06.08.2021

Jung und wichtig: Zwei 20-Jährige wollen auch gegen Eichstätt Schaldings Laden dichthalten


von Alexander Kriegl


Mit 20 Jahren schon feste Größen im Regionalliga-Kader des SV Schalding: Neuzugang Alexander Mankowski (l.) und Eigengewächs Daniel Zillner (Mitte). −Foto: Christian Butzhammer

Mit 20 Jahren schon feste Größen im Regionalliga-Kader des SV Schalding: Neuzugang Alexander Mankowski (l.) und Eigengewächs Daniel Zillner (Mitte). −Foto: Christian Butzhammer

Mit 20 Jahren schon feste Größen im Regionalliga-Kader des SV Schalding: Neuzugang Alexander Mankowski (l.) und Eigengewächs Daniel Zillner (Mitte). −Foto: Christian Butzhammer


Er ist zu lange dabei und hat zu viel erlebt, um es nicht zu tun: Markus Clemens drückt erst mal auf die Bremse. "Bloß nicht in den Himmel loben, schön am Boden bleiben", sagt der sportliche Leiter. Aber Clemens weiß natürlich auch, dass sich Bemerkenswertes abspielt in der Abwehr des SV Schalding: Eigengewächs Daniel Zillner und Neuzugang Alexander Mankowski haben sich in der defensiven Dreierkette festgespielt – und das mit gerade mal 20 Jahren.

Überrascht hat ihn das schon, gibt Daniel Zillner zu. Eine mittelgroße Portion Nervosität war ihm auch anzumerken in Burghausen, beim ersten Saisonspiel. "Leistungstechnisch nicht mein bester Einsatz, zu viele Fehlpässe", sagt er. Und doch sollte sein 45-Minuten-Einsatz in der Wacker-Arena – er wurde zur Halbzeit ausgewechselt – der bislang schönste seiner Karriere werden. Zillner stand nach einem Freistoß goldrichtig und drückte den Ball zum 1:0-Siegtreffer über die Linie – Matchwinner. "Das war schon ein besonderes Gefühl", erzählt er.

Drei weitere Startelfeinsätze sollten folgen, jedes Mal über die volle Distanz. "Ich spüre vollstes Vertrauen vom Verein, das gibt mir ein gutes Gefühl", sagt der in Engertsham wohnhafte Jungspund, der seit der B-Jugend das grün-weiße Trikot trägt. In den Jugendmannschaften war Zillner noch im Mittelfeldzentrum zuhause, Regionalliga-Coach Köck machte aus dem umsichtigen und ballsicheren Zillner kurzerhand einen Innenverteidiger – dem seine Spielstärke auf der neuen Position natürlich zugute kommt. "Im Mittelfeld hatte ich immer Gegnerdruck, der ist jetzt weniger geworden. So kann ich meine Übersicht und Passstärke voll ausspielen."

Mit dem Positionswechsel änderte sich übrigens auch Zillners Vorbild: von Zidane zu Sergio Ramos. Vom spanischen Innenverteidiger will er sich vor allem eins abschauen: Kommandos. "Meine Kommunikation auf dem Platz muss besser werden."

Zillner geht gerade die ersten Meter eines Wegs, der ihn nach eigenem Wunsch eines Tages in den Profifußball führen soll. "Mein Ziel ist die 3. Liga", sagt er, schiebt aber zugleich nach: "Erst mal will ich mich in Schalding etablieren, es ist ja immer noch meine erste Station im Herrenbereich."

Die hat Verteidigerkollege Mankowski (20) bereits hinter sich. Der bei Wacker Burghausen ausgebildete Defensivmann absolvierte 16 Regionalliga-Spiele für die Oberbayern. Sein neuer Trainer Stefan Köck baut voll und ganz auf ihn, Mankowski verpasste bislang keine einzige Minute – und rettete den Schaldingern am Dienstagabend mit seinem Last-Minute-Treffer in Eltersdorf einen wichtigen Punkt (1:1).

Allzu sehr in die Karten schauen ließ sich Stefan Köck freilich nicht, was die Aufstellung für das Heimspiel gegen Eichstätt (17 Uhr) angeht. Alles andere als Mankowskis sechster Startelfeinsatz wäre aber eine Überraschung. Und auch Zillners Rückkehr ins erste Aufgebot scheint nach einer Verschnaufpause gegen Eltersdorf wahrscheinlich. Die jungen Verteidiger und ihr "Abwehrchef" Fabian Burmberger (26) dürften gegen Eichstätt auf eine harte Probe gestellt werden. "Das ist eine sehr kompakte und giftige Mannschaft, die besonders im Umschaltspiel und bei Standards gefährlich ist", warnt Köck.

Zum Personal: Johannes Pex hat sein Studium in den USA wieder aufgenommen, hinter Philipp Knochner und Christian Seidl stehen Fragezeichen.

Der freie Kartenvorverkauf für das Heimspiel gegen den FC Bayern II (17. August, 18.30 Uhr) startet beim heutigen Heimspiel ab 18 Uhr. Ebenso werden am Mittwoch und Donnerstag (17 bis 19 Uhr) Karten im Vorverkauf am Reuthinger Weg angeboten. Der SV Schalding bittet aufgrund der aktuellen Bestimmungen um Verständnis und weist auf eine rechtzeitige Anreise zum Spiel hin.




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