01.08.2020

"Burschen wachsen in Führungsrolle hinein": Vornbacher Youngsters vor Reifeprüfung



Mit Disziplin zum Erfolg: Die Vornbacher Fußballer hatten bereits am 30. Juni das Training wieder aufgenommen, damals noch im kontaktfreien Modus. Laut Coach Norbert Ruhhammer (links) geht es mittlerweile wieder in Zweikämpfen zur Sache, 16 bis 18 Kicker sind regelmäßig mit Eifer dabei. −Foto: Michael Jäger

Mit Disziplin zum Erfolg: Die Vornbacher Fußballer hatten bereits am 30. Juni das Training wieder aufgenommen, damals noch im kontaktfreien Modus. Laut Coach Norbert Ruhhammer (links) geht es mittlerweile wieder in Zweikämpfen zur Sache, 16 bis 18 Kicker sind regelmäßig mit Eifer dabei. −Foto: Michael Jäger

Mit Disziplin zum Erfolg: Die Vornbacher Fußballer hatten bereits am 30. Juni das Training wieder aufgenommen, damals noch im kontaktfreien Modus. Laut Coach Norbert Ruhhammer (links) geht es mittlerweile wieder in Zweikämpfen zur Sache, 16 bis 18 Kicker sind regelmäßig mit Eifer dabei. −Foto: Michael Jäger


Eine stattliche Riege überaus begabter Jungfußballer hat sich die DJK Vornbach in den letzten Jahren aus eigener Kraft herangezogen. Im A-Juniorenalter schaffte diese Generation 2017 den umjubelten Sprung in die Landesliga. Jetzt, im Herrenlager, wurde die Euphorie um die Youngsters etwas eingebremst. Das Team kämpft in der Kreisliga Passau um den Klassenerhalt. Drei Punkte Vorsprung sind es auf Relegant Tiefenbach, Trainer Norbert Ruhhammer schwört seine Burschen auf einen intensiven Endspurt ein.

"Wir waren ja trotz der Abgänge von Thomas Schopf und Thomas Schacherbauer zum SV Schalding II mit zehn Punkten aus den ersten vier Partien sehr gut aus den Startlöchern gekommen. Dann folgte ein Bruch, der hauptsächlich mit Verletzungspech zu begründen war. Nach einer längeren Durststrecke hat sich die Truppe aber wieder gefangen", blickt der 54-Jährige zurück. Als erfahrener Coach hat er auch andere Gründe für die fehlende Konstanz ausgemacht. "Viele der Jungs mussten sich erst einmal an den Herren-Fußball gewöhnen. Die haben gemeint, das geht immer so locker weiter wie in der Jugend und sind oft recht blauäugig zur Sache gegangen. Es ist normalerweise kein Problem, drei, vier Junge in eine Herren-Mannschaft zu integrieren. Da helfen ja auch die gestandenen Fußballer, die als Führungsfiguren vorangehen. Bei uns wurde der Umbruch aber sehr schnell vollzogen. Und die Burschen sind gerade dabei, in die Führungsrollen hineinzuwachsen. Das braucht seine Zeit – aber die bekommen sie, denn der Verein übt keinerlei Erfolgsdruck aus", erklärt Ruhhammer.

Er ist überaus zuversichtlich, dass seine Schützlinge aus eigener Kraft den Verbleib im Kreisoberhaus packen. Denn der Kader wurde während der Zwangspause auf breitere Beine gestellt. Wie bereits berichtet, sind Thomas Schacherbauer (SV Schalding II) sowie Marcel Haidinger (19/1.FC Passau) und Florian Ruhhammer (18/SV Pocking) zu ihrem Heimatverein an den Inn zurück gekehrt. Auch Thomas Pfandl (20) steht nach einem Auslands-Semester ebenso wieder zur Verfügung wie Stefan Schacherbauer (25), der Corona-bedingt seine internationalen Studienpläne verschieben musste.

"Das ist natürlich sehr positiv. Man merkt aktuell vor allem an Einstellung und Beteiligung im Training, dass die Jungs wieder Spaß am Kicken haben. Freilich hat auch während der Ausgangsbeschränkungen die soziale Komponente gefehlt. Alle sind engagiert bei der Sache und sehnen jetzt die ersten Spiele herbei", weiß der Coach, der die meisten seiner Schützlinge schon seit dem B-Juniorenalter unter den Fittichen hat.

Am Samstag (16 Uhr) wird beim FC Salzweg der erste Test absolviert. Weitere Freundschafts-Partien wurden mit dem DJK-SV Wittibreut, der SG Thyrnau/Kellberg und dem FC Obernzell-Erlau vereinbart. Den Ligapokal will er sich als willkommene Option und zusätzliche Testmöglichkeit "einmal anschauen", der Fokus liegt aber klar auf der Punkterunde. Und die sieht Ende September gleich echte "Reifeprüfungen" vor. Bei Schlusslicht SV Riedlhütte, gegen die DJK Neßlbach (Rang 5) und beim Vorletzten TSV Kößlarn. "Auf diese Duelle müssen wir hinarbeiten, da könnten wir schon die Weichen in Richtung Klassenerhalt stellen," glaubt der 54-Jährige. Ein Handicap hat die DJK jedoch: Der eigene Hauptspielplatz wird derzeit generalüberholt und steht heuer nicht mehr zur Verfügung. "Bei Heimspielen müssen wir dann auf Plätze in Nachbargemeinden ausweichen. Das ist sicher kein Vorteil." − He




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