29.05.2020

Beliebter "Musterprofi": Trainer-Neuling Kreuzer traut sich und seinen Black Hawks die Oberliga zu


von Michael Duschl


Eine Saison lang trainierte Ales Kreuzer (rechts) die jungen Puckjäger der EHF Passau. Dabei überzeugte er die Vereinsführung und wird nun zusätzlich die 1. Mannschaft betreuen. −Foto: Daniel Fischer/stock4press

Eine Saison lang trainierte Ales Kreuzer (rechts) die jungen Puckjäger der EHF Passau. Dabei überzeugte er die Vereinsführung und wird nun zusätzlich die 1. Mannschaft betreuen. −Foto: Daniel Fischer/stock4press

Eine Saison lang trainierte Ales Kreuzer (rechts) die jungen Puckjäger der EHF Passau. Dabei überzeugte er die Vereinsführung und wird nun zusätzlich die 1. Mannschaft betreuen. −Foto: Daniel Fischer/stock4press


Plötzlich ging es ganz schnell am Mittwochabend: Kaum war das letzte Detail geklärt, sollte es die Öffentlichkeit erfahren: Ales Kreuzer wird neuer Trainer der Passau Black Hawks. Der 37-Jährige war 2019 zu den EHF gewechselt, überzeugte sowohl als Spieler als auch Verantwortlicher für den gesamten Nachwuchsbereich. Darum traut ihm die Vereinsführung nun zusätzlich die Führung der 1. Mannschaft zu – trotz weiterhin ungewisser Zukunft.

Noch immer wissen die Black Hawks nicht, ob sie nächste Saison in der Oberliga Süd antreten dürfen. Von Verbandsseite gibt es bislang nur Andeutungen, keine offizielle Zusage. Die Anzeichen verdichten sich aber, dass der Weg für die Hawks aus der Bayernliga in die 3. Liga möglich wird. Eine Entscheidung soll nach PNP-Informationen spätestens nächste Woche bekanntgegeben werden. Im Falle eines Aufstiegs wäre dem neuen Trainer nicht bange: "Ich bin mir sicher, wir können mitspielen und das Tempo in der Oberliga mitgehen", sagte Ales Kreuzer.

Für Außenstehende mag Kreuzers Beförderung zum Cheftrainer eine Überraschung sein. Nicht für Verein und den gebürtigen Tschechen selbst: "Ich kenne die Mannschaft und den Verein und ich habe in den vergangenen Monaten mit Christian Eder und Christian Zessack viel darüber gesprochen." In diesen Gesprächen festigten sich die Eindrücke aus der zurückliegenden Saison und so wurden die Black Hawks auf der Suche nach einem neuen Trainer intern fündig. "Ales war immer ein Musterprofi, einen solchen Typen hat jeder Verein gerne in der Kabine. Er hatte immer große Akzeptanz unter seinen Mitspielern und wir sind überzeugt, dass wir mit Ales unseren Weg erfolgreich fortsetzen können – sowohl im Bereich der Nachwuchsarbeit wie auch bei unserer ersten Mannschaft", kommentiert der sportliche Leiter Christian Zessack. Kreuzer, der mit seiner Frau und den beiden Söhnen (fünf und elf Jahre alt) in der Stadt Passau wohnt, wird also auch hauptverantwortlicher Nachwuchscoach bleiben.

Auf die Frage, was die Black Hawks für einen Trainer bekommen, muss Kreuzer laut lachen: "Ein gutes Klima in der Truppe ist mir sehr wichtig", betont er. "Wir brauchen keinen großen Star, wir müssen alle in eine Richtung ziehen", beschreibt er. Und wenn einer ausschert, dann kann der nette Ales Kreuzer kurz böse werden. "Manchmal muss man das", sagt der Wahl-Passauer. Vom Spiel mit dem Puck hat Kreuzer ebenfalls eine klare Vorstellung: Unabhängig, ob Oberliga oder Bayernliga, "wir wollen nicht hinten stehen und warten, was der Gegner macht, wir werden viele junge Spieler haben und wollen läuferisch stark sein und den Zuschauern attraktives Eishockey bieten". − czo/redMehr zum Thema lesen Sie am Freitag, 29. Mai, im Heimatsport der PNP (Online-Kiosk) – oder hier als registrierter Abonnent bei PNP Plus.




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