auch die Memminger waren keineswegs fehlerfrei.

Denkt man an den vergangenen Dienstag zurück, waren es eben Kleinigkeiten, die dem DSC den Sieg gegen die keinesfalls schlechteren Starbulls Rosenheim ermöglicht haben. Auch gegen Regensburg hatte man teilweise das Glück auf seiner Seite, als beispielsweise die Eisbären kurz vor dem 3:2 durch Thomas Greilinger am Pfosten gescheitert waren. Überhaupt war die Partie gegen Regensburg beste Werbung fürs Eishockey: Viele Tore, harte Checks, viel zu diskutieren und Härte bescherten den gut 2200 Zuschauern einen schönen Eishockey-Abend.

Allerdings wusste sich Regensburg einmal mehr oftmals nur mit unfairen Mitteln zu helfen – wie schon am 22. Dezember gab es zahlreiche nicht geahndete Stockschläge gegen die Topspieler Greilinger oder Osterberg. Vor allem Osterberg wurde für die Oberpfälzer das personifizierte Feindbild auf dem Eis, nachdem er Goalie Patrick Berger in der 37. Spielminute nach einem nicht gegebenen Treffer attackiert hatte. Allerdings ging von Berger eine Attacke mit der Stockhand an Deggendorfs René Röthke voraus, der US-Amerikaner verteidigte also letztlich nur seinen Teamkollegen.

Nach der Partie wurde auch klar, warum der Treffer nicht anerkannt wurde: Die Schiedsrichter machten einen Schlag von Röthke auf Bergers Arm aus, als der Puck noch frei im Torraum lag. Damit hat es sich um eine Torhüterbehinderung gehandelt, der Treffer war somit nicht regulär.

So oder so, die Niederlage in Memmingen ist ärgerlich. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass die Schwaben nun acht Zähler enteilt sind. Bei einem Deggendorfer Sieg wäre man bis auf zwei Punkte herangerückt. Immerhin: Sämtliche Mannschaften hinter dem DSC haben ebenfalls verloren. Rosenheim, Füssen und Regensburg. Dagegen pirscht sich allmählich Freitagsgegner SC Rießersee heran, der mittlerweile auf den vierten Tabellenplatz vorgerückt ist.

Nach langen und intensiven Wochen mit vielen Spielen steht nun der Übergang in den "normalen" Rhythmus Freitag und Sonntag an, der bis zum Ende der Meisterrunde gilt. Die Deggendorfer können sich also nun regenerieren und am Freitag mit neuen Kräften angreifen. Dann wird erstmal Martin Kokes dabei sein, der für Dienstag in Deggendorf erwartet wird. Auch Christoph Gawlik dürfte wieder im Kader stehen.

Coach Dave Allison begründete den Verzicht am Wochenende damit, dass man Gawlik eine Pause zum Auskurieren seiner Verletzungen geben wollte. "Christoph ist ein wichtiger Spieler für das Team. Wir haben immer wieder auf seine Rückkehr gedrängt. Er hat mit einer Knöchelverletzung gespielt, bis wir herausgefunden haben, dass er verletzt ist. Als er zurückkam war er krank, dann wieder verletzt. Es sieht so aus, als ob wir ihn in eine schwierige Situation bringen, weil er die Verletzungen nicht auskurieren kann. Wir wollen sichergehen, dass er nicht nur ein, zwei Spiele zurückkommt und anschließend wieder verletzt pausieren muss", sagt der Coach. Und: "Derzeit haben wir den kleinen Luxus, dass andere Spieler in einer guten Verfassung sind und wir hoffen, dass – wenn er zurückkehrt – er dann für den Rest der Saison zurückkehrt."












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