22.11.2020

Haching erkämpft sich "Punkt für die Moral" – aber Bayerwald-Bomber Hain muss sich noch gedulden


von Felix Drexler


"Man wird sehen, wann ich wieder spielen kann. Das muss auch Sinn machen. Das Wichtigste ist, dass ich der Mannschaft weiterhelfen kann." Hachings "Bayerwald-Bomber" Stephan Hain muss die Erwartungen an ihn noch ein wenig einbremsen. −Fotos: Imago Images

"Man wird sehen, wann ich wieder spielen kann. Das muss auch Sinn machen. Das Wichtigste ist, dass ich der Mannschaft weiterhelfen kann." Hachings "Bayerwald-Bomber" Stephan Hain muss die Erwartungen an ihn noch ein wenig einbremsen. −Fotos: Imago Images

"Man wird sehen, wann ich wieder spielen kann. Das muss auch Sinn machen. Das Wichtigste ist, dass ich der Mannschaft weiterhelfen kann." Hachings "Bayerwald-Bomber" Stephan Hain muss die Erwartungen an ihn noch ein wenig einbremsen. −Fotos: Imago Images


Einen Punkt für die Moral hat sich die Spvgg Unterhaching am Sonntagnachmittag erkämpft. Nach einem 0:2-Rückstand im Drittliga-Heimspiel gegen Viktoria Köln kamen die Rot-Blauen noch zurück – und dürfen sich nach vier Niederlagen in Folge zumindest über ein 2:2-Remis freuen.

Damit rangiert die Spielvereinigung nach wie vor auf einem Abstiegsplatz, Trainer Arie van Lent zeigte sich dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Elf. "Die Spieler haben ein Zeichen gesetzt und die Negativserie gestoppt. Jetzt können wir eine neue, eine positive Serie starten. Das ist für den Kopf sehr gut. Ich glaube, dass wir noch einen besseren Fußball spielen können", sagte der 50-jährige Coach gegenüber "Magentasport".

Der erste Punkt nach vier Spielen in Folge ohne Sieg: Die Erleichterung ist groß bei der Spvgg Unterhaching.

Der erste Punkt nach vier Spielen in Folge ohne Sieg: Die Erleichterung ist groß bei der Spvgg Unterhaching.

Der erste Punkt nach vier Spielen in Folge ohne Sieg: Die Erleichterung ist groß bei der Spvgg Unterhaching.


Fabian Holthaus (17.) und Mike Wunderlich (23., verwandelter Freistoß) brachten die zu Beginn dominierenden Gäste in Führung. Haching gab sich nicht geschlagen, kam noch vor der Pause durch ein Tor von Patrick Hasenhüttl (27.) zurück. Niclas Anspach war es, der mit seinem Treffer den Endstand herstellte und den Punkt sicherte (60.). Während die Hachinger in der bevorstehenden "englischen Woche" am Mittwoch (19 Uhr) in Dresden ran müssen, empfangen die Köllner zur gleichen Zeit den FSV Zwickau.

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Einer, den die Hachinger in der Offensive schmerzlich vermissen, ist Torjäger Stephan Hain. Der 32 Jahre alte Stürmer aus Zwiesel (Landkreis Regen) laboriert seit dem Sommer an einer Innenbandverletzung im Knie, befindet sich aber seit dieser Woche wieder im Mannschaftstraining.

Wie wichtig der "Bayerwald-Bomber" für die Münchner Vorstädter ist, betont Präsident Manfred Schwabl (54) im Exklusiv-Interview mit der Heimatzeitung. "Stephan ist ein Musterprofi und für den Verein unbezahlbar", sagt Schwabl, der Hain bereits im Spiel gegen Köln gern im Kader gesehen hätte.

Doch Hain bremst die Erwartungen noch ein. "Mir geht es so weit so gut und ich bin froh, wieder im Trainingsbetrieb zu sein", sagte der Bayerwaldler in der Halbzeitpause gegenüber "Magentasport". "Man wird sehen, wann ich wieder spielen kann. Das muss auch Sinn machen. Das Wichtigste ist, dass ich der Mannschaft dann weiterhelfen kann."

Auch zum verkorksten Saisonstart der Hachinger (zehn Punkte aus neun Spielen) äußerte sich Hain: "Grundsätzlich versuchen wir, die Ruhe zu bewahren. Aber es ist normal, dass in so einer Phase das Selbstverständnis ein bisschen fehlt. Das holt man sich allein durch Erfolge am Platz zurück." Gründe für die sportliche Misere seien schwierig zu benennen. "Es fehlt das Quäntchen Glück und teilweise auch die Überzeugung vor dem Tor."




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