15.10.2019

"Ich habe keine Erklärung": Schaldings Aussetzer – und die schwierige Ursachensuche



Nachdenklich: SVS-Trainer Stefan Köck. Aus den letzten fünf Spielen gab’s nur zwei Punkte. −Foto: Lakota

Nachdenklich: SVS-Trainer Stefan Köck. Aus den letzten fünf Spielen gab’s nur zwei Punkte. −Foto: Lakota

Nachdenklich: SVS-Trainer Stefan Köck. Aus den letzten fünf Spielen gab’s nur zwei Punkte. −Foto: Lakota


Markus Clemens war sauer. Und auch ein bisschen ratlos. "Ich habe keine Erklärung", sagte der Schaldinger Sportchef nach dem Spielende in Illertissen. 1:2 hatte der SVS verloren, eine Niederlage, wie sie unnötiger nicht sein könne, meinte Clemens. "Wir schmeißen innerhalb von fünf Minuten das Spiel weg. Und das fast schon mutwillig. Dass wir das Ding hier so in die Tonne treten, das nervt schon sehr."

Was Clemens meinte, war eine Phase unmittelbar noch der Pause. Vielleicht waren die Schaldinger mit dem Kopf noch in der Kabine, vielleicht hatte man kurz nicht die nötige Spannung − auf jeden Fall fing sich der Gast binnen drei Minuten zwei Tore, der Plan des Trainers Stefan Köck war mal wieder über den Haufen geworfen. "Es ist immer das selbe Muster", monierte Clemens. Und fügte warnend hinzu: "Wir müssen diese Fehler und Unkonzentriertheiten abstellen. Wenn es uns gelingt, dann werden wir die Punkte holen, die nötig sind. Wenn nicht, holen wir keine Punkte mehr."

Nach dem Rückstand gab der SVS zwar Vollgas, mehr als der Anschlusstreffer durch Markus Gallmaier (Handelfmeter) war aber nicht mehr drin. "Sicher war das nach dem 0:2 ganz gut. Und freilich war auch Pech dabei. Aber um das geht es eigentlich nicht mehr. Wir haben vorher schon das Spiel weggeschmissen, das ist der Knackpunkt", resümierte Clemens und richtet eine klare Botschaft an die Mannschaft, die aus den letzten fünf Partien nur magere zwei Zähler aufs Konto bringen konnte. "Wir brauchen jetzt dringend Punkte, sonst werden wir hinten rasiert."

Recht viel mehr wollte der Sportchef eigentlich nicht sagen. "Was soll ich jetzt große Reden schwingen oder Parolen raushauen. Wir wissen, dass sich die Situation verschärft hat. Jetzt müssen wir das Heimspiel gegen Nürnberg gewinnen. Es sind noch sieben Spiele bis zur Winterpause, da müssen wir uns unbedingt eine gute Ausgangslage für das Frühjahr erarbeiten."

Trainer Stefan Köck fasste die Partie in Illertissen ähnlich zusammen wie Clemens. ""Ich habe in den ersten 30 Minuten einen guten Auftritt meiner Mannschaft gesehen. Wir wissen, dass Illertissen es mag, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Nach der Halbzeit sind wir nicht gut ins Spiel bekommen und haben zwei schnelle Tore kassiert. Wir können froh sein, dass wir nicht noch das 3:0 kassiert haben. Mit dem 2:1 durch das Elfmetertor ist dann noch einmal Spannung aufgekommen. Wir hätten am Schluss mit dem Lattenschuss und dem Kopfball noch den Ausgleichstreffer erzielen können. Wir haben das Spiel wegen den zehn Minuten nach der Pause verloren."

In Illertissen wollte Köck unbedingt einen Rückstand verhindern – doch dies misslang erneut. In 12 (!) seiner 15 Saisonspiele musste Schalding bisher einem 0:1 hinterlaufen, "das kostet natürlich extrem viel Kraft", sagt Sportchef Clemens. Daher dürfte auch am Samstag gegen Nürnberg II zunächst die Devise lauten: Hinten muss ersteinmal die Null stehen ...




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