13.11.2019

Beeindruckende Wandlung: Regens "Zweite" – und der Gewaltmarsch aus dem Keller


von Felix Drexler


Hat wieder gut lachen: Erich Drexler, der Trainer der Regener Kreisliga-Reserve, hat die Wende geschafft und überwintert mit seiner Mannschaft auf einem Nichtabstiegsplatz. −Foto: Thomas Gierl/Archiv

Hat wieder gut lachen: Erich Drexler, der Trainer der Regener Kreisliga-Reserve, hat die Wende geschafft und überwintert mit seiner Mannschaft auf einem Nichtabstiegsplatz. −Foto: Thomas Gierl/Archiv

Hat wieder gut lachen: Erich Drexler, der Trainer der Regener Kreisliga-Reserve, hat die Wende geschafft und überwintert mit seiner Mannschaft auf einem Nichtabstiegsplatz. −Foto: Thomas Gierl/Archiv


Wer hätte darauf gewettet? Mit einer beeindruckenden Sieges-Serie hat die zweite Mannschaft des TSV Regen in der Kreisklasse Regen auf sich aufmerksam gemacht – und sich von den größten Abstiegssorgen vorerst befreit. Viermal in Folge ging die Mannschaft von Trainer Erich Drexler (51) als Gewinner vom Platz, es waren die ersten vier Siege in dieser Spielzeit. Noch bis Anfang Oktober hatten die Blau-Weißen lediglich fünf Punkte angesammelt, waren abgeschlagen am Tabellenende. Der Rückstand auf das rettende Ufer war damals bereits auf sieben Zähler angewachsen. Als auch noch das Kellerduell gegen Klingenbrunn mit 1:3 verloren ging, glaubten wohl selbst die größten Optimisten nicht mehr daran, dass die Regener den Abstieg in die A-Klasse verhindern könnten.

Eine schwierige Situation, die es für die TSV-Verantwortlichen um Abteilungsleiter Andreas Greil zu meistern galt. "Wir haben uns nicht beeindrucken lassen von der Tabelle und einfach weitergemacht", sagt Greil, der in dieser Phase vor allem viel Überredungsarbeit leistet. Trainer Erich Drexler, fünf Jahre im Amt, kommt auf ihn zu, bietet seinen Rücktritt an. Greil lehnt ab, überzeugt den 51-jährigen Coach davon weiterzumachen. "Von unserer Seite gab es nie Zweifel an Erichs Arbeit. Wir wollten unbedingt an ihm festhalten." Kontinuität, die sich letztlich auszahlen wird. Drexler schafft es nämlich nun, der Mannschaft wieder Leben einzuhauchen. Die Spieler glauben plötzlich wieder an sich, und auch das "Spielglück" kommt zurück. Der erste Saisonsieg gegen Arnbruck (1:0) wirkt wie Balsam auf die geschundene Seele – und ist gleichzeitig der Zündstoff für die anstehenden Aufgaben. "Die Mannschaft hat sich danach Spiel für Spiel gesteigert, ist immer mehr zusammengewachsen, hat sich aus dem Tief hochgezogen", blickt Sportchef Greil zurück.

Es gibt nicht wenige zweite Mannschaften, die in dieser Situation auf Spieler der "Ersten" zurückgreifen – die Regener lassen sich diesen Vorwurf nicht gefallen. "Im Gegenteil", sagt Greil. Trainer Drexler hält an seinen Jungs fest, will die Wende mit seinem Team schaffen. Warum? "Auch die Spieler der Zweiten gehen ins Training und haben sich deshalb die Einsatzzeiten verdient", erklärt Greil.

Es folgt ein weiterer 1:0-Heimsieg gegen die SG Teisnach, auch in Untermitterdorf behalten die Regener die Oberhand (2:0). Wie viel Potenzial in der Mannschaft steckt, zeigen Stephan Strassner, Patrick Mühl und Co. im letzten Auftritt vor der Winterpause. Gegen die favorisierten Gäste aus Patersdorf dreht die Kreisliga-Reserve die Partie, gewinnt souverän mit 4:1. Der Lohn: ein Nichtabstiegsplatz, spätestens jetzt ist der Klassenerhalt wieder im Bereich des Möglichen. Für Greil steht der Ausgang der Saison bereits fest. "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir es schaffen."




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