16.12.2020

Wieder Kreisklasse nach 17 Jahren? Plattlinger Kickers fühlen "ultimative Sehnsucht"


von Sebastian Lippert


Der Chef: Philipp Krämer lenkt als Spielertrainer die Geschicke. −F.: Nagl

Der Chef: Philipp Krämer lenkt als Spielertrainer die Geschicke. −F.: Nagl

Der Chef: Philipp Krämer lenkt als Spielertrainer die Geschicke. −F.: Nagl


Die Kickers streben in die Kreisklasse: Im Mai 2021 feiern die Plattlinger womöglich die Rückkehr in die Kreisklasse – nach 17 Jahren Abstinenz. Die Plattlinger Kickers stehen damit vor dem größten Vereinserfolg dieses Jahrzehnts: Maximal vier Siege fehlen noch zur Meisterschaft in der A-Klasse Plattling. Zur Jahrtausendwende war der Verein binnen drei Jahren – von 2000 bis 2003 – aus der Bezirksliga in die A-Klasse abgestiegen.

Entsprechend euphorisch war der Klub vor dem Re-Start des Amateurfußballs im vergangenen September. Die Kickers riefen die Mission "Seven Steps" aus, also sieben Spiele zu Titel und Aufstieg. Mit Blick auf mittlerweile nur mehr sechs ausbleibende Partien bei zehn Punkten Vorsprung – respektive acht, wenn der TSV Aholming sein Nachholspiel gewinnt – sind die Kickers ihrem Ziel schon nah gekommen.

Ihr Erfolg kommt nicht von ungefähr: Im Vorjahr verlor man ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem FC Moos um Platz 1 (beide 58 Punkte) im direkten Vergleich (0:3, 0:1) und als Vizemeister dann auch das Relegationsspiel gegen die SG Bogen II/Oberalteich (1:2).

Nun nimmt man den nächsten Anlauf. 22 Spieler kamen bisher zum Einsatz, angeführt vom Spielertrainer-Duo Philipp Krämer (34) und "Co" Dominik Czech (28). Auch der junge 1. Vorsitzende selbst wirkte einmal mit: Thomas Hartl (31). Dass der Verein auf der Trainerposition auf Kontinuität setzte, zahlt sich nun aus. Krämer lenkt die Geschicke der ersten Elf nun schon im vierten Jahr.

"Die Handschrift der Trainer ist klar erkennbar", sagt Thomas Hartl erfreut. In der Personalie Krämer auf Kontinuität zu setzen, zahle sich nun aus. "Schon in der letzten Saison war die Tendenz ganz klar erkennbar. Daran konnten wir nahtlos anknüpfen", so Hartl. Mit den Trainern habe man Vorgespräche geführt, eine Einigung auf weitere Zusammenarbeit wurde aber auch aufgrund der Pandemie noch nicht erzielt.

Sportlich gehe es im neuen Jahr darum, den Aufstieg so schnell wie möglich fix zu machen. Ein Endspiel gegen den aktuellen Tabellenzweiten SV Buchhofen am letzten Spieltag will man in jedem Fall vermeiden und geht auch davon aus, das zu schaffen.

Der Wiederaufstieg in die Kreisklasse, er wäre ein Meilenstein. "Alle, die mit unserem Verein zu tun haben, verspüren eine ultimative Sehnsucht nach der Kreisklasse. Wir sehnen uns immens danach", sagt Thomas Hartl. Dass diese Mannschaft noch gestoppt werden kann, scheint unwahrscheinlich – auch, wenn Winterneuzugänge bisher ausbleiben.




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