Handballer triumphieren in eigener Halle

Traunreut feiert Bayernliga-Aufstieg: A-Jugend gewinnt Qualifikations-Turnier

02.07.2022 | Stand 02.07.2022, 10:58 Uhr

Das "Team Chiemgau" des TuS Traunreut hatte allen Grund zum Jubeln. −F.: red

Die männliche Handball-A-Jugend des TuS Traunreut hat einen großen Erfolg gefeiert: Sie schaffte die Qualifikation für die Bayernliga. Dort warten dann Teams wie der TV Großwallstadt, HC Erlangen oder HT München. Nach nur einer Woche Pause beginnt für den TuS-Nachwuchs die Vorbereitung auf diese Herausforderung.

Nach dem Landesliga-Meistertitel im Vorjahr wurde die A-Jugend-Mannschaft des TuS mit mehreren Spielern vom SBC Traunstein und TSV Übersee verstärkt – mit dem Ziel, in der kommenden Saison noch einmal höherklassig zu spielen. So startete das Team aus dem Chiemgau die Mission Bayernliga-Qualifikation. Im ersten Turnier im Mai in Allach konnte man sich mit klaren Siegen gegen den TV Gunzenhausen und TSV Allach (bei einer Niederlage gegen den TSV Friedberg) als Tabellenzweiter für die 2. Runde qualifizieren.

Diese fand Ende Juni in Traunreut statt. Hier ging es in der ersten Partie gegen die SpVgg Altenerding. Die erste Halbzeit wurde komplett verschlafen – es ging mit einem Fünft-Tore-Rückstand in die Pause. Angefeuert von den Fans in der gut besuchten TuS-Halle schaffte es das Team des Trainerteams Lars Schmidt und Dali Pintaric 15 Sekunden vor dem Ende durch einen Treffer von Niklas Schroll mit einem Tor Unterschied zu gewinnen – ein Handball-Krimi.

Im zweiten Duell trafen die Traunreuter auf den vermeintlich schwächsten Gegner – und wollten mit dem zweiten Sieg die Qualifikation perfekt machen. Doch es kam anders. Bis auf Timo Wirth im Tor, der im gesamten Turnier ein zuverlässiger Rückhalt war, lieferte das Team eine unerklärlich schwache Leistung ab und verlor 9:14 gegen den TSV Ottobeuren. Nach nun bereits 80 Spielminuten in der sehr warmen TuS-Halle waren die Spieler nicht nur körperlich, sondern auch mental ziemlich am Ende.

In der letzten Partie wartete der bis dato ungeschlagene VfL Günzburg. Kaum jemand glaubte noch an einen TuS-Erfolg, doch die Mannschaft wollte sich für den hohen Trainingsaufwand belohnen und legte den Schalter noch einmal um. Mit einer sehr starken Leistung über die gesamten 40 Minuten zeigten die Traunreuter, dass sie das Ziel Bayernliga unbedingt noch erreichen wollten. Der Funke sprang aufs Publikum über, die TuS-Halle wurde zum Hexenkessel. Die Fans trommelten ihre Mannschaft dazu, das Letzte aus sich rauszuholen.

Dejan Pintaric und Linus Huber übernahmen im Angriff die Verantwortung, der Rest des Teams spielte defensiv bärenstark. Eine halbe Minute vor dem Ende erzielte Linus Huber den 20:19-Siegtreffer. Abpfiff. Turniersieg. Die Freude war unbeschreiblich. Es war eine Energieleistung, die dazu führte, dass das "Team Chiemgau" in der kommenden Saison in der zweithöchsten Spielklasse Deutschlands vertreten ist.

− red

Mehr über den TuS-Nachwuchs lesen Sie in der PNP-Printausgabe vom Samstag, 2. Juli 2022 – unter anderem im Traunreuter Anzeiger und in der Südostbayerischen Rundschau.