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04.12.2018 | 08:47 Uhr

Vilshofener Wölfe: Mentale Stärke und ein fast perfektes Wochenende – nur der Schiri sorgt für Ärger

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Nach 1:3-Rückstand auf dem Eis gelegen und doch wieder aufgestanden sind die ESC-Wölfe. Maximilian Artmann (rechts) erzielte den 4:4-Ausgleich. Neben ihm (v.l.) Jakob Sattler und Benjamin Franz. −F.: Mike Sigl

Nach 1:3-Rückstand auf dem Eis gelegen und doch wieder aufgestanden sind die ESC-Wölfe. Maximilian Artmann (rechts) erzielte den 4:4-Ausgleich. Neben ihm (v.l.) Jakob Sattler und Benjamin Franz. −F.: Mike Sigl

Nach 1:3-Rückstand auf dem Eis gelegen und doch wieder aufgestanden sind die ESC-Wölfe. Maximilian Artmann (rechts) erzielte den 4:4-Ausgleich. Neben ihm (v.l.) Jakob Sattler und Benjamin Franz. −F.: Mike Sigl


Fünf von sechs möglichen Punkten klingen ein wenig nach unvollständiger Perfektion. Was die Vilshofener Eishockey-Wölfe jedoch am vergangenen Wochenende in der Landesliga aus dem Hut gezaubert haben, ist aller Ehren wert.

Am Freitagabend in Freising musste das Team mit einigen Widrigkeiten kämpfen. Selbst nach Abnahme aller Vereinsbrillen war klar, dass an diesem Tag die Unparteiischen ihren Namen nicht wirklich verdient hatten. Sogar Vertreter der heimischen Black Bears bestätigten ihre Verwunderung über manch eine Entscheidung der Referees. Die ersten zwölf Minuten musste die Wölfe fast durchgängig in Unterzahl agieren. Einige Male sogar nur mit drei Mann auf dem Eis.

Im zweiten Abschnitt übernahmen die Wölfe das Kommando. Das Spiel lief zunächst recht flüssig ab. Vladimir Gomow versenkte einen Abpraller im Nachschuss zum 2:1. Danach kam es immer wieder zu Unterbrechungen, die Strafbank der Wölfe füllte sich immer wieder. Zeitweise saßen drei Vilshofener Akteure in der Kühlbox. Das sehr gute Penaltykilling und ein bestens aufgelegter Hähnel hielten die Wölfe im Spiel. Dennoch musste man kurz vor dem zweiten Pausentee den Ausgleich hinnehmen.

Das letzte Drittel war von einem Kampf auf Augenhöhe geprägt. Beide Torhüter standen immer wieder im Blickpunkt, Hähnel klärte in der 54. Minute mit einem gewagten Ausflug weit vor dem Kasten. Turbulenter Höhepunkt in der Schlussminute: Nach einem Konter der Weißbierstädter lagen der Freisinger Angreifer, ein Vilshofener Verteidiger als auch Goalie Hähnel im leicht verschobenen Tor, während sich der Puck weit abseits befand. Die Hausherren reklamierten einen Penalty für sich. Die Schiedsrichter entschieden jedoch auf ein technisches Tor, was die Situation fast zum Überkochen brachte.

Wütende Proteste der Gäste nebst Anhang änderten nichts am neuen Spielstand von 2:3. Als Resultat ging Hähnel vom Eis und nur 20 Sekunden später erzielte Andreas Toth den vielumjubelten 3:3-Ausgleich. Die anschließende Verlängerung brachte nichts. Im abschließenden Penaltyschießen trafen die Gastgeber einmal, während bei den Wölfen Jaroslav Koma und Benjamin Franz trafen. Binnen drei Wochen wurde zum zweiten Mal ein 4:3-Sieg gegen Freising eingefahren.

