17.06.2020

Von Abteilungsleiterwahl bis Kaderplanung: Offene Baustellen beim Landesligisten TSV Ampfing


von Michael Buchholz


"Momentan ist es extrem schwierig, Entscheidungen zu treffen", sagt der Sportliche Leiter der Schweppermänner, Adrian Malec. −Foto: mb

"Momentan ist es extrem schwierig, Entscheidungen zu treffen", sagt der Sportliche Leiter der Schweppermänner, Adrian Malec. −Foto: mb

"Momentan ist es extrem schwierig, Entscheidungen zu treffen", sagt der Sportliche Leiter der Schweppermänner, Adrian Malec. −Foto: mb


Der Fußball-Landesligist TSV Ampfing plant mittelfristig einen Kurswechsel, will in dieser Saison unbedingt den Klassenerhalt schaffen, muss aber in nächster Zukunft erst einmal einige offene Baustellen abarbeiten. Das geht los mit der Besetzung der vakanten Abteilungsleitung, erstreckt sich über die schwer kalkulierbare Kaderplanung und reicht hin bis zu einer Abkehr der bisherigen Vereinspolitik.

"Momentan ist es extrem schwierig, Entscheidungen zu treffen. Das betrifft alle Seiten, sowohl die des Vereins, als auch die der Spieler", weiß der Sportliche Leiter Adrian Malec, der die Wahl eines Abteilungsleiters als die vordringlichste Aufgabe bezeichnet, um die volle Handlungsfähigkeit wiederherstellen zu können. Der bisherige Spartenchef Andreas Schwarzmeier hat sich ja schon vor einiger Zeit verabschiedet, so dass Erni Kühnstetter als Vize Teile des Amts kommissarisch übernommen hat. Ebenso wie Teammanager Günther Sabinsky, der schon mal vor einigen Jahren als Abteilungsleiter fungiert hat.

"Wir wissen noch nicht, wie wir es genau machen. Wichtig ist, dass wir es zusammen machen, einer allein reibt sich auf", so Malec, der beruflich während der Woche oft in Tschechien weilt und deshalb keine ständige Präsenz garantieren kann: "Entscheidend ist, dass die ganze Sache demnächst über die Bühne geht und dass wir ein Konzept für die nächsten drei bis fünf Jahre aufstellen, das auch die zweite Mannschaft und die Jugendarbeit beinhaltet."

Malec weiß, wovon er spricht, schließlich ist er als Sportlicher Leiter auch federführend für die Kaderplanung verantwortlich und muss gestehen: "Ich kann noch nicht sagen, wie unser Kader aussehen wird, wenn es im September weitergehen sollte. Ganz davon zu schweigen, wenn erst im März nächsten Jahres wieder gespielt werden kann." Schließlich besteht das aktuelle Team überwiegend aus auswärtigen Spielern, von denen auch eine Vielzahl Vertragsamateure sind, deren Kontrakt Ende Juni ausläuft. Selbstverständlich haben die Ampfinger in den vergangenen Wochen nicht die Hände in den Schoß gelegt und Däumchen gedreht, doch über allen Gesprächen mit den aktuellen Spielern und möglichen Neuzugängen schwebt noch das große Corona-Fragezeichen. Malec: "Aus unserer Sicht wäre die bessere Lösung gewesen, die Saison zu annullieren. So wie es ja die meisten anderen Verbände gemacht haben. Dann hätte man einen sauberen Schnitt gehabt. Die Lösung mit dem Liga-Pokal ist für uns jedenfalls völlig uninteressant."

Sportlich hat der Klassenerhalt in der laufenden Saison für die Schweppermänner unter der Regie von Trainer Klaus Seidel erst mal noch oberste Priorität, doch danach soll der Kader schrittweise umgebaut werden, so Malec: "Wenn wir ehrlich sind, haben wir uns den Aufstieg letzte Saison erkauft, aber das kann nicht ewig so weitergehen. Wir wollen in den nächsten Jahren nachhaltiger arbeiten und mindestens 60 Prozent des Kaders mit einheimischen Spielern aus einem Umkreis von 25 Kilometern besetzen."

Mehr über den TSV Ampfing lesen Sie in der PNP-Printausgabe vom Donnerstag, 18. Juni 2020 – unter anderem im Alt-Neuöttinger Anzeiger, Trostberger Tagblatt und Freilassinger Anzeiger.




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