17.09.2021

Es rumort: Schicksals-Spiele für Schweinfurt – Zuversicht in Schalding


von Andreas Lakota


Mit 37 Jahren noch immer einer der besten Stürmer in der Regionalliga: Adam Jabiri, der schon elf Saisontore auf dem Konto hat. −Foto: Lakota

Mit 37 Jahren noch immer einer der besten Stürmer in der Regionalliga: Adam Jabiri, der schon elf Saisontore auf dem Konto hat. −Foto: Lakota

Mit 37 Jahren noch immer einer der besten Stürmer in der Regionalliga: Adam Jabiri, der schon elf Saisontore auf dem Konto hat. −Foto: Lakota


Sie versuchen schon seit Jahren, den Sprung in die dritte Liga zu schaffen. Aber trotz Umstellung auf Profitum blieb der Aufstieg in Schweinfurt bisher aus. Und auch in dieser Saison sieht es nicht unbedingt gut aus für die Unterfranken, die schon fünf Punkte Rückstand haben auf Spitzenreiter Bayreuth − und ein Spiel mehr.

Kein Wunder, dass der junge Trainer Tobias Strobl (33) nach dem enttäuschenden 2:2 zuletzt gegen Pipinsried bereits ordentlich Druck verspürt. Sollten die Schweinfurter am Samstag gegen den nächsten Dorfverein SV Schalding (14 Uhr) erneut patzen, wäre richtig Dampf im "Schnüdel"-Kessel.

"Wir wissen, dass die Ergebnisse nicht passen", urteilte Trainer Strobl nach dem jüngsten Remis. "Mit unseren Zielen müssen wir solche Spiele anders gestalten." Wir können nun nicht immer weiter sagen, wir hätten gut gespielt, aber...". Die Leichtigkeit komme nur dann zurück, "wenn wir die Punkte auf unsere Seite ziehen". Die Forderung für die nächsten Wochen lautet: "Hohe Laufbereitschaft in beiden Richtungen!"

Nach zwei Trainingstagen gab Strobl seinen Spielern am Mittwoch frei, ("das haben die Jungs gebraucht"), ehe dann die Vorbereitung auf Schalding begann. Als "Mentalitätsmannschaft" bezeichnet der Coach die Niederbayern, die gegen die Top-Teams Burghausen, Bayern II und Unterhaching gewannen und auch beim 0:1 zuletzt gegen Bayreuth stark spielten und lange ein 0:0 hielten. Der Schweinfurter Trainerstab überlegt daher, "ob wir ihnen Räume geben und sie von hinten raus locken wollen".

An diese taktische Herangehensweise will Stefan Köck indes nicht recht glauben. "Schweinfurt wird bestimmt von Beginn an Gas geben", vermutet der Schalding-Coach, zumal die "Schnüdel" ja daheim bisher stark auftrumpften. Vier Siege, ein Remis, 21:3 Tore. Dass es im Umfeld des Titel-Mitfavoriten nun ordentlich rumort, spiele für die Partie keine Rolle. "Uns interessiert nur das Sportliche. Und diese Aufgabe wird schwer genug", sagt Köck. Die größte Stärke des Gegners sieht er in der enormen Flexibilität, vor allem im Angriffsspiel. "Zudem sind sie für Regionalliga-Verhältnisse auf jeder Position absolut top besetzt."

Köck selbst dagegen war wegen personeller Engpässe immer wieder zu Umstellungen gezwungen. Zuletzt beim knappen 0:1 gegen Bayreuth liefen die Youngster Alexander Mankowski (21) und Daniel Zillner (20), vorher als Innenverteidiger aktiv, plötzlich im zentralen Mittelfeld auf. Beide hätten ihm auf der ungewohnten Position sehr gut gefallen, urteilt Köck und schließt eine Wiederholung des Experiments nicht aus. Allerdings könnte der Coach zu erneuten Umstellungen gezwungen werden, denn neben den Langzeitverletzen (Maxi Schuster, Tobi Hofbauer und Maxi Tiefenbrunner) droht Manuel Mörtlbauer (muskuläre Probleme) auszufallen. Auch Patrick Rott ist angeschlagen, Walter Kirschner steht dafür wieder zur Verfügung.

Mit 13 Zählern liegen die Schaldinger mittlerweile auf einem Abstiegsrelegationsrang. "Natürlich haben wir die Tabelle im Auge", meint Köck. Allerdings werde man sich nicht verrückt machen lassen von der Situation. "Wir kennen das ja und wissen, dass es knallhart gegen den Strich geht." Er sei aber zuversichtlich, dass man es auch in dieser Saison schafft. "Das ist kein Zweckoptimismus. Wenn ich sehe, wie akribisch wir arbeiten, wie diszipliniert und engagiert alle bei der Sache sind, dann wird mir nicht bange. Wir haben bisher immer die passende Lösung gefunden und werden es auch dieses Mal tun."

Ob Schweinfurt endlich den Aufstieg packt? Nach Schalding geht’s jedenfalls gegen Haching, Bayern II und am 9. Oktober dann Bayreuth. Schicksals-Spiele also. Oder wie es Trainer Strobl formuliert. "In den nächsten drei, vier Wochen können wir einiges verspielen. Aber auch komplett wieder oben zurück sein."




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