15.05.2022

"Unwürdiger" Auftritt des Absteigers: 1:9 – was für eine Total-Blamage für Schalding!



Zum Verstecken: Chris Seidl traf zum zwischenzeitlichen 1:5, am Ende ging Schalding unter. −Foto: Lakota

Zum Verstecken: Chris Seidl traf zum zwischenzeitlichen 1:5, am Ende ging Schalding unter. −Foto: Lakota

Zum Verstecken: Chris Seidl traf zum zwischenzeitlichen 1:5, am Ende ging Schalding unter. −Foto: Lakota


"Wichtig ist, dass wir die Saison mit Anstand zu Ende spielen." Das sagte SV-Schalding-Trainer Stefan Köck vor dem Spiel am Samstag gegen den TSV Aubstadt. Doch seine Mannschaft hat die Forderung offenbar nicht gehört. Mit 1:9 (!) ließ sich der SVS abschießen. Eine Vorführung. Eine Total-Blamage. Und die höchste Pleite in der achtjährigen Regionalliga-Geschichte! Sportchef Markus Clemens sprach hinterher von einem unwürdigen Auftritt.

Vor allem in den ersten 30 Minuten waren die Schaldinger völlig von der Rolle, zeigten eine indisponierte Leistung und lagen schon mit 0:5 zurück. Gegen den spielstarken Gastgeber hatte der SVS vor 316 Zuschauern keine Chance, erhielt eine bittere Lehrstunde. Nach der Pause erzielte Chris Seidl, der vor einem Wechsel zurück zu Künzing stehen soll, das zwischenzeitliche 1:5 – für den Angreifer war es das zweite Saisontor.

Schalding konnte das Geschehen nun etwas ausgeglichener gestalten, wollte die Total-Abfuhr verhindern. Das gelang zunächst auch, weil Aubstadt den Fuß etwas vom Gas nahm und seine Kräfte angesichts des nächste Woche anstehenden Totopoakl-Finals gegen Illertissen schonte. Doch am Ende wurde es doch noch richtig peinlich für den Gast. Zehn Minuten vor Schluss erzielte Aubstadt das 1:6, damit war die SVS-Gegenwehr dahin und es brachen alle Dämme. Der junge Paul Scheungrab, der für Simon Busch im Tor stand, musste drei weitere Male hinter sich greifen. 1:9 – damit war das historische Debakel für die Niederbayern perfekt.

"Eine schwache Leistung. Wir haben gegen einen starken Gegner viele Fehler gemacht und folgerichtig eine deutliche Niederlage kassiert", lautete das ernüchternde Fazit von Trainer Stefan Köck, der gar nicht viel mehr sagen wollte. Auch Sportchef Clemens hielt sich verbal zurück, um später nicht eigene Aussagen bereuen zu müssen. "Ich muss mich für so einen Auftritt einfach nur entschuldigen." Am kommenden Samstag im letzten Saisonspiel hat der SVS nun gegen Fürth II noch die Chance zur Wiedergutmachung.

Tore: 1:0 Michael Dellinger (9./FE); 2:0 Björn Schönwiesner (19.); 3:0 Joshua Endres (20.); 4:0 Patrick Hofmann (27.); 5:0 Endres (32.); 5:1 Chris Seidl (51.); 6:1 Schönwiesner (79.); 7:1, 8:1 Max Schebak (81./84.); 9:1 Andre Rumpel.




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