19.09.2020

Wacker gelingt der Re-Start: Erst Blitzstart, dann Zitter-Modus – bis Agbaje alles klar macht


von Michael Buchholz


Setzten sich nach langem Kampf durch: Burghausen um Philipp Walter (l.) und Christoph Schulz (r.) gegen den TSV Buchbach. −Foto: Buchholz

Setzten sich nach langem Kampf durch: Burghausen um Philipp Walter (l.) und Christoph Schulz (r.) gegen den TSV Buchbach. −Foto: Buchholz

Setzten sich nach langem Kampf durch: Burghausen um Philipp Walter (l.) und Christoph Schulz (r.) gegen den TSV Buchbach. −Foto: Buchholz


Geglückter Re-Start für den SV Wacker Burghausen: Die Mannschaft von Trainer Leo Haas feierte am Samstag bei der Premiere des Liga-Pokals einen 4:2-Erfolg gegen den TSV Buchbach. 400 Zuschauer sahen in der Wacker-Arena zwei unterschiedliche Halbzeiten und insgesamt eine unterhaltsame Derby-Partie der beiden Regionalligisten.

"Wir haben es lange gut gemacht, in der zweiten Halbzeit sind wir dann etwas tiefer gestanden, da sind uns etwas die Kräfte geschwunden", analysierte Haas, der seine Mannschaft dominant sah: "Wir hatten zu Beginn der zweiten Hälfte eine schwächere Phase, haben aber nicht viel zugelassen." Verärgert war hingegen Buchbachs Trainer Markus Raupach: "Wir waren naiv und haben erst von Testspielmodus auf Wettkampfbetrieb umgestellt, als wir schon 0:3 hinten lagen."

Die Gastgeber dominierten die erste Halbzeit deutlich, von Buchbach war wenig zu sehen und so ging Burghausen auch in der elften Minute in Führung, als Nico Helmbrecht von der linken Seite aus 22 Metern mit einem Traumtor ins lange Ecke traf. Haas verzichtete auf die Routiniers Kevin Hingerl und Maxi Drum, dennoch wirkte die Viererkette sehr sattelfest, bei den Gästen fehlte der angeschlagene Kalle Lappe und so entwickelten die Rot-Weißen zunächst auch wenig Durchschlagskraft vor dem Wacker-Tor. Erst nach 20 Minute kamen die Gäste mal gefährlich vor den Kasten, doch Marco Rosenzweig säbelte eine Ecke von Joe Wieselsberger über den Kasten.

Anders die Gastgeber, die phasenweise sehr gut kombinierten und immer wieder Schwächen auf der rechten Buchbacher Abwehrseite aufdeckten. So setzte sich Helmbrecht in der 40. Minute auf dem linken Flügel durch, bediente Jerome Läubli und Andrija Bosnjak verwerte dessen Grundlinien-Pass am kurzen Pfosten zum 2:0. Und es kam noch besser für Wacker: In der Nachspielzeit konnte Buchbachs Keeper Daniel Maus einen gefährlichen Schuss von Helbrecht zwar gerade noch entschärfen, doch Sammy Ammari war beim Nachschuss erfolgreich. Kurz zuvor hatte Thommy Winklbauer nach Flanke von Christian Brucia den Anschlusstreffer verpasst.

Im zweiten Durchgang stellten Buchbachs Trainer Raupach und Bichlmaier um, brachten Routinier Patrick Walleth und beorderten Ali Petrovic in den Sturm. Mit Erfolg, auch wenn Brucia sein Visier zunächst noch nicht richtig einstellen konnte (51.). Doch in der 54. Minute war es dann so weit: Petrovic traf die Latte und Samed Bahar staubte zum 3:1 ab. Der Anschlusstreffer gab den Rot-Weißen sichtlich Auftrieb, die Partie war jetzt offen, wobei größere Chancen erst mal ausblieben. Etwas überraschend dann der Anschlusstreffer der Gäste, die eine Ecke von Patrick Walleth verlängerten, so dass Petrovic per Direktabnahme aus acht Metern zum 3:2 verkürzen konnte (76.).

Drei Minuten später hätte Felix Bachschmid wieder eine Zwei-Tore-Vorsprung herausschießen können, doch Maus klärte per Fußabwehr. Dies holte der eingewechselte Noah Agbaje nach, der in der Nachspielzeit nach Pass von Bosnjak allein vor Maus auftauchte und aus 13 Metern zum 4:2 verwandelte.

SV Wacker Burghausen: Weber – Schulz, Walter (59. Agbaje), Mazagg, Läubli (72. Nicklas) – Maier, Spanoudakis, Bachschmid, Helmbrecht (72. Ade) – Ammari (72. Leipold), Bosnjak. Trainer: Haas.

TSV Buchbach: Maus – Leberfinger, Winterling (72. Sassmann), Spitzer – Bahar, Rosenzweig, Petrovic, Wieselsberger – Winklbauer (46. Walleth), Sztaf, Brucia. Trainer: Raupach/Bichlmaier.

Tore: 1:0 Helmbrecht (11. Minute), 2:0 Bosnjak (40.), 3:0 Ammari (45. +2), 3:1 Bahar (54.), 3:2 Petrovic (76.), 4:2 Agbaje (90. + 3); Schiedsrichter: Haslberger (St. Wolfgang)




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