02.03.2021

"Ganze Saison ein Wahnsinn": Quarantäne-Hattrick in Peiting bereitet auch DSC Probleme


von Sebastian Lippert


Wer kommt denn nun? Chase Schaber und der Deggendorfer SC würden am Sonntag gern gegen Peiting spielen, doch der EC muss womöglich längere Zeit in Quarantäne. −Foto: Roland Rappel

Wer kommt denn nun? Chase Schaber und der Deggendorfer SC würden am Sonntag gern gegen Peiting spielen, doch der EC muss womöglich längere Zeit in Quarantäne. −Foto: Roland Rappel

Wer kommt denn nun? Chase Schaber und der Deggendorfer SC würden am Sonntag gern gegen Peiting spielen, doch der EC muss womöglich längere Zeit in Quarantäne. −Foto: Roland Rappel


Aller guten Dinge sollen ja bekanntlich drei sein, doch beim EC Peiting sind sie anderer Meinung: Der Eishockey-Oberligist befindet sich schon zum dritten Mal in dieser Saison in Quarantäne. Zweifelhafter Ruhm, auf den die Pfaffenwinkler zu gern verzichtet hätten. Kurz vor den Playoffs bringt die neuerliche Zwangspause auch andere Mannschaften in die Bredouille – unter anderem den Deggendorfer SC.

Der Deggendorfer SC hat selbst noch fünf ausstehende Partien, nachdem die Duelle mit Regensburg und Rosenheim am vergangenen Wochenende wegen eines Corona-Verdachtsfalls abgesagt werden mussten. Das Peiting-Duell wäre eines von noch drei Heimspielen, der DSC hat großes Interesse daran, die Partie auszutragen. Doch: Am Sonntag wird sie nicht stattfinden. Der Deutsche Eishockey-Bund hat die Partie abgesetzt.

Bei fünf Peitinger Spielern hatten Corona-Schnelltests am vergangenen Freitag ein positives Ergebnis angezeigt, eins davon ist per PCR-Test bestätigt, wie der "Merkur" zuvor berichtete. Stand Dienstagmorgen hat der ECP weiterhin diesen einen nachgewiesenen positiven Fall. "Das ist total bitter. Die ganze Saison ist ein Wahnsinn", sagt ein frustrierter Peter Gast am Dienstagmorgen im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse. Die Peitinger hatten schon Mitte November sowie Anfang Januar aufgrund positiver Covid-19-Fälle aussetzen müssen.

Peter Gast: "Schlimmer geht’s nicht"

"Schlimmer geht’s nicht. Es wäre wahrscheinlich gescheiter gewesen, wir hätten 20 Fälle auf einmal gehabt – dann hätten wir jetzt Ruhe", sagt Gast mit Sarkasmus. Die Dienstagabend-Partie gegen die Starbulls Rosenheim war ohnehin bereits abgesagt worden. Peter Gast hielt es für sehr wahrscheinlich, dass auch die Peitinger Partien gegen Weiden (Freitag) und in Deggendorf (Sonntag) nicht stattfinden können, was eine Stunde nach dem Telefonat dann auch so kam.

Quotienten-Tabelle wird wahrscheinlicher

Mit jetzt 29 von 36 Spieltagen haben die Peitinger die wenigsten aller Teams absolviert, und die Lücke wächst. Die Hauptrunde endet ohne Wenn und Aber am 16. März, das hat der Deutsche Eishockey-Bund zusammen mit den Oberliga-Klubs beschlossen. Die Chancen, dass Peiting noch auf seine 36 Spiele kommt und in der Oberliga Süd eine Punktetabelle gebildet werden kann, sind marginal. Das macht es wahrscheinlicher, dass die Quotienten-Tabelle herangezogen werden muss.

Als aktueller Tabellen-Siebter wären die Peitinger für die Pre-Playoffs qualifiziert (19. und 21. März). Vor den Play-offs gilt: Wird eine Mannschaft vor Beginn einer Serie (bis maximal 30 Stunden vor dem Eröffnungsbully) mit einer Quarantänepflicht belegt und weist bis zur genannten Frist keine Mindeststärke an Spielern nach, scheidet das Team vorzeitig aus den Playoffs aus.




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