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09.11.2019 | 18:17 Uhr

Sechs Niederlagen in Serie: Am Karoli schrillen die Alarmglocken

von Michael Duschl

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Kritischer Blick: Der neue Trainer Roman Kondelik (rechts) sieht sich und seine Mannschaft vom ESV Waldkirchen nach sechs Niederlagen in Serie in einer kritischen Situation. −Foto: Rainer Schüll

Kritischer Blick: Der neue Trainer Roman Kondelik (rechts) sieht sich und seine Mannschaft vom ESV Waldkirchen nach sechs Niederlagen in Serie in einer kritischen Situation. −Foto: Rainer Schüll

Kritischer Blick: Der neue Trainer Roman Kondelik (rechts) sieht sich und seine Mannschaft vom ESV Waldkirchen nach sechs Niederlagen in Serie in einer kritischen Situation. −Foto: Rainer Schüll


Ein Sieg muss her. Dringend. Der ESV Waldkirchen ist in der Eishockey-Landesliga-Gruppe 1 frühzeitig unter Druck geraten und nach nicht einmal einem Drittel der Saison schrillen am Karoli die Alarmglocken. Die Crocodiles stecken mitten im Abstiegskampf. "Ich wünsche mir jetzt vollen Einsatz von jedem einzelnen Spieler", sagt Vorstand Edi Krutsch vor dem Heimspiel am morgigen Sonntag gegen den SE Freising (17.30 Uhr).

Nach wenigen Monaten im Amt haben sechs Niederlagen in Folge den neuen Trainer Roman Kondelik in eine schwierige Situation manövriert. Die Aufstiegsrunde – dazu müssten die Karoli-Krokodile mindestens Vierter werden – ist kein Thema mehr. Für Edi Krutsch geht es vielmehr um "Schadensbegrenzung", heißt der Abstieg muss verhindert werden. Allerdings sind die Aussichten dafür relativ gut, denn von 22 bayerischen Landesligisten steigen lediglich zwei ab. Sicher fühlen könne man sich dennoch nicht, merkt Krutsch mahnend an. Schließlich gibt es aktuell mehrere Baustellen. Als Hauptgrund für die Ergebniskrise nennt Coach Kondelik den "momentan zu kleinen Kader". Im schlimmsten Fall standen auswärts nur zwölf Spieler zur Verfügung, zu wenig wie die Spiele in Amberg (1:4), Moosburg (1:6) und Selb (3:6) belegen. Ein großes Loch hinterlassen haben Benjamin Barz und Jakub Marek, die im August mitteilten, dass sie aus beruflichen bzw. privaten Gründen nicht mehr auf dem Eis stehen wollen bzw. können. Gerade das Karriereende von Ex-Profi Barz schmerzt sehr. Der 36-jährige Arzt verletzte sich im Frühjahr dieses Jahres am Unterarm und wolle laut Krutsch nichts mehr riskieren: "Er ist ab und zu da, hat aber seine Karriere beendet."

Außerdem muss die Mannschaft um Roman Schreyer aktuell auf Lukas Daschinger (Schulterverletzung), Ivo Kotaska (Rippenbruch) und Ingo Schwarz (Entzündung) verzichten. Auch die personelle Situation hat dazu geführt, dass die Waldkirchner momentan die löchrigste Abwehr der Liga (40 Gegentore in sieben Spielen) haben. "Manchmal ist der Wille so stark, dass sich Anfängerfehler einschleichen, die nicht passieren dürften", erklärt Trainer Kondelik. Gleichzeitig verspricht der 47-Jährige: "Wir trainieren hart, um diese Problematik zu lösen." Das verlangt Vorstand Krutsch auch. "Die Trainingsbeteiligung muss besser werden", moniert der Vereinschef. Teilweise war in den vergangenen Wochen nur ein geregeltes Training machbar – "das ist zu wenig, finde ich". Deshalb suchte Krutsch auch das Gespräch mit Trainern und Spielern.

"Ich weiß, dass unsere Mannschaft viel mehr kann, wir spielen zeitweise ganz gut und brechen dann wieder ein", berichtet Krutsch. Aufgeben ist ohnehin keine Option und das sollen die Eishockey-Fans am Sonntag schon gegen Freising sehen. Die Oberbayern sind fast ein Tabellennachbar, haben lediglich zwei Punkte mehr gesammelt aus sieben Spielen als die Waldkirchner. Das Duell mit den Black Bears und Ex-Krokodile Robert Vavroch ist also eines, das man möglichst gewinnen sollte.












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