27.07.2021

Vor Wackers Hammer-Partien: Erst Impfaktion, dann Derbysieg? – Schaldings Tanz auf der Rasierklinge


von Michael Buchholz


Den ersten Sieg dieser Regionalliga-Saison durften Wacker-Trainer Leo Haas (Vierter von links) und seine Schützlinge zuletzt mit 2:1 beim Drittliga-Absteiger Unterhaching feiern. Heute wollen sie im Heimderby gegen 1860 Rosenheim nachlegen. −Foto: Butzhammer

Den ersten Sieg dieser Regionalliga-Saison durften Wacker-Trainer Leo Haas (Vierter von links) und seine Schützlinge zuletzt mit 2:1 beim Drittliga-Absteiger Unterhaching feiern. Heute wollen sie im Heimderby gegen 1860 Rosenheim nachlegen. −Foto: Butzhammer

Den ersten Sieg dieser Regionalliga-Saison durften Wacker-Trainer Leo Haas (Vierter von links) und seine Schützlinge zuletzt mit 2:1 beim Drittliga-Absteiger Unterhaching feiern. Heute wollen sie im Heimderby gegen 1860 Rosenheim nachlegen. −Foto: Butzhammer


Es geht Schlag auf Schlag in der Fußball-Regionalliga Bayern: Am Dienstag steht bereits der dritte Spieltag auf dem Programm, dabei erwartet der SV Wacker Burghausen um 19 Uhr den TSV 1860 Rosenheim zum Inn/Salzach-Derby. Der SV Schalding tritt auswärts in Augsburg an.

Burghausen – Rosenheim
"Wir wollen das Selbstvertrauen aus dem Unterhaching-Spiel mitnehmen und den ersten Heimsieg einfahren", erklärt SVW-Geschäftsführer Andreas Huber nach dem 2:1 bei der Spvgg. Während sich Trainer Leo Haas meist den Blick auf die kommenden Aufgaben verbietet und sich voll auf das bevorstehende Match fokussiert, schaut Huber schon etwas in die nähere Zukunft: "Die nächsten Aufgaben mit Bayreuth, Schweinfurt und Aschaffenburg werden ja nicht leichter." Insofern könnte sich Wacker mit einem Heimdreier gegen Rosenheim schon eine gute Ausgangsposition vor diesen Hammerspielen verschaffen, in denen die Aussicht auf Siege nicht zwangsläufig gegeben ist. "Ich denke, dass die Liga in diesem Jahr bis auf wenige Ausnahmen sehr ausgeglichen ist. Wir müssen uns da vor keiner Mannschaft verstecken, dürfen aber auch keinen Gegner unterschätzen", sagt Huber. Gegen Rosenheim erwartet der Geschäftsführer ein ähnliches Duell wie bei der 0:1-Auftaktniederlage gegen den SV Schalding: "Rosenheim wird tief stehen, deswegen rechne ich auch nicht damit, dass wir sehr viele Chancen bekommen. Wir müssen es so wie in Unterhaching machen, als wir ja auch nicht die Großzahl an Chancen hatten, diese aber effektiv genutzt haben." Logisch, dass Huber da auf Doppel-Torschütze Robin Ungerath anspielt: "Für ihn hat es mich unheimlich gefreut. Jetzt weiß er, dass er auch in der Regionalliga Tore machen kann. Er darf sich halt darauf jetzt nicht ausruhen, sondern muss so weitermachen." Die Gäste, denen Trainer Florian Heller ein defensiveres Konzept verordnet hat, sieht Huber in der Offensive mit "sehr guter Qualität". Ob der angeschlagene Ex-Burghauser Sascha Marinkovic mitmischen kann, ist indes fraglich. "Auch ein Tom Steinherr braucht sicher noch etwas Anlaufzeit", schätzt Huber den Gegner noch nicht bei voller Leistungsstärke ein. Hoffnung hat er indes, dass das Impfangebot des Landkreises in der Sportparkhalle heute gut angenommen wird: Wer sich ab 18 Uhr dort gegen Corona impfen lässt, bekommt eine Freikarte für das Prestige-Duell gegen Rosenheim – eine tolle Aktion!

Augsburg – Schalding
Zwei Spiele sind absolviert in der neuen Regionalligasaison und der SV Schalding steht mit vier Punkten auf dem sechsten Platz. Sicher, die Tabelle hat noch wenig bis gar keine Aussagekraft. Eines aber kann man dennoch schon jetzt konstatieren: Mit diesem Start des SVS hatten wohl die wenigsten gerechnet, denn sowohl Burghausen als auch der Vorjahres-Vizemeister Nürnberg II werden hoch eingeschätzt. "Beide werden sicher nichts mit dem Abstieg zu tun haben", meinte SVS-Trainer Stefan Köck am Freitag nach dem 1:1 gegen den kleinen Club. "Es waren zwei starke Gegner und wir haben es beide Male ganz ordentlich gemacht. Aber diese Leistung müssen wir auch dauerhaft abrufen", sagt der Coach vor dem schwierigen Auswärtsspiel in Augsburg (19 Uhr). Und das wird nicht gerade einfach. Denn ab jetzt sind die Schaldinger praktisch im Dauereinsatz, bis Ende August stehen gleich vier Englische Wochen auf dem Programm. "Die Spiele sind alle extrem eng, es ist eigentlich immer ein Tanz auf der Rasierklinge. Wenn es ein bisschen anders läuft, hätten wir auch mit Null punkten starten können", sagt Sportchef Markus Clemens. Ein Vorteil der Schaldinger: "Die Mannschaft hat sich sehr schnell gefunden. Und von der Breite des Kaders sind wir einen Schritt weiter als im Vorjahr", sagt Clemens. "Zudem sind einige Spieler derzeit in absoluter Top-Verfassung." Die anderen müssten schnellstmöglich auf dieses Niveau kommen, so der Sportchef. Schon am Dienstag ist der SVS wieder gefordert. In Augsburg wartet ein ähnlich heißer Tanz wie gegen Nürnberg. − mb/la




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