25.11.2019

Der Glaube ist zurück: Schalding reist mit Mut nach Burghausen − und zahlt den Fans die Busfahrt


von Andreas Lakota


Küsschen für den Keeper: Nico Dantscher gratuliert Markus Schöller zu seiner starken Leistung. −Foto: Lakota

Küsschen für den Keeper: Nico Dantscher gratuliert Markus Schöller zu seiner starken Leistung. −Foto: Lakota

Küsschen für den Keeper: Nico Dantscher gratuliert Markus Schöller zu seiner starken Leistung. −Foto: Lakota


Markus Clemens hat sich – um es umgangssprachlich zu formulieren – ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt. "Wir werden die drei Punkte holen", kündigte der Sportchef des SV Schalding vor dem Auswärtsspiel in Aubstadt selbstbewusst an. Eine durchaus mutige Aussage wenn man bedenkt, dass der SVS zuvor acht Partien in Folge ohne Sieg geblieben war. Das Ende ist bekannt, die Schaldinger gewannen 3:2. Vor dem Heimspiel am Samstag gegen die Spvgg Greuther Fürth II wiederholte Clemens dann seine Sieg-Ankündigung. Und wieder lieferte die Mannschaft.

1:0, fast 1000 Zuschauer erlebten nach vielen durchwachsenen, ja zum Teil schwachen Heimauftritten einen mehr als versöhnlichen Abschluss am Reuthinger Weg. Weit wichtiger freilich ist die Botschaft, die von diesem Sieg ausgeht: Der SV Schalding lebt – und hat nun die große Chance, im letzten Spiel 2019 endgültig alles zum Guten zu wenden. Am Freitag geht’s zum Derby beim heftig kriselnden SV Wacker Burghausen, "da werden wir jetzt nochmal alle Kräfte mobilisieren", kündigte Spielertrainer Stefan Köck an.

Der Coach weiß um die große Bedeutung der Partie. Ein Sieg in Burghausen – und die Welt in Schalding wäre wieder vollkommen in Ordnung. Was für Grün-weiß spricht: Nach zwei Siegen in Serie ist der Glaube an die eigene Stärke zurück. "Der Kopf ist so unglaublich wichtig", befand Köck nach dem Fürth-Spiel. Vor allem nach dem 1:0 durch Michael Pillmeier, der nach einer scharf auf den ersten Pfosten gezogene Ecke von Rene Huber den Ball mit Köpfchen ins lange Eck bugsierte (25.), konnte man beobachten, wie die Brust der Schaldinger von Minute zu Minute breiter wurde.

Er hat es wieder vorausgesagt: Sportchef Markus Clemens (Mitte) prophezeite wie schon gegen Aubstadt einen Sieg – und behielt Recht. Neben ihm jubeln Teammanager Jürgen Fuchs (r.) und Betreuer Alois Bauer (l.). −Foto: Lakota

Er hat es wieder vorausgesagt: Sportchef Markus Clemens (Mitte) prophezeite wie schon gegen Aubstadt einen Sieg – und behielt Recht. Neben ihm jubeln Teammanager Jürgen Fuchs (r.) und Betreuer Alois Bauer (l.). −Foto: Lakota

Er hat es wieder vorausgesagt: Sportchef Markus Clemens (Mitte) prophezeite wie schon gegen Aubstadt einen Sieg – und behielt Recht. Neben ihm jubeln Teammanager Jürgen Fuchs (r.) und Betreuer Alois Bauer (l.). −Foto: Lakota


"Wir haben eine gute Leistung gezeigt und verdient gewonnen", sagte hinterher ein zufriedener Spielertrainer Köck, der zugleich warnte: "Wir haben noch gar nichts erreicht und noch einen ganz langen Weg vor uns." Dass er personell jetzt wieder deutlich mehr Alternativen hat, mache die Arbeit leichter und sorge für viel Schwung. "Wir werden diese Woche richtig Gas geben im Training und dann mutig nach Burghausen reisen", befand Köck.

Zum Derby werden die Schaldinger einige Fans begleiten. Die Mannschaft spendiert ihren Anhängern die Fahrt im Bus, alle Plätze sind bereits belegt. "Es ist so verdammt eng in dieser Liga, wir dürfen jetzt nicht nachlassen und werden alles raushauen, um auch in Burghausen erfolgreich zu sein", sagte Sportchef Clemens, der auch nach der langen Sieglos-Serie nie den Glauben an Team und Trainer verloren hat. "Wir haben in dieser schwierigen Phase wirklich jeden Stein einzeln umgedreht – aber wir haben darunter nichts gefunden. Das hat es für uns so schwierig gemacht, wir konnten nicht handeln, weil eigentlich alles gepasst hat." Durch die beiden Siege sei nun viel Druck abgefallen, das Selbstvertrauen zurück.

Ob er auch fürs Derby gegen Wacker eine Sieg-Prognose raushaut? "Da muss ich jetzt erst einmal eine Nacht drüber schlafen", meinte Clemens lachend, "dann werde ich auf mein Gefühl hören". Dies sei, so viel verriet der Sportchef aber schon mal, sicher nicht schlecht ...




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