25.11.2021

Vor Auftakt in Östersund: Biathlet Doll übt im PNP-Interview Selbstkritik



Arbeitet an seiner Schießleistung: Benedikt Doll will diese Saison nicht nur läuferisch, sondern auch am Schießstand überzeugen. −Foto: Hoppe, dpa

Arbeitet an seiner Schießleistung: Benedikt Doll will diese Saison nicht nur läuferisch, sondern auch am Schießstand überzeugen. −Foto: Hoppe, dpa

Arbeitet an seiner Schießleistung: Benedikt Doll will diese Saison nicht nur läuferisch, sondern auch am Schießstand überzeugen. −Foto: Hoppe, dpa


Über Östersund nach Peking: Wenn das deutsche Biathlon-Team am Wochenende im eisigen Schweden in die 45. Weltcup-Saison startet, ist das Fernziel China bei Franziska Preuß, Benedikt Doll und Co. immer präsent. "Olympia ist das große Ziel", betonte auch DSV-Sportchef Bernd Eisenbichler vor dem Saisonauftakt am Samstag mit zwei Sprintrennen (13.45 und 16.30 Uhr/ZDF). Auch der Schwarzwälder Doll tritt an – und glaubt trotz personeller Veränderungen im deutschen Team an Erfolge, sagte er der Passauer Neuen Presse im Interview.

Herr Doll, Sie haben sich zuletzt in Muonio in Finnland auf den Weltcup-Auftakt an diesem Wochenende in Östersund vorbereitet. Wie schätzen Sie Ihre aktuelle Form ein?
Benedikt Doll: Wir hatten dort optimale Bedingungen. Wir konnten all das machen, was wir wollten. Ich fühle mich gut, ich bin auch gut durch den Sommer gekommen.

Was ist Ihr persönliches Saisonziel?
Doll: Ich hab mir dieses Jahr gar nicht so ein Ziel gesetzt, wie Platzierung oder Podest. Im Vordergrund steht für mich, meine Schießprozente zu erhöhen, vor allem beim Stehendschießen. Da lag ich letztes Jahr unter 80 Prozent, das ist einfach nicht gut genug.

"Habe das Gefühl, dass die Jungen einen Schritt nach vorn gemacht haben"

Arnd Peiffer hat in einem Interview Ihr Laufvermögen gelobt, aber Ihre Schießleistung als "nicht ausreichend" bezeichnet. Sehen Sie selbst das auch so?
Doll: Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, ich hatte insgesamt 83 Prozent letzten Winter, und es müssten mindestens 90 sein. Das sind ein bis zwei Fehler weniger pro Rennen, und das will ich auch erreichen. Läuferisch kann ich nicht mehr so viel verbessern, aber am Schießstand hab ich noch Potenzial.

Nach den Rücktritten von Simon Schempp und Arnd Peiffer in der vergangenen Saison: Wie stark ist das deutsche Team dadurch in dieser Saison beeinflusst?
Doll: Arnd war die letzten Jahre unfassbar erfolgreich und vor allem sehr konstant in seiner Leistung. Es fehlt auf jeden Fall auch der Simon. Er hat, trotz einiger Probleme in den letzten Jahren, große Erfolge gefeiert. Aber ich habe ehrlich gesagt das Gefühl, dass auch die Jungen, die jetzt dabei sind, noch mal einen Schritt nach vorne gemacht haben. Ich bin positiv gestimmt, dass wir eine gute Staffel für den Winter haben, dass wir nicht schlecht aufgestellt sind und uns nicht verstecken brauchen. Es ist hart, aber wir geben nicht auf zu kämpfen.

Das Gespräch führte Rebecca Zweigle.
Das gesamte Interview lesen Sie im Sport-Teil der Donnerstagsausgabe Ihrer Heimatzeitung (Online-Kiosk) oder hier auf PNP Plus.




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