28.11.2020

Elfer und Rot: Die Löwen toben nach zwei folgenschweren Entscheidungen im Derby



Er kann es nicht fassen: Denis Dressel sieht von Schiri Patrick Hansbauer die rote Karte. imagoimages

Er kann es nicht fassen: Denis Dressel sieht von Schiri Patrick Hansbauer die rote Karte. imagoimages

Er kann es nicht fassen: Denis Dressel sieht von Schiri Patrick Hansbauer die rote Karte. imagoimages


Der TSV 1860 München tritt weiter auf den Stelle. Im Stadt-Derby am Samstag gegen Aufsteiger Türkgücü mussten sich die Löwen mit einem 2:2 begnügen – es war die vierte sieglose Partie in Folge.

Zwei magere Punkte brachte die Mannschaft von Trainer Michael Köllner in dieser Zeit auf das Konto − zu wenig, will man ganz oben mitmischen. Gegen Türkgcücü hatten die Löwen allerdings auch Pech, dass gleich zwei äußerst strittige Szenen gegen sie gepfiffen wurden. Kurz vor der Pause ging Fabian Stangl im Strafraum zum Kopfball, der Versuch verunglückte allerdings und der Ball sprang an seinen Oberarm – der fällige Elfmeterpfiff blieb dennoch aus. Nach einer Stunde war es dann erneut Schiri Patrick Hanslbauer, der sich den Zorn der Löwen zuzog. Dennis Dressel trat Philipp Erhardt im Zweikampf auf den Fuß, der Unparteiische wertete die Aktion offensichtlich als Absicht und zeige dem verdutzten Dressel die Rote Karte (61.) – die Löwen tobten. "Eine Fehlentscheidung", urteilte auch Ex-1860- und Türkgücü-Trainer Reiner Maurer, der die Partie als Co-Kommentator im BR verfolgte.

In Überzahl kam Türkgücü in einem rassigen, hart umkämpften Spiel relativ schnell zum Ausgleich. Nach einem langen Ball zeigte Spielmacher Sercan Sararer seine überragende Technik, pflückte die Kugel aus der Luft und bediente Petar Sliskovic, der nurmehr einzuschieben brauchte (70.). Für den Toptorjäger des Aufsteiger war es bereits der zehnte Saisontreffer, den neunten hatte er in Durchgang eins erzielt und damit auch die erste Löwen-Führung egalisiert (26.).

Der Gastgeber war nach 23. Minuten durch Youngster Fabian Greilinger (20) in Führung gegangen. Nach der Pause stellte dann Kapitän Sascha Mölders mit einem herrlichen Kopfballtor auf 2:1. Zum Sieg reichte es aber nicht für die Löwen − auch, weil Schiedsrichter Hanslbauer noch ein drittes Mal folgenschwer gegen 1860 pfiff. Bei einem Foul von Alexander Sorge an Mölders hätte er durchaus die gelb-rote Karte geben können. Das ärgerte auch Coach Köllner mächtig, für seine lautstarken Proteste sah er noch die gelbe Karte.

Angefressen reagierte hinterher Sascha Mölders. Bei Magentasport sagte der Löwen-Kapitän: "Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Ob es Rot war, weiß ich nicht. Ich finde es sehr mutig, in so einem Spiel an der Mittellinie eine rote Karte zu geben. Zu zehnt ist es schwierig. Ich bin mit dem Punkt null zufrieden. Bin stocksauer. Meine Tochter hat Geburtstag, ihr kann ich das Tor schenken, das ist das einzig Positive."Auf der Löwen-Homepage war von einem "schwacher und konfusen Schiedsrichter" die Reede, der dem Spiel "eine entscheidende Wende gab". − la




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