1:1-Remis im Landesliga-Derby in Ampfing
TSV Kastl nutzt Gunst der Stunde nicht – Jochen Brehm: "Wir stehen schon wieder unter Zugzwang"

23.08.2021 | Stand 18.09.2023, 7:14 Uhr |
Michael Buchholz

Sebastian Spinner und Dominik Grothe (rot-schwarze Trikots) vom TSV Kastl versuchen sich gegen Anel Salibasic und Oliver Weichhart im Landesliga-Derby durchzusetzen. −Foto: Zucker

Der TSV Kastl hat es am Freitagabend versäumt, sich in der Tabelle der Fußball-Landesliga Südost etwas nach oben abzusetzen: Bei Kellerkind TSV Ampfing, in den letzten Vergleichen meist ein dankbarer Gegner, musste sich die Mannschaft von Trainer Jürgen Gal mit einem 1:1 zufrieden geben.

"Ich bin immer noch enttäuscht", erklärte Abteilungsleiter Jochen Brehm zwei Tage später. Der Funktionär hatte sich angesichts des restlichen August-Programms mit den Auswärtsspielen in Holzkirchen und Aiglsbach einen Dreier in Ampfing erhofft: "Mit einem Sieg in Ampfing hätten wir diese Fahrten lockerer angehen können, so aber stehen wir schon wieder unter Zugzwang."

Dabei lief es für Kastl am Freitagabend im Isenstadion zunächst wie am Schnürchen: Nach einem weiten Ball von Leonhard Thiel konnte die Ampfinger Defensive nicht richtig klären, der Ball kam zu Sebastian Spinner und der setzte sich im eins-zu-eins gegen Ampfings Keeper Domen Bozjak eiskalt durch (2.). Die Gastgeber mussten sich ein wenig schütteln, bissen sich dann aber schnell in die Partie rein und hatten bereits in der siebten Minute ein ganz dickes Ding, als Bastian Grahovac aus 18 Metern die Unterkante der Latte traf. "Das war wie eine Initialzündung für uns, ab diesem Moment waren wir hellwach", so Ampfings Interimstrainer Robert Unterhuber, der den Stab am Montag an Rainer Elfinger weiterreicht.

Belohnt wurde die Bemühungen der Schweppermänner dann in der 19. Minute, als sich die Gastgeber über den linken Flügel durchsetzen konnten und Daniel Toma die Kugel aus wenigen Metern über die Linie donnerte. "Läuferisch und kämpferisch haben wir dann die Sache wirklich gut gemacht", lobte Unterhuber. Kurz vor der Pause verloren die Gastgeber dann aber ihren Kapitän und Antreiber Anel Salibasic, der mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz musste. Unterhuber beorderte daraufhin Michael Steppan in die Innenverteidigung und Oliver Weichart zusammen mit Irfan Selimovic auf die Sechserpositionen. "Das hat ganz gut geklappt", so Unterhuber. Allerdings nahm der Druck der Gäste ab der 70. Minute zu, Sebastian Handle (70.) und Thiel (79./81.) hatten gleich drei Großchancen, um den Führungstreffer zu erzielen, verzogen aber entweder oder scheiterten an Bozjak. Brehm: "Wenn man so früh in Führung geht, muss man einfach nachsetzen. Das war mir zu wenig Engagement. Da reicht es nicht, wenn man erst wieder in der letzten Viertelstunde auf Sieg spielt."
Mehr übers Derby lesen Sie in der PNP-Printausgabe vom Montag, 23. August 2021 – unter anderem im Alt-Neuöttinger Anzeiger.