08.11.2019

"Wir sind nicht so schlecht": Schaldings Kapitän Gallmaier – so schaffen wir die Wende


von Andreas Lakota


Er geht voran: Markus Gallmaier hat trotz seiner langen Verletzungspaue die meisten Schaldinger Tore erzielt (4). Das Verhältnis zu Spielertrainer Stefan Köck (hinten) sei mehr als intakt, meint der Stürmer. −Foto: Lakota

Er geht voran: Markus Gallmaier hat trotz seiner langen Verletzungspaue die meisten Schaldinger Tore erzielt (4). Das Verhältnis zu Spielertrainer Stefan Köck (hinten) sei mehr als intakt, meint der Stürmer. −Foto: Lakota

Er geht voran: Markus Gallmaier hat trotz seiner langen Verletzungspaue die meisten Schaldinger Tore erzielt (4). Das Verhältnis zu Spielertrainer Stefan Köck (hinten) sei mehr als intakt, meint der Stürmer. −Foto: Lakota


In besonderen Situationen bedarf es besondere Maßnahmen. Und diese Situation ist eine besondere − wenn auch nicht im positiven Sinn. Seit acht Spielen, also seit rund zwei Monaten, wartet der SV Schalding in der Regionalliga Bayern auf einen Sieg. Eine fast schon zermürbende Durststrecke, die den Dorfverein auf den vorletzten Tabellenplatz hat abrutschen lassen. Nach den Niederlagen gegen die Topteams Nürnberg II (0:3), Bayreuth (1:6) und Türkgücü München (0:3) kommt diesen Samstag (14 Uhr) mit Eichstätt erneut ein richtiges Kaliber an den Reuthinger Weg. "Es wird ziemlich hart, sicher", sagt Markus Gallmaier (27), der dem Spiel dennoch positiv entgegenblickt. Warum? "Wir haben unseren Mannschaftsabend auf Samstag gelegt. Und wenn wir Mannschaftsabend hatten, haben wir bisher eigentlich fast immer gewonnen."

Der Blick auf das erfolgreiche Ritual ist aber nicht der einzige Grund, der beim Kapitän der Schaldinger Zuversicht weckt. "Wir sind nicht so schlecht, wie die letzten Spiele vielleicht vermuten lassen. Uns fehlt es einfach ein bisschen am Selbstvertrauen. Wir brauchen jetzt mal ein Erfolgserlebnis – dann bin ich sicher, dass das Ding wieder läuft." Gallmaier glaubt, dass es schon reichen würde, wenn die Schaldinger endlich in Führung gehen könnten, was in dieser Saison bisher fast überhaupt noch nicht der Fall war. "Irgendein Drecks-Tor reinwurschteln", so die Devise des Stürmers, der am Mittwoch seinen 27. Geburtstag gefeiert hat.

Gerade einmal drei Trefferchen hat Schalding in den letzten sieben Partien erzielt. Die Stimmung, berichtet Gallmaier, sei trotz der Negativserie aber nicht schlecht. "Eigentlich fast zu gut für so eine Situation", meint der Spielführer, "aber wir lassen uns als Mannschaft eben nicht unterkriegen. Es gibt keine Grabenkämpfe, wir ziehen alle an einem Strang und wollen gemeinsam die Wende schaffen." Erst diese Woche schwor sich die Truppe ohne Trainer und Verantwortliche in der Kabine ein, "die sechs Gegentore, die wir in Bayreuth schlucken mussten, tun noch immer weh. Das wollen wir nicht auf uns sitzen lassen", sagt Gallmaier und kündigt für Samstag eine Reaktion auf dem Platz an.

Er selbst sei körperlich wieder bereit für einen richtigen Fight. Zuletzt schwanden bei Gallmaier etwas die Kräfte, nach der langen Verletzungspause und ohne Vorbereitung brauchte er gegen Türkgücü zunächst eine Pause. "Die Beine waren schwer, nach dem Spiel gegen Nürnberg bin ich am nächsten Tag kaum aus dem Bett gekommen", erzählt er. Dafür macht sein geschundenes Knie keine Probleme, "das hält super". Auch vom Kopf her macht sich Gallmaier trotz der schwierigen Lage keine Gedanken, wenn er auf den Platz geht. Gleiches gibt er auch seinen Kollegen mit auf den Weg. "Was soll schon passieren? Wir hauen alles raus, dann sehen wir schon, ob es reicht. Mehr können wir nicht machen."

Das Verhältnis zu Spielertrainer Stefan Köck sei voll intakt, "da gibt es überhaupt keine Probleme, der Coach macht eine gute Arbeit". Eigentlich, so Gallmaier, würde alles passen − außer eben die Ergebnisse. "Und die müssen wir jetzt einfach erzwingen." Vielleicht klappt es ja am Samstag mit Hilfe des einberufenen Mannschafstabend. Erst einmal ging diese Schaldinger Rechnung in der Regionalliga bisher nicht auf − aber da hieß der Gegner auch FC Bayern München II ...

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Personal: Martin Tiefenbrunner (Muskelfaserriss) ist wieder ins Training eingestiegen. Auch Stefan Köck (muskuläre Probleme) und Alexander Kurz (Knieprobleme) sind wieder fit. Ebenso Simon Schuster (Muskelfaserriss). Philipp Knocher steht nach Gelb-Sperre ebenfalls im Kader. Fehlen werden dagegen Stefan Rockinger (Gelb-Sperre) und Maxi Schuster (Zerrung) sowie die langzeitverletzten Chris Brückl (Meniskus) und Christian Piermayr (Kreuzband).




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