Freising – Vilshofen 3:4 n.P. (1:1, 1:1, 1:1, 0:1)/ Tore: 1:0 Kühnl (4:12/ 5:4 ÜZ), 1:1 Koma (16:16/ Blaha sen., Gomow), 1:2 Gomow (23:47/ Toth), 2:2 Kammermeier (38:45/ 5:4 ÜZ), 3:2 Dürr (59:21/ TT), 3:3 Toth (59:41), 3:4 Franz (65:00/ GwS). – Strafminuten: 14 / 28+10.

Am Sonntag gegen den EC Pfaffenhofen legten die Wölfe im heimischen Rund einen denkbar schlechten Start hin. Die Gäste erzielten mit ihrem ersten Torschuss das 1:0. Wenige Minuten später hielten sich die Vilsstädter bei einer Unterzahlsituation schadlos. Die IceHogs erhöhten die Schlagzahl deutlich und setzten Hähnel unter Dauerbeschuss, der war aber auch beim 0:2 machtlos. Erst danach kam der ESC ins Spiel. In der 14. Minute tanzte Milan Blaha sen. auf engstem Raum zwei Verteidiger und auch den Pfaffenhofener Schlussmann aus und vollstreckte zum Anschlusstreffer.

Nach dem zweiten Pausentee bekamen die Zuschauer einen sehr interessanten Schlagabtausch zu sehen. In der 23.Minute stellten die Oberbayern nach einem gewonnenen Bully den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Davon ließen sich Wölfe nicht beirren. In eigener Überzahl konnte Koma zunächst von der blauen Linie nicht verwandeln. Den Abpraller versenkte Gomow zum 2:3. Nur eine Minute später, wieder in Überzahl, passte dieses Mal der fulminante Blueliner von Verteidiger Koma zum Ausgleich. Danach überstand der ESC eine 3:5- Unterzahl um anschließend in eigener Überzahl das 3:4 zu kassieren. Die am Sonntag stark aufspielenden Wölfe schüttelten sich auch diesen Rückschlag ab. Nur 96 Sekunden später erzielte Maximilian Artmann im Fallen das 4:4.

Dieses immer wieder Zurückkehren schien die Gäste beeindruckt zu haben. Im letzten Drittel hatte die Wölfe die Partie fest im Griff. Zunächst eroberten Gomow und Blaha sen. die Scheibe hinter dem gegnerischen Gehäuse, spielten vors Tor zu Toth, der eiskalt die ersten Führung des Abends herstellte. Eine anschließende 3:5-Unterzahlsituation wurde perfekt gemeistert. Drei Minuten vor dem Ende erhöhte Blaha sen. in eigener Überzahl mit einem ansatzlosen Schuss von rechts auf 6:4. Danach nahm Pfaffenhofen den Torhüter zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis – Gomow traf 48 Sekunden vor der Schlusssirene zum 7:4 ins leere Tor.

Kapitän Matthias Zillinger zeigte sich nach der Partie angetan von der Leistung der Mannschaft und stellte dabei die mentale Stärke des Teams in dieser Saison heraus. Nicht zum ersten Mal wurde in dieser Spielzeit ein Rückstand aufgeholt und die Partie am Ende gedreht. − rmo

Vilshofen – Pfaffenhofen 7:4 (1:2, 3:2, 3:0)/ Tore: 0:1 Neubauer (0:51), 0:2 Duprey (7:36), 1:2 Blaha sen. (13:43/ Toth, Gomow), 1:3 J. Felsöci (22:49), 2:3 Gomow (25:03/ Blaha sen., Koma/ 5:4 ÜZ), 3:3 Koma (26:34/ Gomow, Sattler/ 5:4 ÜZ), 3:4 Endreß (33:23/ 4:5 UZ), 4:4 Artmann (34:59/ Blaha jun., Koma), 5:4 Toth (43:06/ Blaha sen., Gomow), 6:4 Blaha sen. (57:08/ Gomow, Toth/ 5:4 ÜZ), 7:4 Gomow (59:12/ EN). – Strafminuten: 12 / 8.












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