06.09.2020

Team-Sport Bayern verabschiedet Resolution: Tragen BFV-Forderung "vollumfänglich mit"



−Foto: dpa

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Nach der Ankündigung des Bayerischen Fußball-Verbandes, zur Not eine Lockerung der Corona-Maßnahmen gerichtlich durchsetzen zu wollen, haben sich nun auch andere Sportverbände zu Wort gemeldet. In einer Resolution an Innenminister Joachim Herrmann fordert der Verbund "Team-Sport Bayern" eine Zulassung von Wettkampfsport mit Zuschauern im Freistaat. Teil des Zusammenschlusses sind 31 Sportfachverbände, die nach eigenen Angaben insgesamt 3,6 Millionen Sportlerinnen und Sportler vertreten.

Im dreiseitigen Schreiben loben die Verfasser – darunter die Präsidenten des Schwimm-, Turn-, Tennis-, Basketball- und Skiverbandes, aber auch BFV-Präsident Rainer Koch – grundsätzlich die Arbeit der Regierung in der Corona-Krise. "Ihr stets offenes Ohr für unsere Belange und Ihre bisherigen Weichenstellungen für den bayerischen Sport sind für uns Beleg, dass Sie sich auch die aktuellen Entscheidungen nicht leicht machen und mit Fingerspitzengefühl und Augenmaß die pandemiebedingten Einschränkungserfordernisse einerseits und die grundlegenden Bedarfe des organisierten Sports andererseits abwägen und so zu verantwortungsbewussten Entscheidungen kommen", heißt es im Schreiben, dessen Autor Alfons Hölzl, Präsident des Bayerischen Turn-Verbandes ist.

Jedoch käme es trotz erfolgter Lockerungen zu "sehr gefährlichen Entwicklungen", schreibt Hölzl: "Ohne Training, Wettkampf- bzw. Spielbetrieb geht unser Inhalt verloren! Folglich schwindet die Mitgliederbindung, sodass es vermehrt zu Austritten kommt. Weniger Neueintritte – gerade bei Kindern und Jugendlichen – sind schon jetzt signifikant feststellbar. Zudem fehlen uns hierdurch wichtige Einnahmemöglichkeiten."

Team-Sport Bayern fordert daher eine Gleichberechtigung zwischen Sport und Kultur. Während Gottesdienste, Konzerte und Messen erlaubt sind, sind bei Sportveranstaltungen Zuschauer gänzlich ausgeschlossen. Wettkämpfe sind in Kontaktsportarten noch immer verboten. "Hier zeigt sich eine ‚Schieflage‘, welche die Menschen spüren und die zur schwindenden Akzeptanz [der Corona-Regeln] beiträgt", heißt es in der Resolution. Sport sei eine "spezielle Form der Kultur". Daher fordern die Unterzeichner "mit Wirkung ab 19. September" die Zulassung des Trainingsbetriebs in allen Sportarten (auch im Kampfsport), des Wettkampf- und Spielbetriebs für alle Kontaktpersonen im Freien und in geschlossenen Räumen sowie die Zulassung von Zuschauern "mindestens in entsprechender Anwendung der Regelungen für den Kulturbereich im engeren Sinne."

Man nehme "ausdrücklich Bezug" auf die Forderung des Bayerischen Fußball-Verbandes, "sie wird vollumfänglich mitgetragen", schreibt Turner-Präsident Hölzl. − aug




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