03.03.2021

Weil das Internet ausfällt: Vilshofener Ex-Weltmeister Reiter verpasst Bronzemedaille



Gold und Silber hat er schon, Bronze war ihm nicht vergönnt – zumindest in diesem Jahr: Josef Reiter vom Ruderclub Vilshofen.

Gold und Silber hat er schon, Bronze war ihm nicht vergönnt – zumindest in diesem Jahr: Josef Reiter vom Ruderclub Vilshofen.

Gold und Silber hat er schon, Bronze war ihm nicht vergönnt – zumindest in diesem Jahr: Josef Reiter vom Ruderclub Vilshofen.


Digitale Technik ist in vielen Bereichen des Lebens unersetzbar geworden, zumindest ist sie eine große Hilfe, gerade in Corona-Zeiten. Wenn sie aber versagt... Eine bittere Erfahrung musste in diesem Zusammenhang Josef Reiter vom Ruderclub Vilshofen machen.

Für europäische Athleten bestand die erste Chance, sich für die 2021 World Rowing Indoor Championships (WRICH) zu qualifizieren, schon Anfang Dezember in London bei den WRICH European Qualifiers. Diese verpasste Josef Reiter (Jahrgang 1962) wegen der Pandemie und der daraus resultierenden Reisebeschränkungen. Doch heuer gab es auch noch die offenen Qualifikationen, an denen jeder bis Anfang Februar einen Ergometerwert über 2000 Meter mit Videobeweis einsenden musste.

Der ehemalige Weltmeister aus Vilshofen schaffte hier die Qualifikation mit einer Zeit von 6:53,1 Minuten. Insgesamt gab es dann zehn Startplätze für die WM Ende Februar: fünf Startplätze für die Kontinent- und fünf für die offenen Qualifikationen. Das Finale fand online statt. Die Teilnehmer mussten ihr Rennen zu Hause fahren und per Video in den Livestream übertragen.

Schon im Vorfeld war für Josef Reiter ein Medaillenplatz realistisch, da durch eine Abmeldung nur zwei Athleten eine schnellere Qualifikationszeit abgegeben hatten. Natürlich kommt es auch immer auf die Form der Sportler am Wettkampftag an und auf die äußeren Einflüsse. Eine Woche vor dem Wettkampf konnten die Teilnehmenden dann in einem Testrennen starten, um ihre Ergometer- und Internetverbindungen zu testen. Hier lief für Reiter alles reibungslos.

Am 24. Februar war es dann soweit, um 14.08 Uhr hieß es für den Vilshofener alles geben. Doch zwei Minuten vor dem Start brach plötzlich die Internetverbindung ab und Reiter konnte nicht mehr in die Startlobby eintreten. Doch der erfahrende Teilnehmer fuhr die 2000 Meter trotzdem. Mit einer Zeit von 6:50,6 Minuten hätte es für Bronze gereicht.

"Doch leider greift hier das Regelwerk der WRICH. Wer fünf Minuten vor Rennstart nicht eine ausreichende Internetverbindung bereitstellen kann, wird vom Rennen ausgeschlossen. Das ließ sich Josef Reiter auch nochmal von den Organisatoren bestätigen", so der Ruderclub in einer Pressemitteilung.

Die Enttäuschung und der Frust waren groß, denn ausgerechnet im entscheidenden Moment versagte die Internetverbindung. Ohne diesen Zwischenfall hätte der ehemalige Gold- und Silber-Gewinner sein Medaillen-Set vervollständigen können.

Josef Reiter gibt aber nicht auf und hofft, dass er 2022 in Hamburg wieder bei den leichten Masters um eine Medaille kämpfen kann. − red




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