30.07.2021

Junglöwen "beißen" 1. FC Viechtach, jetzt wartet Habischried – Ruhmannsfelden II in Arnbruck


von Felix Drexler


Doppelpack auf der Regeninsel: Löwen-Sturmtalent Anton Cindric (r., im Zweikampf mit Viechtachs Michael Probst) zeigte am Mittwoch sein Können. Am Sonntag wartet auf den FCV wieder der Liga-Alltag: Die Elf von Tobias Gschwendtner ist in Habischried zu Gast. −Foto: T. Gierl

Doppelpack auf der Regeninsel: Löwen-Sturmtalent Anton Cindric (r., im Zweikampf mit Viechtachs Michael Probst) zeigte am Mittwoch sein Können. Am Sonntag wartet auf den FCV wieder der Liga-Alltag: Die Elf von Tobias Gschwendtner ist in Habischried zu Gast. −Foto: T. Gierl

Doppelpack auf der Regeninsel: Löwen-Sturmtalent Anton Cindric (r., im Zweikampf mit Viechtachs Michael Probst) zeigte am Mittwoch sein Können. Am Sonntag wartet auf den FCV wieder der Liga-Alltag: Die Elf von Tobias Gschwendtner ist in Habischried zu Gast. −Foto: T. Gierl


Es war ein ungleiches Duell, das die 125 Zuschauer am Mittwochabend auf der Viechtacher Regeninsel sahen. Die U19 des TSV 1860 München, normalerweise in der Bayernliga Süd beheimatet, zeigte den Kreisklassenfußballern die Grenzen auf, siegte letztlich mit 9:1. "Der Klassenunterschied wurde schnell deutlich", sagt Viechtachs Sportlicher Leiter Tommi Reisinger, fügt aber gleich hinzu: "Das ist auch kein Wunder: Schließlich wollen die alle Profis werden."
Die Bilder zum Spiel: 1860-Nachwuchs zeigt Viechtach die Grenzen auf

Den Torreigen für die Sechz’ger eröffnete der ehemalige Deggendorfer Jugendspieler Moritz Rem per Strafstoß (7.). Colin Beutel erhöhte wenig später per Doppelpack (18., 24.). Devin Sür (24.), Lukas Friedrich (29.) und Marius Wörl (38.) schossen einen komfortablen Vorsprung für die Münchner heraus. Zwischenzeitlich gelang Julian Hermann der Ehrentreffer für die Hausherren (35.). Für den standesgemäßen Sieg der Mannschaft von 1860-Trainer Jonas Schittenhelm sorgten Anton Cindric (49., 60.) und Philip Kuhn (54.).

"So ein Spiel gegen einen solch spielstarken Gegner hat man nicht alle Tage. Auch wenn es für uns eine zusätzliche Belastung bedeutet hat, haben wir das Duell gerne mitgenommen", betont Reisinger. Nach dem Abstieg nach Quotientenregel befinden sich die Viechtacher in dieser Saison im Umbruch: 14 ehemalige Jugendspieler schnuppern erstmals Luft im Herrenbereich und müssen integriert werden. "Der Neuaufbau steht im Vordergrund. Wir wollen sie behutsam heranführen", sagt Reisinger.

Mit dem Duell in Habischried wartet am Sonntag wieder der Liga-Alltag. Am ersten Spieltag musste sich der FCV mit einem 1:1 gegen Untermitterdorf begnügen. Nach einer guten Vorbereitung stand den Spielern um Kapitän Matthias Probst die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Der FC war die bessere Mannschaft, trotz zahlreicher Chancen glückte Patrick Preuß nur noch der Ausgleich per Strafstoß. Ebenso haderten die Verantwortlichen mit dem aus ihrer Sicht fragwürdigen Platzverweis gegen Mittelfeldmotor Michael Kopp. Mit dem ersten Saisonsieg soll es nun am Sonntag klappen. Trainer Tobias Gschwendtner kann personell aus dem Vollen schöpfen, ihm steht der gesamte Kader zur Verfügung.

Die Habischrieder haben mit dem 2:2 in Frauenau einen überraschenden Punktgewinn gelandet. Sogar ein Dreier wäre möglich gewesen, denn die SV’ler führten bis kurz vor Schluss mit 2:1. Am Sonntag erwarten die Habischrieder eine weitere knifflige Aufgabe. Nur mit einer Energie-Leistung, so die Vorgabe von Trainer Florian Ebner, wird man bestehen können. "Wir werden wieder alles geben und dann schauen, was möglich ist."

Als Außenseiter sehen sich auch die Bischofsmaiser Fußballer vor ihrem Duell in Lindberg. Wenngleich man mit dem Gegner in den letzten Jahren auf Augenhöhe agierte, sind nun die Vorzeichen etwas anders. Nach einer enttäuschenden Nullnummer gegen Bodenmais zum Saisonstart wäre man nun mit demselben Ergebnis hochzufrieden. "Wir wollen einen mutigen Auswärtsauftritt hinlegen. Wenn wir allerdings Zählbares holen möchten, muss fast alles stimmen. Lindberg zählt sicherlich zu den Aufstiegsfavoriten", sagt Trainer Marco Eder. Aus dem Lazarett könnte Tobias Sitzberger rechtzeitig fit werden.

Den Platz an der Sonne will Aufsteiger Ruhmannsfelden II in Arnbruck verteidigen, das am Donnerstag zwei Coronafälle vermeldete. Da die beiden Spieler während der Woche nicht im Training waren, war die Hoffnung in Arnbruck bis zuletzt groß, das Spiel dennoch austragen zu können. Bis zum gestrigen Redaktionsschluss war die Partie noch angesetzt.

Brisante Begegnungen gibt es am Wochenende auch in Kollnburg (gegen Frauenau), March (gegen Kirchdorf-Eppenschlag), Bodenmais (gegen die SG Gotteszell/Teisnach) und Untermitterdorf (gegen Patersdorf). − redKreisklasse Regen am Samstag, 15 Uhr: Arnbruck – Ruhmannsfelden II; 16.15 Uhr: Kollnburg – Frauenau; Sonntag, 15 Uhr: March – Kirchdorf-Eppenschlag, Lindberg – Bischofsmais, Bodenmais – SG Gotteszell/Teisnach, Habischried – Viechtach, Untermitterdorf – Patersdorf.




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