19.09.2019

Unruhige Tage in der A-Grafenau: Perlesreut II verliert Derby nachträglich – Spitzenreiter Prag entlässt Trainer



Stand im Derby gegen Fürsteneck fälschlicherweise auf dem Platz: Christian Brandl. −Foto: Michael Duschl

Stand im Derby gegen Fürsteneck fälschlicherweise auf dem Platz: Christian Brandl. −Foto: Michael Duschl

Stand im Derby gegen Fürsteneck fälschlicherweise auf dem Platz: Christian Brandl. −Foto: Michael Duschl


Die A-Klasse Grafenau hat in dieser Woche zwei Mal für Aufsehen gesorgt: Tabellenführer SV Prag trennte sich von Spielertrainer Manuel Lang (28) und die DJK Fürsteneck bekam vom Sportgericht nachträglich drei Punkte zugesprochen, liegt nun gleichauf mit dem Spitzenreiter und Nachbarn Prag.

Wegen eines unerlaubten Spielereinsatzes ist der Derbysieg der Perlesreuter Bezirksliga-Reserve gegen Fürsteneck vom 31. August (2:1) hinfällig, wie Harald Wagner (48), 2.Vorstand und BFV-Spielleiter der A-Grafenau, am Donnerstag der PNP bestätigt. Christian Brandl (28) hätte laut §34 der BFV-Spielordnung nicht auf dem Platz des A-Klassen-Duells stehen dürfen. Die Perlesreuter um ihren Abteilungsleiter Andreas Spitzenberger (34) interpretierten die Regel falsch. Brandl stand am 18. August im Bezirksliga-Spiel seines Vereins gegen Grainet (2:0) in der Startelf. Daraufhin hätte er zwei Liga-Spiele oder 15 Tage nicht lang nicht in der 2. Mannschaft eingesetzt werden dürfen. Zwei Meisterschaftsspiele wären eigentlich dazwischen gelegen, doch die Perlesreuter hatte das Duell ihrer Reserve gegen Holzfreyung (25. August) auf 2. November verlegt. Deshalb hätte Brandl am 31. August nicht auflaufen dürfen. Ein Versehen, dass nun von den Sportrichtern bestraft wurde. Das Spiel wird nun mit 2:0 für die DJK Fürsteneck gewertet. Verzichtet haben die Sportrichter auf einen zusätzlichen Punktabzug, "weil es nicht mutwillig war", erklärt Wagner, der dennoch drei Punkten hinterher trauert: "Sportlich haben wir das Derby gewonnen, leider haben wir nun davon nichts mehr", so der 48-Jährige. Die DJK um Abteilungsleiter Patrick Draxinger (24) ahnte den unerlaubten Einsatz von Brandl, ließ den Fall überprüfen und bekam Recht.

Nicht mehr Spielertrainer und somit vereinslos: Manuel Lang (28). −Foto: Verein

Nicht mehr Spielertrainer und somit vereinslos: Manuel Lang (28). −Foto: Verein

Nicht mehr Spielertrainer und somit vereinslos: Manuel Lang (28). −Foto: Verein


Sehr überraschend ist Anfang der Woche die Entlassung von Prags Spielertrainer Manuel Lang (28) verkündet worden. Bereits am Sonntag beim 3:0 gegen Schönbrunn II fehlte der 28-Jährige, der von der Saison verpflichtet worden war, auf dem Spielbericht. Nach sechs Spielen wurde Langs erste Trainer-Station abrupt beendet, weil, offenbar die Chemie zwischen Spielertrainer und Mannschaft nicht stimmte, wie Vorstand Jürgen Kronawitter der PNP erzählt. Menschlich könne er Manuel Lang, den Kronawitter selbst vor der Saison nach Prag lotste, nichts vorwerfen, aber "70 bis 80 Prozent der Mannschaft" signalisierten interne Probleme. "Was willst Du dann machen", meint Kronawitter. Zuletzt war die Trainingsbeteiligung rückläufig und das hätte sich auch schon auf die Spiele ausgewirkt. Darum hat sich die Vereinsführung entschlossen, frühzeitig zu reagieren.

Mindestens bis zur Winterpause übernimmt der aktuell verletzte Kapitän Stefan Königseder (25) die Nachfolge und will mit seinen Mitspielern natürlich dafür sorgen, dass der SV Prag weiterhin an der Tabellenspitze bleibt. Dabei wird sich in den kommenden beiden Partien zeigen, ob die Prager heuer tatsächlich vorne mitspielen können. Dann geht es gegen zwei direkte Verfolger. Am Sonntag kommt der SV Hutthurm II zum Derby, eine Woche später geht es zur SG Kreuzberg. Sie liegen lediglich einen bzw. zwei Punkte hinter dem Tabellenführer. − mid




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