12.10.2021

Hanse und Moose: Warum es in Neuhausen so gut läuft – und Lauerer trifft, wie er will


von Franz Nagl


Zwei, die sich verstehen: Johann "Hanse" Lauerer (links) und Roland "Moose" Moosmüller (Bild rechts). −Fotos: Stefan Ritzinger

Zwei, die sich verstehen: Johann "Hanse" Lauerer (links) und Roland "Moose" Moosmüller (Bild rechts). −Fotos: Stefan Ritzinger

Zwei, die sich verstehen: Johann "Hanse" Lauerer (links) und Roland "Moose" Moosmüller (Bild rechts). −Fotos: Stefan Ritzinger


Es läuft rund beim SV Neuhausen-Offenberg in der Kreisliga Straubing. So richtig rund. Mit Neu-Spielertrainer Roland Moosmüller (30) hat sich der Kreisklassen-Meister 2018 in seiner zweiten Spielzeit nicht nur etabliert, sondern spricht sogar ein ernstes Wort um die vorderen Tabellenplätze mit.

Lediglich zwei Punkte liegt man hinter Leader TSV Regen auf Platz 2. Zudem weist man mit 30 Treffern die beste Offensive der Staffel auf. Einen großen Anteil daran hat dabei Johann Lauerer (28). Mit mittlerweile 15 Treffern aus elf Saisonspielen steuert der Angreifer die Hälfte der Neuhausener Treffer hinzu. Und wenn man noch die weiteren Scorerpunkte (sieben Vorlagen) dazuzählt ist der waschechte Waidler mit 22 an der Zahl an fast zwei Drittel aller Einschüsse direkt beteiligt.

"Aktuell läuft es richtig gut bei mir. Ich versuche immer alles für die Mannschaft zu geben und stehe vor der Kiste oft richtig. In der Kreisliga reicht es oft, wenn man gewisse Situationen erahnt", verrät Lauerer sein Erfolgsgeheimnis, weiß aber auch, dass man als Stürmer von seinen Nebenleuten abhängig ist. "Es klappt halt nur im funktionierenden Kollektiv. Daher gilt das größte Lob der kompletten Mannschaft. Bei uns hat jeder Spieler eine gewisse Verantwortung auf und neben dem Platz", sagt Lauerer, der in der Coronapause viel für seine Fitness gemacht hat und unter anderem einen Halbmarathon absolvierte. "Ich habe die fußballlose Zeit gut genutzt und davon profitiere ich jetzt noch", verrät der 28-jährige.

"Hanse weiß, wo die Kiste steht"

Das Fußball spielen erlernte der gebürtige Zachenberger in Ruhmannsfelden. Dort kickte er in der Jugend-Bezirksoberliga, und nur ein Jahr später kam er viermal im Herrenbereich in der Landesliga zum Einsatz. Ein Jahr später zog es ihn zurück nach Teisnach und er folgte 2018 den Rufen des SV Neuhausen-Offenberg und trat neben Andreas Kölbl (35) als spielender Co seine erste Trainerstation an. Und das mit Erfolg! Im gleichen Jahr gelang dem Verein als Meister der Aufstieg in die Kreisliga. Seitdem pflastern Tore Lauerers Weg, der schon überall auf dem Platz stand. "In den letzten Spielzeiten war ich ja in der Verteidigung und im Mittelfeld überall im Einsatz. Stürmer sein ist mir aber nicht neu, weil ich eigentlich in der Jugend mit Ruhmannsfelden in der Bezirksoberliga im Sturm gespielt habe", sagt Lauerer.

Lauerer: "War von Anfang an klar, dass das mit Moose funktioniert"

"Hanse, weiß wo die Kiste steht, er hat einen Torriecher und wo andere vielleicht abschalten, geht er nochmal drauf und macht das Ding! Das zeichnet ihn aus", lobt Moosmüller seinen Partner, der bereits einige Abstauber-Tore erzielte. Im letzten Ligaspiel beim SV Prackenbach erzielte "Hanse", wie ihn alle nennen, zwei Treffer und legte die 1:0-Führung durch Sebastian Niedermeier auf.

Roland Moosmüller ist in dieser Saison an die Stelle des zum FC Eging gewechselten Erfolgstrainers Andreas Kölbl gerückt. Moosmüller und Lauerer kennen sich schon lange und bilden ein sehr harmonisches Duo, "was auch die Mannschaft spürt", sagt der Angreifer. "Mir war von Anfang an klar, dass das mit Moose funktionieren wird, und das tut es auch jetzt auch. Wir verstehen uns auf und neben dem Platz sehr gut und haben die gleiche Einstellung zum Fußball und sind bei vielen taktischen Entscheidungen auf einer Wellenlänge. Aber auch gesellschaftlich, der Zusammenhalt und das Miteinander mit der Mannschaft und dem hervorragend geführten Verein, ist wirklich überragend und mit Sicherheit nicht selbstverständlich", betont der in Metten lebende Torjäger.

In dieser Spielzeit kann Neuhausen-Offenberg an die Tür zur Bezirksliga anklopfen, aber Roland Moosmüller drückt da kräftig auf die Euphoriebremse. "Das Ziel hat sich nicht geändert! Wir sammeln Punkte für den Klassenerhalt", sagt Moosmüller der auf die schwerwiegenden Abgänge vor der Saison verweist, die so nicht kompensiert werden konnten. "Wir haben einige junge Spieler aus unteren Spielklassen eingebaut, die aber voll eingeschlagen haben. Momentan läuft es sehr gut", sagt der Klasseverteidiger, der in Neuhausen seine erste Stelle als Trainer erlebt.

Bei der DJK SB Straubing war dann wieder alles beim Alten: Zweimal "Hanse" Lauerer (10., 28.), Doppelpack Sebastian Niedermeier (80., 90.+1) und ein Tor von Nikolas Penn (63.). Nur das Eigentor von "Moose" fiel ein bisserl aus der Reihe.




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