03.12.2019

Dobler will künftig mehr rausholen als zum Weltcup-Auftakt – "Das ist eine Tüftelei"


von Walter Hohler,Christian Settele


Jonas Dobler vom SC Traunstein will sich in der Weltelite etablieren. −Foto: dpa

Jonas Dobler vom SC Traunstein will sich in der Weltelite etablieren. −Foto: dpa

Jonas Dobler vom SC Traunstein will sich in der Weltelite etablieren. −Foto: dpa


Unspektakulär ist Skilangläufer Jonas Dobler (SC Traunstein) im finnischen Ruka in die Weltcup-Saison 2019/20 gestartet. Über 15 Kilometer im klassischen Stil wurde er am Samstag mit 2:23,7 Minuten Rückstand auf Sieger livo Niskanen (Finnland) 41., und tags darauf musste sich der 28-Jährige im Freistil-Verfolgungsrennen über dieselbe Distanz mit Rang 33 begnügen. Hier war er 3:40,3 Minuten langsamer als Gewinner Johannes Hoesflot Klaebo (Norwegen).

Doblers Ziel ist es, sich in der Weltelite zu etablieren. Doch das ist schwer. Zwar haben er – und auch ein Teil seiner Teamkollegen – "ein gewisses Level erreicht, aber keiner von uns ist direkt in der Weltspitze, höchstens in der erweiterten. Die letzten zwei bis drei Prozent zur absoluten Spitze fehlen einfach." Und das seien eben die schwierigsten Prozente.

Er habe es in der vergangenen Saison zwar "mal in die Top 15 geschafft, aber das Ziel ist es, da regelmäßig reinzulaufen – dann sind auch die Top Ten zu erreichen". Das Problem dabei: Auf der Suche nach möglichen Verbesserungen "gibt es 1000 Stellschrauben – und man weiß nie, was funktioniert oder was nicht. Das ist eine Tüftelei" – aber auch eine reizvolle Aufgabe. "Es gibt viele Kleinigkeiten, und es macht auch Spaß, etwas auszuprobieren." Insgesamt gehe es darum, die Belastungssteuerung zu verbessern.

Auch der in diesem Jahr neue Ruhpoldinger Stützpunkttrainer Falk Göpfert suche gemeinsam mit den Athleten nach Möglichkeiten, deren Leistungen zu steigern, "zudem hat jeder Trainer ohnehin seinen eigenen Stil. Aber man braucht das Rad auch nicht neu zu erfinden", weiß Dobler. Denn die Trainingsbasis sei nun schon seit vielen Jahren immer ähnlich: "Wichtig ist, dass die Grundlagenausdauer stimmt", weiß der 28-Jährige, der pro Jahr ungefähr 800 bis 900 Stunden im Training verbringt – dabei sind Physio-Termine und Ähnliches aber noch nicht einmal mit eingerechnet.
Mehr über Jonas Dobler lesen Sie in der Heimatzeitungs-Ausgabe vom Dienstag, 3. Dezember 2019 – unter anderem im Traunreuter Anzeiger, Burghauser Anzeiger und Reichenhaller Tagblatt.




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