26.01.2021

Rassistische Banner gegen Türkgücü: 1.FC Kaiserslautern verurteilt Rechtsextreme aufs Schärfste



Mit diesem Spruchband vor dem Stadion antworteten die FCK-Fans auf ein Banner der rechtsextremen Partei "Der 3. Weg". Das ursprüngliche Transparent der Kleinpartei ("Türkgücü nicht willkommen") ist nicht fotografisch dokumentiert. −Foto: imago images

Mit diesem Spruchband vor dem Stadion antworteten die FCK-Fans auf ein Banner der rechtsextremen Partei "Der 3. Weg". Das ursprüngliche Transparent der Kleinpartei ("Türkgücü nicht willkommen") ist nicht fotografisch dokumentiert. −Foto: imago images

Mit diesem Spruchband vor dem Stadion antworteten die FCK-Fans auf ein Banner der rechtsextremen Partei "Der 3. Weg". Das ursprüngliche Transparent der Kleinpartei ("Türkgücü nicht willkommen") ist nicht fotografisch dokumentiert. −Foto: imago images


Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern hat rassistische Anfeindungen gegen den sportlichen Rivalen Türkgücü München scharf verurteilt und in einem offenen Brief Stellung bezogen.

Aufsichtsratsboss Rainer Keßler sagte: "Es ist unerträglich, dass rechte Gruppierungen den Versuch unternehmen, den 1. FC Kaiserslautern, seinen Namen, seine Historie und Werte sowie das Fritz-Walter-Stadion für menschenverachtende Parolen und ihre Ideologien zu missbrauchen."

Im Vorfeld hatte die rechtsextreme Partei "Der III. Weg" direkt vor dem Stadion Banner mit der Aufschrift "Türkgücü nicht willkommen" platziert und dazu in der Stadt tausende Banner verteilt. Es waren nicht die ersten Anfeindungen gegen Türkgücü. Schon im Herbst vergangenen Jahres ließen sich Anhänger der Kleinpartei mit demselben Spruch in Zwickau und Magdeburg ablichten.

Der Traditionsclub aus der Pfalz veröffentlichte dazu vor dem Spiel am Dienstagabend einen Tweet mit einer Antwort seiner Fans: "Maul halten, wenn die Westkurve spricht! Wer hier willkommen ist, entscheidet nicht ihr!"

Sowohl Inhalt als auch Ort der Darstellung seien für die FCK-Verantwortlichen "nicht zu tolerieren". Der Verein verwies auf das Betze-Lied, in dem es heißt: "Jeder Club ist uns willkommen, jede Mannschaft gern gesehen." Stattdessen seien es "Nazis und Rechtsextremisten wie ihr, die auf dem Betze nicht willkommen sind", richtete der Fußballclub an die Partei aus. − dpa/brö/sli




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