03.12.2019

Planung, Personal – und was für Köck oberste Priorität hat: Schaldings Weg zum Ligaerhalt


von Andreas Lakota


Durften durchaus zufrieden sein mit dem Remis in Burghausen: Manuel Mörtlbauer (l.) und Johannes Pex holten mit dem SV Schalding einen Punkt zum Jahresausklang und nehmen damit Schwung mit in die Restsaison. −Foto: Christian Butzhammer

Durften durchaus zufrieden sein mit dem Remis in Burghausen: Manuel Mörtlbauer (l.) und Johannes Pex holten mit dem SV Schalding einen Punkt zum Jahresausklang und nehmen damit Schwung mit in die Restsaison. −Foto: Christian Butzhammer

Durften durchaus zufrieden sein mit dem Remis in Burghausen: Manuel Mörtlbauer (l.) und Johannes Pex holten mit dem SV Schalding einen Punkt zum Jahresausklang und nehmen damit Schwung mit in die Restsaison. −Foto: Christian Butzhammer


Es war ein versöhnlicher Abschluss einer durchwachsenen, teils turbulenten Jahreshälfte. "Aber auch nicht mehr", sagte Spielertrainer Stefan Köck am Freitagabend nach dem 0:0 im Derby gegen Wacker Burghausen. Mit der Vergangenheit wollte sich der junge Coach gar nicht lange aufhalten, man habe in den letzten Wochen ohnehin schon vieles analysiert. Daher richtete Köck seinen Blick bereits aufs neue Fußballjahr. "Unser Punkteschnitt reicht nicht, damit wir am Ende auf die 40 Zähler kommen, die zum Ligaerhalt nötig sind. Von daher brauchen wir im Frühjahr eine Steigerung. Es wird die große Herausforderung, pünktlich zum ersten Spiel 2020 voll da zu sein."

In den ersten vier Partien des neuen Jahres wird sich für Schalding schon vieles entscheiden. Rain, Heimstetten und Rosenheim sind dann zu Gast am Reuthinger Weg, alles direkte Konkurrenten. Kein Wunder, dass Köck fordert: "Wir brauchen unbedingt eine gute Vorbereitung. Das ist uns die letzten beiden Male leider nicht gelungen." Der Trainer erinnert an die Sommer-Monate, als Schalding beim Testspiel in Hauzenberg nur mehr neun fitte Spieler zur Verfügung hatte. Die personellen Probleme zogen sich dann fast durch die ganze zweite Jahreshälfte, nur in einer Phase Ende August, Anfang September hatte Köck seinen Kader weitestgehend beisammen – und in dieser Zeit holten die Grün-Weißen auch die meisten Punkte. "Die Qualität in der Mannschaft ist hoch, keine Frage. Wir haben ohne jeden Zweifel genug Potenzial für die Liga. Aber wie gesagt: Wir müssen mit aller Macht eine gute Vorbereitung hinlegen, anders funktioniert es nicht, weil hier die Basis gelegt wird."

Dass Schalding absolut konkurrenzfähig ist, zeigte sich auch in den letzten Wochen. Kaum war die Auswechselbank wieder besser besetzt, folgten die Punkte. Acht Zähler gab es aus den letzten vier Partien – und diese waren auch dringend nötig, ansonsten wäre der SVS wohl schon abgehängt worden. Mit dem 0:0 in Burghausen war Köck allerdings nur bedingt zufrieden. Vor allem in der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft kaum etwas von dem umsetzen können, was zum Matchplan gehört habe.

Nach der roten Karte gegen Alexander Kurz wenige Minuten nach der Pause sei dann auch die Taktik für die zweite Hälfte dahin gewesen. Köck opferte Stürmer Markus Gallmaier für einen weiteren Verteidiger, schickte Martin Tiefenbrunner in die Schlacht. Und in dieser bewiesen die Schaldinger dann, dass Moral und Bereitschaft mehr als vorhanden sind. Mit viel Leidenschaft verteidigte der Gast, warf sich in jeden Zweikampf. Weil auch Keeper Markus Schöller überragend hielt, stand am Ende ein 0:0.

Überhaupt scheint Schalding zum Jahresende seine Balance wiedergefunden zu haben. Hagelte es zu Beginn der Saison Gegentor um Gegentor, stand in den letzten vier Partien dreimal die Null. Diese defensive Sicherheit zu bewahren, wird auch ein Schlüssel für die erfolgreiche Mission Ligaerhalt. Vorne dürfte Schalding ohnehin noch gefährlicher werden, Kapitän Gallmaier, mit fünf Treffer bester Torschütze, hat schließlich überhaupt keine Sommer-Vorbereitung absolviert. "Wir werden im Winter sicher an einigen Stellschrauben drehen", kündigt Köck auch gewisse taktische Veränderungen an. Ob sich auch personell etwas tut? "Mal sehen, was sich ergibt. Ausgeschlossen ist es sicher nicht."

Auch Sportchef Markus Clemens lässt beim Thema Transfers alles offen. Wichtig sei gewesen, dass man zum Ende hin noch ordentlich punkten konnte. "Wenn man sich die Tabelle anschaut, ist eigentlich wieder alles auf Null gestellt. Unsere Ausgangsbasis ist daher nicht schlecht. Wir spielen gegen die direkten Konkurrenten daheim, das wollen wir nutzen und in diesen Spielen den Grundstein zum Ligaerhalt legen", sagt Clemens.

Schaldings Winterfahrplan
– In der Halle wird der SV Schalding zweimal auftreten. Einmal bei der Passauer Stadtmeisterschaft, einmal beim Wolfhaus-Cup in Osterhofen.

– Nach Weihnachten greift für die Spieler der individuelle Trainingsplan.

– am 27. Januar startet die sechswöchige Vorbereitung am Reuthinger Weg.

– der Verein absolviert womöglich ein Kurztrainingslager in Bad Füssing.




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