24.09.2021

Von wegen Vorteil: In der Kreisliga Passau werden nur 51 Prozent der Heimspiele gewonnen



Exakt die Hälfte der Hohenauer Tore gehen auf das Konto von Jakob Moosbauer (28, links). Der SV Perlesreut um Markus Lichtenauer dagegen ist sehr gut darin, Treffer zu verhindern. Nur vier Mal zappelte der Ball im Netz des SVP, der am Samstag Vornbach zum Topspiel empfängt. −Foto: Michael Duschl

Exakt die Hälfte der Hohenauer Tore gehen auf das Konto von Jakob Moosbauer (28, links). Der SV Perlesreut um Markus Lichtenauer dagegen ist sehr gut darin, Treffer zu verhindern. Nur vier Mal zappelte der Ball im Netz des SVP, der am Samstag Vornbach zum Topspiel empfängt. −Foto: Michael Duschl

Exakt die Hälfte der Hohenauer Tore gehen auf das Konto von Jakob Moosbauer (28, links). Der SV Perlesreut um Markus Lichtenauer dagegen ist sehr gut darin, Treffer zu verhindern. Nur vier Mal zappelte der Ball im Netz des SVP, der am Samstag Vornbach zum Topspiel empfängt. −Foto: Michael Duschl


Abwehrchef Sebastian Kern und seine Mitspieler haben die Perlesreuter Sportanlage zu einer Festung gemacht. Auf dem heimischen Rasen hat der SVP bislang kein Gegentor kassiert. Am 10. Spieltag steht ein echter Härtetest an: Tabellenführer Vornbach will der Festung an der Friedhofstraße erste Risse zufügen. Außerdem hat die PNP den bisherigen Saisonverlauf analysiert – und daraus fünf Erkenntnisse abgeleitet.

1.Eine Lebensversicherung und ein Sieggarant: Jakob Moosbauer (SV Hohenau) und Alois Eberle (FC Vilshofen) sind die Ballermänner die Liga. Mit jeweils acht Treffern stehen sie an der Spitze der Torjägerliste. Moosbauer ist die Lebensversicherung der Hohenauer, die holprig in die Saison gestartet sind. Der 28-Jährige hat die Hälfte aller Tore erzielt, im Schnitt trifft er einmal pro Partie. Macht er auf diesem Niveau weiter, käme er auf 24 Saisontore. Doch Moosbauer wird sicherlich versuchen, seine Bestmarke von 26 Toren zu knacken. Diese Torausbeute fuhr er bisher zweimal ein: 2018/19 in der Kreisliga Passau und 2014/15 in der Kreisliga Bayerwald. Sein Pendant Alois Eberle hat sich derweil zum Vilshofener Sieggarant gemausert. Immer wenn der 24-Jährige traf, ging Vilshofen als Sieger vom Platz. Eberles Torrekord liegt bei 16 Treffern (2018/19 in der Kreisliga Passau). Nach acht Toren aus sieben Einsätzen ist er auf bestem Wege, diese Marke zu pulverisieren.

2.Paradekeeper: Patrick Billinger ist statistisch gesehen der beste Keeper der Liga. Der Schlussmann des SV Perlesreut musste in sieben Einsätzen erst dreimal hinter sich greifen. Damit kassiert Billinger nur alle 210 (!) Minuten ein Gegentor. Bemerkenswerte Zahlen, die Billinger freilich auch seinen Vorderleuten zu verdanken hat.

3.Youngster und Routinier: Der jüngste Stammspieler der Liga trägt ein gelb-schwarzes Dress: Fabian Kreilinger (19) von der DJK Vornbach. Er stand in allen neun Pflichtspielen auf dem Feld und steuerte drei Tore bei. Kein anderer Spieler bringt es in diesem Alter auf mehr Einsätze. Die älteste Stammkraft der Liga kickt in Karpfham. Vereinskoryphäe Wolfgang Stöckl lässt auch mit 43 Jahren nicht locker, ist weiter ein fester Bestandteil des Teams. Acht Einsätze und ein Tor stehen zu Buche.

4.Kapitän und Lieblingsschüler: Nach dem Ausfall von Sturmführer Christoph Drexler war Hinterebens Trainer Josef Wagner zunächst in Sorge. "Ein herber Schlag für uns", sagte Wagner kurz nach dem Karpfham-Spiel, in dem sich Drexler wieder am Knie verletzte. Das führt dazu, dass sich Kapitän Anton Scheibenzuber noch mehr zum Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel des HSV entwickelt. Mit einer bärenstarken Leistung und dem frühen Treffer zum 1:0 (4. Minute) führte er sein Team zuletzt zum Heimsieg gegen favorisierte Perlesreuter. Scheibenzuber ist zudem mit sechs Toren bester Schütze seiner Mannschaft.

5. Von wegen Heimvorteil: Nur in jedem zweiten Spiel gehen die Gastgeber als Sieger vom Platz. Der Anteil der Heimerfolge liegt bei gerade mal 51 Prozent. Das mag mitunter an den vielen Derbys liegen. Zu Spielen gegen die Nachbarorte reisen für gewöhnlich viele Gästefans – und der vermeintliche Heimvorteil ist schnell dahin. Das beste Heimteam der Liga ist übrigens Vornbach (vier Siege, ein Remis), noch ohne Heimpunkt steht Ortenburg da (vier Niederlagen).

Die Partien des 10. Spieltags im Überblick

Beim Topspiel in Perlesreut wird sich nicht nur zeigen, ob der SVP zu Hause eine Macht bleibt, sondern auch, welches Team wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt. Perlesreut unterlag zuletzt in Hintereben, Vornbach kam gegen die SG Thyrnau nur zu einem Punkt. Parallel zum Schlager peilt der formstarke FC Vilshofen gegen Hohenau den fünften Sieg in Serie an. Außerdem geht die SG Thyrnau nach dem Remis gegen Vornbach mit Rückenwind ins Kellerduell gegen Eberhardsberg. Am Sonntag reist Tiefenbach als haushoher Favorit nach Ortenburg, das heimstarke Karpfham bittet Neßlbach zum Tanz. Zudem erwartet Tittling eine umkämpfte Partie in Garham, Hauzenberg II empfängt den SV Hintereben, der zuletzt viel Selbstvertrauen tanken konnte. − akr/red10. Spieltag / Samstag, 15 Uhr: Vilshofen – Hohenau, Perlesreut – Vornbach, SG Thyrnau/Kellberg – Eberhardsberg (in Kellberg); Sonntag, 14 Uhr: Ortenburg – Tiefenbach, Karpfham – Neßlbach, Garham – Tittling, Hauzenberg II – Hintereben.




URL: http://www.heimatsport.de/fussball/kreise/kreis_ost/kreisliga_passau/4113043_Von-wegen-Vorteil-In-der-Kreisliga-Passau-werden-nur-51-Prozent-der-Heimspiele-gewonnen.html
Copyright © Passauer Neue Presse GmbH. Alle Inhalte von heimatsport.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterveröffentlichung, Vervielfältigung, Verbreitung auch in elektronischer Form, sowie eine Speicherung, die über die private Nutzung hinausgeht, ist ohne vorherige Zustimmung des Verlages nicht zulässig.