18.02.2020

Fünf Scorpions-Basketballer spielen durch – und gewinnen: "Extrem, was sie geleistet haben"


von Sebastian Lippert


Hellauf begeistert war Leopold Dejworek vom Auftritt seiner Basketballer. −Foto: Stefan Ritzinger

Hellauf begeistert war Leopold Dejworek vom Auftritt seiner Basketballer. −Foto: Stefan Ritzinger

Hellauf begeistert war Leopold Dejworek vom Auftritt seiner Basketballer. −Foto: Stefan Ritzinger


Ohne drei Leistungsträger sind die Basketballer des TSV Plattling am Sonntag gegen den TV Passau III angetreten. Weil sie insgesamt nur zu fünft waren, musste jeder Spieler über die volle Distanz auf dem Court bleiben. Die "Scorpions" wehrten sich bis ans Ende ihrer Kräfte – und brachten nicht nur Leopold Dejworek das Staunen bei.

Mit dem 84:79-Sieg verteidigten die Plattlinger Platz 1 vorm TV Freyung, dem hartnäckigsten Konkurrenten in der Bezirksklasse Nordost. Danach war der Trainer – für seine Verhältnisse, denn Leopold Dejworek ist ein Zeitgenosse, dem Hektik oder überbordende Euphorie fremd sind – ganz aus dem Häuschen. Noch Sonntagnacht, kurz vor halb 11, kündigte Dejworek an, dass er gern ein Gespräch führen würde. Polens ehemaliger Nationaltrainer konnte es gar nicht erwarten, seinen Stolz kundzutun.

Am Montag dann sagte Dejworek: "Es ist extrem, was sie geleistet haben, ich muss die fünf Jungs alle loben." Sein Team, das ohne den Topscorer Kevin Reif, Kevin Jensche und Eugen Schröder auskommen musste, habe gegen Passau "sehr intelligent und mit so viel Herz gespielt! Das macht unglaublich Freude", schwärmte der Coach.

Masur in der Crunchtime eiskalt

Die Passauer machten es dem TSV schwer, was auch an der Statistik der einzelnen Viertel abzulesen ist – 18:16, 24:16, 21:25, 21:22, die zweite Halbzeit ging also an die Gäste. Das Schlusslicht der Tabelle lieferte sein bestes Saisonspiel ab und brachte den TSV an den Rand einer Niederlage. Dass dann doch die "Scorpions" siegten, das habe an den letzten drei Minuten des Spiels gelegen. Dejworek sagte: "Durch Wille, Kampf und ein paar kluge Entscheidungen haben die Jungs gewonnen. Außerdem hat Willi (Wilhelm Masur, d.Red.) in der Crunchtime einen Dreier getroffen."

Bester Scorer neben Masur war Spielmacher Johann Diser, der ebenfalls auf 22 Punkte kam. Roman Porubajew (14), Riccardo Fischer und Haris Zilic (je 13) waren die weiteren Beteiligten an diesem denkwürdigen Auftritt in der Plattlinger Grundschulturnhalle.




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