07.03.2020

Proteste gehen weiter: 1860-Spiel in Jena steht kurz vor dem Abbruch – dann beißen die Löwen zu


von Felix Drexler


Das Spiel zwischen Carl-Zeiss Jena gegen 1860 München stand am Samstagnachmittag kurz vor dem Abbruch. −Foto: Andreas Lakota

Das Spiel zwischen Carl-Zeiss Jena gegen 1860 München stand am Samstagnachmittag kurz vor dem Abbruch. −Foto: Andreas Lakota

Das Spiel zwischen Carl-Zeiss Jena gegen 1860 München stand am Samstagnachmittag kurz vor dem Abbruch. −Foto: Andreas Lakota


Die Diskussionen nehmen einfach kein Ende! Die Fanproteste in der Bundesliga, die in diesen Tagen hitzig debattiert werden, gehen auch an diesem Fußballwochenende weiter. Beim Drittliga-Spiel des 1860 München kam es am Samstagnachmittag zu einer längeren Spielunterbrechung – weil die Jena-Fans in ihrer Kurve erneut Protest-Banner und Plakate ausrollten und hochhielten. Erneut waren die Zielobjekte Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp und der Deutsche Fußball-Bund. Die Partie stand kurz vor dem Abbruch, Schiedsrichter Florian Exner (Beelen) leitete schon die "Stufe zwei" ein und schickte die Teams in die Katakomben des Ernst-Abbe-Sportfelds. Erst als die Ultras die Plakate nach circa fünf Minuten Unterbrechung wieder einrollten, wurde das Spiel fortgesetzt. Danach sahen die Zuschauer einen souveränen Auftritt der Gäste, die sich am Ende mit einem 3:0-Sieg belohnten und nun nur noch zwei Punkte Rückstand auf die Aufstiegszone haben.

Als die Partie nach den Protesten fortgesetzt wird, folgt die Strafe für die sogenannten "Heim-Fans" auf dem Fuß: Löwen-Spielmacher Timo Gebhardt markiert das 1:0 für 1860 (16.). Berzel verlängert nach einer Ecke mit dem Kopf auf Gebhart, der am zweiten Pfosten lauert und einnetzt. 17 Minuten später erhöhen die an diesem Tag abgezockt agierenden Münchner durch ein Tor von Efkan Bekiroglu (32.), der nach einer Flanke von Lex den Ball über die Linie drückt.

Auch in der zweiten Hälfte bleibt die Köllner-Elf tonangebend, von Jena kommt ganz wenig. Und so ist es eine Frage der Zeit, bis "der Löwe" wieder zubeißt. Der derzeit in überragender Form aufspielende Stefan Lex ist es, der nach einem Steckpass von Sascha Mölders alleine auf den Kasten von Jo Coppens zusteuert, sich den Ball vorbeilegt und ins leere Tor einschiebt – 3:0 (55.)! Die Löwen lassen danach nichts mehr anbrennen, Torwart Marco Hiller darf sich noch einige Male auszeichnen, als er gleich mehrmals hochkarätige Jenaer Chancen vereitelt.

Mit dem Sieg sind die Löwen nun seit 14 Spielen ungeschlagen – und machen auch in der Tabelle einen großen Sprung. Die Köllner-Elf hat nun nur noch zwei Punkte Rückstand auf die Aufstiegszone und ist voll dabei im Aufstiegsrennen.




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