12.09.2013

"Können wir nicht hinnehmen": Grainet geht nach Rassismus-Vorwürfen in die Offensive



Der Salzweger David Prochazka, der wegen angeblicher Tätlichkeit von Schiedsrichter Michael Handschuh die rote Karte gezeigt bekam, und Daniel Feucht sind sprachlos. Gegner Grainet reagierte nun auf Vorwürfe aus dem FCS-Lager – und schickte eine Stellungnahme.  − Foto: Kaiser/rogerimages.de

Der Salzweger David Prochazka, der wegen angeblicher Tätlichkeit von Schiedsrichter Michael Handschuh die rote Karte gezeigt bekam, und Daniel Feucht sind sprachlos. Gegner Grainet reagierte nun auf Vorwürfe aus dem FCS-Lager – und schickte eine Stellungnahme.  − Foto: Kaiser/rogerimages.de

Der Salzweger David Prochazka, der wegen angeblicher Tätlichkeit von Schiedsrichter Michael Handschuh die rote Karte gezeigt bekam, und Daniel Feucht sind sprachlos. Gegner Grainet reagierte nun auf Vorwürfe aus dem FCS-Lager – und schickte eine Stellungnahme.  − Foto: Kaiser/rogerimages.de


Das Bezirksliga-Spiel Grainet gegen Salzweg hat hohe Wellen geschlagen. Wie wir berichteten, sahen sich die Gäste nach den beiden roten Karten gegen ihre tschechischen Legionäre David Prochazka und Petr Kulhanek von den Unparteiischen unfair behandelt und erhoben zudem schwere Vorwürfe Richtung Gegner: Prochazka sei rassistisch beleidigt worden, so Salzwegs Trainer Axel Dichtl. Gegen diese Behauptung wehrte sich der SV Grainet entschieden, Spieler-Spartenleiter Florian Wurm wies im heimatsport-Bericht jegliche Form von rassistischen Äußerungen zurück. Darüber hinaus hat der Verein nun eine öffentliche Stellungnahme verfasst – denn dass der Verein "in die rechte Ecke gestellt wird, könne wir nicht hinnehmen".

Anbei der Original-Text.

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezüglich des Artikels "FC Salzweg erhebt Rassismus-Vorwürfe" möchte der SV Grainet hierzu Stellung nehmen. Bei der Partie SV Grainet – FC Salzweg (Endstand 2:1) handelte es sich am vergangenen Samstag um ein gutes und sehr fair geführtes Bezirksligaspiel. Dass der SV Grainet nach zwei roten Karten gegen Tschechische Spieler des FC Salzweg mit Rassismusvorwürfen in die rechte Ecke gestellt wird, können wir so nicht hinnehmen.

Bereits zu Zeiten als der SV Grainet noch in der A-Klasse Freyung (damals CKlasse) spielte, liefen mit Jiri und Roman Kahuda zwei tschechische Fußballer im Dress des SV Grainet auf. Die beiden Spieler waren voll integriert. Vor ein paar Jahren spielte mit Patrick Djedjess ein Farbiger in den Reihen des SVG. Auch hier gab es keinerlei Probleme. Im Rahmen der Vorbereitung auf die laufende Saison absolvierten unsere Spieler ein Trainingslager in der Tschechischen Republik. Zwischen der Stadt Prachatice und der Gemeinde Grainet gibt es seit vielen Jahren eine gut funktionierende Partnerschaft.

Wenn wir nach diesem denkwürdigen Spiel von Seiten des FC Salzweg (oder einer Person) als Rassisten beleidigt werden, so weißen wir diese Anschuldigung entschieden zurück. Dass von Seiten unseres Gegners weder ein Verantwortlicher, noch ein Spieler sagen kann, wann und von welchem Graineter Fußballer ihr tschechischer Spieler - in welcher Form auch immer - beleidigt wurde, stellt sich uns schon die Frage, warum wir mit diesen schwerwiegenden Anschuldigungen konfrontiert werden. Diese haben keinerlei Grundlagen, und werfen ein sehr schlechtes Bild auf den SV Grainet.

Zu guter Letzt sei gesagt, dass ein Verantwortlicher des FC Salzweg in einem Telefonat monierte, dass er in einem vor kurzem ausgetragenen Bezirksligaspiel selbst die Beleidigung eines Legionärs gehört habe. Der SV Grainet fragt sich jetzt, warum wurde damals, wo die Sache eindeutig war, nicht der Weg an Sportgerichte und Öffentlichkeit gesucht? Weil kein Spieler mit "Rot" vom Platz gestellt wurde? Weil Salzweg das Spiel gewann? Für Entscheidungen von Schiedsrichtern (ob richtig oder falsch) kann ein Verein nicht in eine Ecke mit Rechtsradikalen und Rassisten gestellt werden.

Anton Sammer

1. Vorstand




URL: http://www.heimatsport.de/fussball/ueberregional/bezirksliga_ost_ndb./965439_Weisen-Anschuldigungen-entschieden-zurueck-SV-Grainet-geht-nach-Rassismus-Vorwuerfen-in-die-Offensive.html
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