21.11.2019

Gahabka sorgt in den USA für Furore – seine Zukunft hinter dem großen Teich lässt er offen


von Sebastian Strohmaier


Respektiert in Übersee: Adrian Gahabka wurden in den USA für zwei Auswahl-Teams nominiert, mit seinem College-Team der Universität Vermont scheiterte er im Play-off-Halbfinale. −Foto:

Respektiert in Übersee: Adrian Gahabka wurden in den USA für zwei Auswahl-Teams nominiert, mit seinem College-Team der Universität Vermont scheiterte er im Play-off-Halbfinale. −Foto:

Respektiert in Übersee: Adrian Gahabka wurden in den USA für zwei Auswahl-Teams nominiert, mit seinem College-Team der Universität Vermont scheiterte er im Play-off-Halbfinale. −Foto:


Adrian Gahabka (25) sorgt in den Vereinigten Staaten weiterhin für positive Schlagzeilen. Mit seiner Mannschaft qualifizierte er sich nach der regulären Saison für die Play-offs. Obendrein wurde der ehemalige Spieler des FC Dingolfing gleich zweimal für seine Leistungen als Einzelspieler ausgezeichnet.

Die letzten Tage und Wochen waren sehr aufregend für Gahabka: Zuerst erhielt er Besuch aus der niederbayerischen Heimat, denn seine Eltern wurden von der Universität Vermont im Nordosten der USA zum sogenannten Senior Day eingeladen. Beim letzten Heimspiel der regulären Saison durften die Eltern der Spieler mit einlaufen, die in dieser Saison ihren Abschluss am College machen. "Meine Eltern haben natürlich die Einladung angenommen und die weite Reise nach Amerika auf sich genommen, was mich unheimlich gefreut hat. Ein schöner Moment, den ich so schnell nicht vergessen werde", freut sich Gahabka.

Besuch der Familie aus der Heimat – Adrian Gahabka mit seinen Eltern.

Besuch der Familie aus der Heimat – Adrian Gahabka mit seinen Eltern.

Besuch der Familie aus der Heimat – Adrian Gahabka mit seinen Eltern.


Das Heimspiel wurde gewonnen, und so galt es im letzten Saisonspiel gegen die University of New Hampshire zu punkten. Keine einfache Aufgabe, schließlich wurden die Gastgeber als Nummer 13 im Landes-Rangliste geführt. Dennoch setzte man sich durch und so konnte man den Titel bejubeln. Diesen musste man sich mit den Gastgebern teilen, da beide die selbe Bilanz vorweisen konnten.
Der Titel brachte auch eine sogenannte Wildcard mit sich. Als Wildcard-Inhaber durfte man in der 1. Runde der Play-offs pausieren und war automatisch für das nächste Ausscheidungsspiel gesetzt.



In der Nacht zum Mittwoch ging es dann im Halbfinale für Gahabkas College-Team vor eigenem Publikum gegen die University of Hartford. Der 25-Jährige ging optimistisch ins Match, schließlich konnte man während der regulären Saison 3:0 gewinnen. "Play-off-Spiele haben jedoch einen komplett eigenen Charakter. Entweder man gewinnt und zieht in die nächste Runde ein oder man verliert und die Saison ist auf Anhieb beendet. Aus diesem Grund versteife ich mich auch erst gar nicht auf unseren 3:0-Sieg, denn das Halbfinal-Macht wird ein komplett neues Spiel – kleine Details können schon das Spiel entscheiden. Dennoch bin ich natürlich zuversichtlich", sagte Gahabka vor der Partie.

Dies sollte sich auch auf dem Platz bewahrheiten, denn die Gäste gingen schnell mit zwei Toren in Front. Gahabka selbst peitschte als Abwehrchef sein Team nochmals nach vorne und legte dabei selbst den Anschlusstreffer auf. Als dann auch der Ausgleich fiel, sah man das Spielglück auf seiner Seite. Letztlich schlug aber Hartford nochmals zurück, und so musste man im Semifinale die Segel streichen. "Das Ausscheiden ist natürlich sehr bitter. Wir haben eine erfahrene wie auch talentierte Mannschaft und uns durchaus etwas ausgerechnet. Nichtsdestotrotz haben wir eine starke Saison mit vielen Highlights gespielt", berichtet Gahabka.

Auch persönlich kann der Defensiv-Spezialist überaus zufrieden sein: Als Leitwolf agierte der Gottfriedinger im Abwehrzentrum und konnte sich auch mehrmals in die Torschützenliste eintragen. Auch die Trainer seiner Liga, der sogenannten Conference, wählten Gahabka in zwei Auswahl-Teams. So wurde Gahabka für das "All-Conference Second Team" und in das "All-Academic Team der American East Conference" nominiert. Während die erste Berufung ausschließlich auf den Leistungen des Ex-Schaldinger auf dem grünen Rasen resultieren, beruht die zweite Nominierung auch auf den akademischen Leistungen der studierenden Sportler. "Über die Auszeichnungen bin ich natürlich überglücklich, da sie doch eine kleine Anerkennung für die täglich harte Arbeit ist, die ein College-Athlet sowohl auf den Fußballlatz als auch im Hörsaal vollbringt", freut sich Gahabka.

Derweil ist es noch offen, wie es für den sympathischen Niederbayern weitergeht. Erst mal steht aber noch die Masterarbeit an der Universität an. "Im Dezember werde ich mit meinem Masterstudium fertig und werde dann ganz in Ruhe mit meiner Familie entscheiden, wohin es mich als nächstes verschlagen wird. Die Option, meinen Aufenthalt hier in den USA zu verlängern, lasse ich mir natürlich offen. Eine Rückkehr in die Heimat kann ich mir aber durchaus auch vorstellen", sagt Gahabka. − st




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