23.02.2021

"HUGme21"-Challenge: Wie Maria und Alex Starkl Menschen in Not helfen wollen


von Sebastian Lippert


Für einen Moment ganz der Fußballer: Alex Starkl im Kickoff-Video zur "HUGme21"-Challenge, zusammen mit seiner Frau Maria. −Screenshot: PNP

Für einen Moment ganz der Fußballer: Alex Starkl im Kickoff-Video zur "HUGme21"-Challenge, zusammen mit seiner Frau Maria. −Screenshot: PNP

Für einen Moment ganz der Fußballer: Alex Starkl im Kickoff-Video zur "HUGme21"-Challenge, zusammen mit seiner Frau Maria. −Screenshot: PNP


Als Stürmer auf dem Fußballplatz reißt Alexander Starkl (34) Löcher in gegnerische Abwehrreihen. Viel mehr am Herzen liegt es dem bald zweifachen Papa und seiner Frau Maria (29) aber, Menschen auch in der Pandemie zusammenzubringen – für den guten Zweck.

Zusammen gründeten die Starkls, die den zweiten Sohn der kleinen Familie erwarten, die gemeinnützige Organisation "HUGme 21". Übersetzt heißt das: "Umarme mich" – während die "21" selbstredend für das bislang von der Corona-Pandemie dominierte Jahr 2021 steht. Das Ziel der Organisation sei laut Angaben, "unschuldig in Not geratenen Menschen und Familien zu helfen". Verwaltet und eingerichtet wurde das Spendenkonto vom Passauer Helferverein "Mia fi di" unter dem Vorsitz von Stadtrat Oliver Robl. Auf zwei Tage ist bereits eine vierstellige Summe zusammengekommen. "Die Spendenbereitschaft ist überragend. Man sieht, dass jeder helfen möchte. Dafür kann man nicht genug Danke sagen", betont Alexander Starkl.

Maria und Alex Starkl setzen sich für Menschen ein, die aufgrund der Coronakrise unverschuldet in Not geraten sind. Der 34-Jährige hat sich als Amateurfußballer einen Namen gemacht und wird zur neuen Saison Co-Spielertrainer beim TV Freyung. Die aktuelle und unterbrochene Saison vollendet Starkl noch beim Freyunger Ligakonkurrenten SV Oberpolling. −Screenshot: PNP

Maria und Alex Starkl setzen sich für Menschen ein, die aufgrund der Coronakrise unverschuldet in Not geraten sind. Der 34-Jährige hat sich als Amateurfußballer einen Namen gemacht und wird zur neuen Saison Co-Spielertrainer beim TV Freyung. Die aktuelle und unterbrochene Saison vollendet Starkl noch beim Freyunger Ligakonkurrenten SV Oberpolling. −Screenshot: PNP

Maria und Alex Starkl setzen sich für Menschen ein, die aufgrund der Coronakrise unverschuldet in Not geraten sind. Der 34-Jährige hat sich als Amateurfußballer einen Namen gemacht und wird zur neuen Saison Co-Spielertrainer beim TV Freyung. Die aktuelle und unterbrochene Saison vollendet Starkl noch beim Freyunger Ligakonkurrenten SV Oberpolling. −Screenshot: PNP


Eine Website gibt es derzeit nicht, dafür eine Facebookseite und ein Instagram-Konto. Der Start für die "HUGme 21-Challenge" erfolgte am Samstag. In einem vom jungen Passauer Video-Studio "SHRED Produktion" produzierten Videobeitrag stellte das Paar ihr Projekt vor. Gedreht wurde am Montag vor einer Woche im Passauer Herrenmoden-Geschäft "ResiDenz", schon am Mittwoch war der Clip fertig. Alles zum Nulltarif, wie Alex Starkl im Gespräch mit der Heimatzeitung dankend hervorhebt. Übrigens: Dass die blonden Haare trotz geschlossener Friseurläden fast perfekt sitzen, habe er seiner Frau zu verdanken.

