09.11.2020

Statt Bibiana Steinhaus: Franziska Wildfeuer auf deutsche FIFA-Liste gesetzt – bald Einsätze in der 3. Liga?



Entschlossene Ansage: Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer im Gespräch mit Sofian Chahed, Trainer des 1.FFC Turbine Potsdam. −Foto: Jan Hübner/Imago Images

Entschlossene Ansage: Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer im Gespräch mit Sofian Chahed, Trainer des 1.FFC Turbine Potsdam. −Foto: Jan Hübner/Imago Images

Entschlossene Ansage: Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer im Gespräch mit Sofian Chahed, Trainer des 1.FFC Turbine Potsdam. −Foto: Jan Hübner/Imago Images


Die nächste Stufe auf der Karriere-Leiter erreicht hat Fußball-Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer (26). Die gebürtige Ruhmannsfeldenerin, die in Lübeck lebt, wurde vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf die Liste der FIFA-Schiedsrichter des Landes gesetzt.

Es ist ein lang gehegter Wunsch, der sich für Wildfeuer damit erfüllt. Dennoch gibt sich die Bayerwaldlerin noch vorsichtig zurückhaltend. "Es handelt sich zwar in der Regel nur um eine Formalie, aber die FIFA muss das alles noch bestätigen", sagt sie. Erst im Frühjahr dieses Jahres war Wildfeuer für Einsätze in der Herren-Regionalliga (4. Liga) nominiert worden. Nun ersetzt sie auf der deutschen FIFA-Liste Bibiana Steinhaus (41). Die erste und bislang einzige Schiedsrichterin in der Bundesliga der Männer verkündete erst vor wenigen Wochen ihren Rücktritt und ist nur mehr als Video-Assistentin tätig.

Ein Schritt, den auch Franziska Wildfeuer mit großem Interesse registriert hat. "Das kam für mich sehr unerwartet. Aber als es dann soweit war, habe ich natürlich gemerkt, dass nun ein Platz frei werden könnte." Die 41-jährige Steinhaus kennt Franziska Wildfeuer aus gemeinsamen Schiedsrichter-Fortbildungen. "Wir haben immer mal wieder Kontakt und tauschen uns aus."

Und so kommt es wie erhofft: Franziska Wildfeuer fiebert nun ihren ersten internationalen Einsätzen entgegen. Neben Länderspielen stehen wohl auch Partien in der Frauen-Champions League auf dem Programm. "Ich freue mich, andere Länder und Kulturen kennenzulernen", sagt sie. Auf Wildfeuer wartet ein zeitintensives Fußball-Jahr mit neuen Erfahrungen und Herausforderungen, ab 1. Januar soll sie international als Schiedsrichterin eingesetzt werden. Dass sie sich als selbstständige Physiotherapeutin die Arbeit größtenteils selbst einteilen kann, kommt ihr dabei zugute.

Klar ist auch: Das Ende der Karriereleiter hat Franziska Wildfeuer deshalb noch lange nicht erreicht. So wird in Fachkreisen bereits erwartet, dass die Ruhmannsfeldenerin bald Spiele in der 3. Liga der Männer pfeift. Bei den Frauen leitete die gebürtige Niederbayerin seit 2017 bereits 25 Erstliga-Spiele. Seit 2011 gehört Franziska Wildfeuer zum Kreis der DFB-Schiedsrichter. "Man muss sich immer Ziele stecken, aber vorrangig geht es für mich immer darum, mich Stück für Stück weiterzuentwickeln."

Zu ihren ehemaligen Kollegen in der Schiedsrichter-Gruppe Bayerwald hält Wildfeuer noch regelmäßig Kontakt. "Ich bin sehr dankbar über diese Zeit", sagt sie. Kein Wunder also, dass die Bayerwald-Schiris zur Nominierung auf die deutsche FIFA-Liste prompt gratulierten: − mid/fed

Zum Thema: Der steile Aufstieg von Franziska Wildfeuer




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