28.11.2019

SV Wacker, SV Schalding und die verflixte Neun: Das Derby der geschundenen Rivalen



Zweikampf-Duett: Schalding-Stürmer Andreas Jünger (links) und Wacker-Abwehrspieler Christoph Schulz im Hinspiel. Wacker siegte am Reuthinger Weg 3:0 – heute sehen sich die Rivalen in der Wacker-Arena wieder. −Foto: Andreas Lakota

Zweikampf-Duett: Schalding-Stürmer Andreas Jünger (links) und Wacker-Abwehrspieler Christoph Schulz im Hinspiel. Wacker siegte am Reuthinger Weg 3:0 – heute sehen sich die Rivalen in der Wacker-Arena wieder. −Foto: Andreas Lakota

Zweikampf-Duett: Schalding-Stürmer Andreas Jünger (links) und Wacker-Abwehrspieler Christoph Schulz im Hinspiel. Wacker siegte am Reuthinger Weg 3:0 – heute sehen sich die Rivalen in der Wacker-Arena wieder. −Foto: Andreas Lakota


SV Wacker Burghausen gegen SV Schalding Heining – dieses Prestige-Derby der Fußball-Regionalliga Bayern sorgte in den letzten Jahren stets für Spannung. Nach den 15 bisherigen Treffen notiert der Ex-Zweitligist von der Salzach mit sieben Siegen (bei zwei Unentschieden) knapp die bessere Bilanz – dank des 3:0-Erfolgs in der Hinrunde. Am Freitag (Anstoß 19 Uhr) steigt zum Jahresfinale in der Wacker-Arena die Neuauflage dieses stets packenden Duells.

Und das birgt diesmal noch eine besondere Brisanz, wie der Blick auf die Tabelle zeigt. Beide Rivalen haben je 22 Punkte auf dem Konto und damit nur einen Zähler Vorsprung auf den TSV 1860 Rosenheim, der auf dem ersten Abstiegsrelegationsplatz rangiert. Nur der Sieger des Ostbayern-Schlagers kann etwas beruhigter in die Winterpause gehen, dem Verlierer droht sogar das Abrutschen unter den Strich. Neben dem Gegner muss Gastgeber Burghausen vor allem gegen seine Negativserie ankämpfen. Schon seit neun Spielen wartet man auf den siebten Dreier dieser Saison. Seit dem 2:0 über den 1. FC NürnbergII am 20. September gab es nur drei Remis, zuletzt das 2:2 beim SV Heimstetten. Kurios: Neun Spiele währte auch die Sieglos-Serie der Schaldinger, bevor die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Köck vor 14 Tagen in Aubstadt gewann und vergangenen Spieltag mit dem 1:0 gegen Fürth II nachlegte.

Im brisanteren Akut-Zustand befinden sich somit die Gastgeber, bei denen selbst der Abgang von Cheftrainer Wolfgang Schellenberg kaum Besserung brachte. In den fünf Auftritten unter dem Interims-Trainerduo Ronald Schmidt/Manfred Stutz (davon die ersten beiden als Krankheitsvertretung) sprangen ebenfalls nur zwei Punkte heraus. Egal wie die heutige Partie endet, beim SVW wird es im Anschluss auf jeden Fall einige Gespräche geben. Man werde, so Fußball-Geschäftsführer Andreas Huber, "die Situation analysieren und dann schauen, wie es weitergeht".

Bei den Schaldingern hat Trainer Stefan Köck denselben Kader zur Verfügung wie am vergangenen Spieltag, an dem mit dem 1:0 gegen die zweite Fürther Vertretung der zweite Sieg in Folge gelang. Diesen "Schwung", wie Köck sagt, wollen die Grün-Weißen mitnehmen in die Partie beim oberbayerischen Rivalen. Auf dessen Negativ-Serie gibt Köck allerdings nicht viel. "Der Burghauser Kader ist besser als der Tabellenplatz aussagt", stellt der Spielertrainer fest. Deshalb stellt sich Köck keinesfalls auf einen verunsicherten Derby-Gegner ein, sondern auf ein Team, das alles versuchen wird, seinen Negativ-Lauf zu beenden.

Dass Sportchef Markus Clemens die Wende mit forschen Ansagen vor den Spielen in Aubstadt und gegen Fürth via Heimatzeitung förmlich herbeigeredet hatte ("Wir werden die drei Punkte holen") hat Trainer Köck übrigens weder überrascht noch verwundert. "Wir sind täglich im Austausch und deshalb auf demselben Stand. Aber vielleicht hat uns Markus mit seiner Vorfreude auf die Spiele angesteckt", sagt Köck lachend. Die drei Punkte zu holen, ist auch für heute beim Auftritt im Wacker-Park das Ziel, so viel gesteht Trainer Köck gern zu. "Zweikämpfe annehmen, mit dem nötigen Mut auftreten", hat er seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben.

Mehr zum Thema in der Freitag-Ausgabe der Heimatzeitung (Sport)




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