Das Modelabel "jung & stolz" unterstützt die Aktion der Starkls ebenfalls. Für jedes verkaufte T-Shirt mit dem Aufdruck "Hugme21" gehen zehn Euro auf das Spendenkonto. Den Link zum Shirt finden Sie im Artikel. −Foto: Privat

Das Modelabel "jung & stolz" unterstützt die Aktion der Starkls ebenfalls. Für jedes verkaufte T-Shirt mit dem Aufdruck "Hugme21" gehen zehn Euro auf das Spendenkonto. Den Link zum Shirt finden Sie im Artikel. −Foto: Privat

Das Modelabel "jung & stolz" unterstützt die Aktion der Starkls ebenfalls. Für jedes verkaufte T-Shirt mit dem Aufdruck "Hugme21" gehen zehn Euro auf das Spendenkonto. Den Link zum Shirt finden Sie im Artikel. −Foto: Privat


Geweckt wurde der Wille zu helfen von einem Radiobeitrag. Der Hinterebener Starkl hörte einer jungen Frau zu, die ihre Schieflage schilderte. Ihre Worte wühlten ihn auf. Die Frau sei gerade so noch in der Lage für ihre Miete aufzukommen, doch schon beim Lebensmitteleinkauf wäre es eng. Das erzählte sie bei "Antenne Bayern" und erwähnte, dass ein Essensgutschein ihr eine große Hilfe wäre. "Wir erwarten unseren zweiten Sohn. Wenn ich daran denke, dass ich meine Familie nicht mehr ernähren könnte, wäre ich auch um jede Hilfe froh", erzählt Starkl im Video – der Helferwille war gekeimt.

Helfer-Netzwerk greift den Starkls unter die Arme

Vor dem Start holten die Starkls ein kleines Helfer-Netzwerk ins Boot: Zuerst den Schaldinger Abteilungsleiter Michael Sonndorfer (28, Leiter Medien und Kommunikation), der mit Spendensammlungen bereits Erfahrung hat und das Projekt mit seinem Modelabel "jung & stolz" kurzfristig ebenfalls unterstützt. Beim Kauf eines T-Shirts mit dem Logo der Aktion "Hugme 21" gehen automatisch zehn Euro auf das Spendenkonto. Dann Starkls Spezl Florian Bernetseder (29), der sich um Facebook und Instagram kümmert. Und schließlich unter anderem die Video-Producer Cedric Weiherer und Hannes Setzer.

Nun soll die Aktion bekannt werden. Dafür überlegte sich das Paar eine Challenge, die sich in den sozialen Medien schon jetzt großer Beliebtheit erfreut: Menschen, die zusammen in einem Haushalt leben oder sich ohnehin sehr nah sind – also der Vater, die Mutter, Sohn, Tochter, Freund, Freundin, der Ehemann, die Frau oder den/die Mitbewohner/in – klemmen einen aufgeblasenen Luftballon zwischen sich und drücken sich so fest, bis der Ballon platzt. Die Umarmung wird gefilmt und mit dem Hashtag (#) HUGmeChallenge auf die sozialen Medien gestellt. Wahlweise können im Videobeitrag auch Freunde animiert werden mitzuziehen.

Die Starkls achten im Video übrigens penibel darauf, die Maßgaben der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung nicht zu konterkarieren, schließlich sind qua Gesetz weiterhin Maske und Abstand das Gebot der Stunde. Umarmt werden solle für die Challenge daher nur, wer ohnehin im selben Haushalt lebt oder einem ähnlich nah ist.

Der Stürmer Alex Starkl hat genug vom Löcherreißen in Menschen(abwehr)ketten. Jetzt geht’s ans Verbinden, gemeinsam – getreu dem Motto der Aktion: "Zusammenhalt war nie wichtiger als jetzt".

Das Spendenkonto "mia fi di": DE41 7406 6749 0006 4533 33. Verwendungszweck: HUGme




URL: http://www.heimatsport.de/fussball/ueberregional/bezirksliga_ost_ndb./3920840_HUGme21-Challenge-Wie-Maria-und-Alex-Starkl-Menschen-in-Not-helfen-wollen.html
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